"Raven"

Amerikanische Originalausgabe: von 2001

Autorin: Laura Baker

Verlag: St. Martin Paperbacks

ISBN: 0-312-97709-3

Genre: Contemporary

Bewertung: 4.0

Rheada und Tilly Samuels sind in den Canyons New Mexicos aufgewachsen, wo ihr Vater verbotenerweise Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus der Zeit der Anasazi-Indianer ausgrub und meistbietend verkaufte. Nach dem Tod des Vaters blieb der älteren Rheada keine andere Wahl um sich und die kleine Schwester durch zu bringen, als das Geschäft des Vaters allein fortzuführen. Dabei gelangte sie als die geheimnisvolle ‚Raven‘ zu einer regelrechten Berühmtheit, nicht zuletzt durch ihren treuen gefiederten Begleiter ‚Blackjack‘, einen Raben, der sie zielstrebig zu verborgenen Schätzen führte.

Aber Rheada, die immer schon darunter litt, ihre Vorfahren zu bestehlen, hat sich vorgenommen ehrlich zu werden. Als sie genug Geld als Startkapital für ein eigenes kleines Tourunternehmen für Touristenausflüge ins Canyonland zusammenhat, weigert sich Tilly, die Canyons zu verlassen. Schweren Herzens zieht Rheada ihr Geschäft allein auf und wird sogar recht erfolgreich - schließlich kennt sich niemand besser in den Canyons aus, ob bei Tag oder Nacht.

Kee Blackburn, Bundesagent für das BLM, Bureau of Land Management, arbeitet undercover, um die Diebereien an den Anasazigegenständen zu unterbinden. Außerdem hat er noch ein persönliches Interesse dran, die legendäre Raven dingfest zu machen, denn seine eigene Schwester verschwand spurlos, als sie Raven nacheifern wollte und laut einem Informanten soll sie von Raven ermordet worden sein. Als der Fahrer von Rheadas Tourbus ausfällt, springt Kee als Ersatz ein, um so unauffällig die Canyons absuchen zu können. Schon bald funkt es zwischen Rheada und Kee, außerdem erkennen sie aneinander die gleiche Qual im Kampf mit den Dämonen der eigenen Vergangenheit. Doch dann dämmert es Kee so langsam, wer die legendäre Raven sein muss - aber inzwischen liebt er die Frau, die er geschworen hat zu vernichten.

Hier gibt es nicht nur einmal den Typ gequälter Held, nein, es gibt die gequälte Heldin gleich dazu. Ausführliche Beschreibungen einer atemberaubenden Landschaft und Geschichtsbeschreibungen bei denen man spürt, dass hier die Autorin genau weiß wovon sie schreibt. Gegen Ende geht es etwas mystisch zu. Fazit: Extrem Fernweh auslösend!

Review von Ina D., 18.08.2001

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