"Stargazer"

Autorin: Laura Baker

Verlag: St. Martin’s Press, 1998

ISBN: 0-312-96316-5

Bewertung: 4.5


Lonewolf ist ein Stargazer der Navajos aus dem Jahre 1863. Er wurde geboren, um seine Leute zu führen und er hat die Fähigkeit, in die Zukunft zu schauen. Doch in seinen Visionen sieht er keine gute Zukunft für sein Volk. Er sieht statt dessen Blutvergießen und Zerstörung. Er wird vom Stamm ausgeschlossen. Deshalb zieht er sich in die Höhlen des Chelly Canyons zurück, um Trost bei den Sternen zu suchen.

Statt dessen aber findet er sich in der Zukunft wieder. Und die erste Person, die ihm begegnet, ist die Polizistin Willow Becenti, selbst halb Navajo, die aber nichts von den alten Traditionen hält und sich lieber an der modernen Welt orientiert. Willow steckt mitten in den Ermittlungen zu einem Mordfall und hält den plötzlich auftauchenden Krieger natürlich für verdächtig, während Lonewolf die Frau für eine Spionin der Weißen hält.

Doch dann werden beide angegriffen und Willow bringt Lonewolf anschließend zu ihrem traditionsbewussten Großvater, dem schließlich bewusst wird, mit wem er es zu tun hat. In der Zwischenzeit sorgt sich Willow neben den erlebten Begebenheiten um ihren Schützling, einem Jungen, der im Koma liegt und für den sie das Sorgerecht hat.

Als Lonewolf den Jungen das erste Mal sieht, wird ihm der Grund seiner Zeitreise klar: Der Junge wird der nächste Stargazer sein. Doch ohne die richtigen Rituale muss er sterben.

Und dazu ist immer noch ein Mörder auf freiem Fuß.

Der Unterschied zwischen Traditionen und Moderne, alt und jung wird hier so richtig deutlich. Doch das hat mir hier auch am besten gefallen. Willow ist eine moderne Frau, die am liebsten mit den alten Methoden ihrer Vorfahren gar nichts zu tun haben will. Sie, deren Vater selbst ein Stargazer war, leugnet ihr Erbe, wird jedoch durch die Anwesenheit von Lonewolf immer wieder damit konfrontiert. Die ganze Story handelt zwar nur über einen Zeitraum von einer Woche, aber ich konnte das Buch nach ein paar kleinen Anfangsschwierigkeiten kaum noch aus der Hand legen.

Geschrieben von Karin M. am 02.01.2008

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