"Der Verehrer"

Autorin: Charlotte Link

Genre: Thriller

Verlag: Goldmann

Bewertung: 4.5

Inhaltsangabe:

Von einer Sekunde zur anderen ändert sich Leona Dorns Leben. Gerade war sie Zeugin eines Selbstmordes geworden, als ihr Mann Wolfgang ihr eröffnet, er wolle sich trennen, um mit einer anderen Frau ein neues Leben zu beginnen, nach vielen gemeinsamen Ehejahren.

Als sie eingeladen wird, sich bei der Verstorbenen aus dem Nachlass etwas zu nehmen, trifft sie Robert Jablonski, den Bruder, wieder. Robert Jablonski ist Übersetzer und lebt eigentlich in Ascona. Und er scheint genau der Richtige für sie zu sein, der ihrem angeknacksten Ego gut tut. Sie beginnen eine Beziehung, die von Anfang jedoch auch etwas merkwürdig ist.

Gleichzeitig wird die Geschichte von Lisa erzählt, dessen Schwester Anna auf bestialische Art und Weise das Leben genommen wurde. Leider kann Lisa bei den Ermittlungen nicht viel weiterhelfen, denn Anna war sechs Jahre spurlos verschwunden. Eines Tages erhält Lisa einen merkwürdigen Anruf, der sie auf eine interessante Tatsache aufmerksam macht, was den Aufenthaltsort ihrer Schwester in den letzten sechs Jahren betrifft.

Mein Fazit:

Welch' ein spannender Thriller. Charlotte Link hat mit diesem Roman wieder einmal bewiesen, das sie spannungsgeladene Geschichten schreiben kann. Zwar nicht von der ersten Seite, aber ab der40.ten Seite etwa kommt Fahrt auf, als ihr Mann ihr die Trennung offenbahrt und sie in einen Strudel voller Selbstzweifel gerät. Ab da kam ich von der Geschichte nicht mehr ganz los.

Zugegeben, als mir bewußt wurde, was es wirklich mit dem Verehrer auf sich hat, wurde die Spannung wieder etwas genommen und es zog sich für mich etwas in die Länge. Aber es lohnt sich, weiterzulesen. Geschickt hat die Autorin alle betreffenden Personen in die Handlung eingebunden, so das alles seinen Sinn ergibt und keine Fragen offen bleiben. Einziges Manko: Bei drei weiblichen Figuren begann der Name mit L, das brachte mich zuweilen in Verwirrung.

Aber die Geschichte ist glaubhaft, die Figuren haben Tiefgang und selbst der Psychopath konnte einem sympathisch sein, kurioser Weise. Alles in allem ist das Buch fast Höchstpunktzahl verdient!

Kritik geschrieben am 13.08.09 von Elke K. (Monalou)

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