"Die Täuschung"

Autorin: Charlotte Link 

Verlag: Goldmann, April 2002 

Preis: 10,00 €

Bewertung: 4.5 
 

Peter Simon und seine Frau Laura lieben die Provence über alles. Sie besitzen dort ein Ferienhaus, in dem sie immer wieder mit ihrer kleinen Tochter schöne Urlaubstage verbringen. Nur jedes Jahr im Herbst besteht Peter darauf, ohne Laura mit seinem Freund Christopher Heymann einen Segeltörn zu untenehmen.

Auch dieses Jahr reist Peter nach Südfrankreich. Er verspricht Laura, wie immer, sie von seiner Ankunft zu unterrichten. Laura erhält auch den gewünschten Anruf, Peter will sich nochmals bei ihr melden, bevor er an Bord des Segelschiffes geht. Wie es sich dann herausstellt, sollte dieser Anruf das letzte Lebenszeichen von Peter sein.

Zu tiefst beunruhigt versucht Laura erst im Büro ihres Mannes über dessen Verbleib Erkundigungen einzuholen. Sie stößt tatsächlich bald auf böse Überraschungen. Ihr wird auch rasch klar, dass sie nur vor Ort in St. Cyr weitere Untersuchungen anstellen kann. Kurz entschlossen packt sie daher ihre Koffer und reist nach Südfrankreich.

Als erstes sucht sie Christopher, den Freund ihres Mannes auf. Dieser behauptet Peter nicht gesehen zu haben, außerdem wären Peter und er zu keinem Segelausflug verabredet gewesen. Verzweifelt sucht Laura nach weiteren Informationen. Schließlich trifft sie Henri, einen französischen Restaurantbesitzer, er erklärt ihr, Peter hätte am Abend seiner Ankunft in seinem Restaurant gespeist und wäre danach gegangen. Von diesem Moment an, verliert sich jede Spur von Peter. Insgeheim befürchtet Laura es könnte eine andere Frau dahinter stecken. Als dann einige Tage später der Wagen von Peter gefunden wird, tauchen weitere Zweifel bei Laura auf. Im Auto von Peter hat man auch sein Gepäck gefunden. Wenn er wirklich mit einer anderen Frau verreist sein sollte, würde er dann einfach seine Koffer zurücklassen?

Zufällig erfährt Laura, dass vor kurzem zwei grausame Morde an einem weiblichen Feriengast und dessen Tochter verübt wurde. Sie findet dies zwar äußerst beunruhigend, bringt es aber nicht mit dem Verschwinden ihres Mannes in Verbindung. Ein Trugschluss, denn wie es scheint hat der Täter schon sein nächstes Opfer im Visier.

Ein psychologischer Spannungsroman. Die Geschichte hat mehrere Handlungen bis dem Leser die Zusammenhänge offenbart werden. Ein Bösewicht ist relativ schnell ausgemacht, das Buch verliert trotzdem nicht an Spannung, schließlich will man wissen, ob und wie die Beteiligten dem drohenden Unheil entfliehen können.

Kritik geschrieben von Uschi, 06.04.2002

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