Orginaltitel: My Lord Savage (erschienen 2001)
Autorin: Elizabeth Lane
Verlag: Cora, Historical Nr. 168, ersch. am 20.11.2002
Preis: 3,60 EUR
Bewertung: 3.5
Cornwall 1573: Die
zweiunddreißig Jahre alte Rowena Thornhill ist die unverheiratete
Tochter des Wissenschaftlers Sir Christopher Thornhill. Sie führt
seinen Haushalt und hilft ihm bei seinen Forschungen. Eines Tages
bringt Sir Christopher ein neues Forschungsobjekt mit nach Hause: Einen
echten Indianer.
Man hält Black Otter für einen seelenlosen Wilden. Der
Indianer hat die brutale Gefangennahme und die Überfahrt nur knapp
überlebt. Rowena ist entsetzt. Sie hat Mitleid mit ihm und will
ihn pflegen. Sie ist die einzige, die ihn als einen Menschen sieht. Und
sie ist die einzige, die auch den Stolz und den brennenden Wunsch nach
Freiheit in seinen Augen erkennt.
In langsamen Schritten kommen sich die beiden näher. Black Otter
erkennt, dass Rowina ihm helfen möchte und dass er lernen muss,
wie die Weißen zu leben, um wieder zu seinen beiden Kindern nach
Hause zu kommen. Er lernt englisch und bringt Rowena auch ein paar
Worte seiner Sprache bei.
Doch dann fangen die Probleme an.
Dies ist eine Art Pocahontas-Story. Die erste Hälfte verläuft
irgendwie ruhig. Und das hat mir überraschenderweise gut gefallen.
Deshalb hat mich der Störenfried, der dann aufgetaucht ist und
einiges durcheinander gebracht hat, um so mehr gestört. Die
Beziehung zwischen Rowena und Black Otter war für mich wider
Erwarten sehr gut nachvollziehbar.
Geschrieben von Karin M. am 01.09.2004