"Die Schnäppchenjägerin"

Originaltitel: The Secret Dreamworld of a Shopaholic, 2000

Autorin:  Sophie Kinsella

Verlag: Manhatten, 2001

ISBN: 3-442-54525-0

Bewertung: 4.0

Eigentlich sollte Rebecca Bloomwood keinen Grund zur Klage haben. Sie ist selbstbewusst, Single und hat einen ordentlichen Job als Finanzexpertin bei einem Wirtschaftsmagazin. Doch der schöne Schein trügt. In Rebeccas Leben geht es drunter und drüber, denn sie ist eine Frau mit einer gefährlichen Leidenschaft. Sie kann einfach keinem Schnäppchen widerstehen. Beim Anblick eines „Reduzier-Schildchen" beginnt ihr Herz wie wild zu schlagen, und Einkaufen ist für sie das reinste Kreislauftraining. Die Beträge auf ihren Kreditkartenabrechnungen kann sich Rebecca allerdings nur als Missverständnis oder einen Fehler im System erklären - nie im Leben würde sie so viel Geld ausgeben. Trotzdem wächst ihr Schuldenberg täglich und damit auch der Druck, einen Ausweg aus der Misere zu finden. Rebecca versucht es zunächst mit Sparen, dann mit Nebenjobs, aber der erhoffte Erfolg will sich nicht einstellen. Doch endlich zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels. Rebecca kommt einem hinterhältigen Betrug auf die Spur und entdeckt plötzlich ihren journalistischen Ehrgeiz. Dass sie sich dabei mit dem millionenschweren Luke Brandon anlegen muss, verleiht der Geschichte noch zusätzlichen Reiz - und ist ein Grund mehr, sich zur Entspannung eine Kleinigkeit zu gönnen.

"Die Schnäppchenjägerin" zu lesen, ist wie "Bridget Jones" zu schauen. Der Roman ist witzig, locker, unterhaltsam und ironisch. Dabei hat er Herz, liebenswerte Charaktere und trotz der Überspitztheit dürfte jede Frau die eine oder andere Situation kennen.
Der Autorin merkt man die Liebe (und Parallelen) zu ihrer Hauptperson Rebecca wirklich an. Wie sonst lässt sich erklären, dass gerade wenn man als Leser glaubt, da kommt Rebecca nicht mehr raus, sich doch noch alles zu Guten wenden? Aber genau das erwarte ich bei diesem Buch: viel Spaß, Kopfschütteln und ein wenig Mitleid!

Etwas schade fand ich nur, dass auf die Kapiteleinschübe in Form von Briefen von Rebeccas Bank, Kaufhäusern oder Kreditkartenstellen in der Geschichte selbst oft nicht genauer eingegangen wurde. Hätte mich schon interessiert. Man bekommt hier humorvolle Frauenliteratur serviert. Zwar hat Rebecca eigentlich ein paar Macken zu viel, doch Sophie Kinsella, hat ihr gleichzeitig so viel Herz mitgegeben, dass ich mich bereits auf weitere Bände freue. Nicht zu bald hintereinander, aber immer, wenn ich mal was von Frauen für Frauen über Frauen brauche! (... oder wissen möchte, wie man seine Bank über 1 Jahr hinhält!)

Fazit: Englischer Humor für Frauen!

Reviewed von Tara am 17.06.04

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