|
"Die Kastellanin" Autoren: Iny Lorentz Verlag: Knaur Verlag, 2005, 589 S. ISBN: 3-426-66113-6 Bewertung: 5.0 |
Marie, die einst als
Wanderhure durch die Lande ziehen musste, lebt inzwischen
glücklich und zufrieden mit ihrem geliebten Ehemann Michel Adler
auf der Burg Rheinsobern. Als sie endlich, nach langen Jahren, ihr
erstes Kind erwartet, kann sie die Freude kaum fassen - Michel jedoch
wird vom Pfalzgrafen Ludwig dazu beordert, in den Krieg gegen die
aufständischen Hussiten nach Böhmen zu ziehen. Er erweist
sich als so umsichtig und mutig, dass er sogar zum Reichsritter
geschlagen wird - sehr zum Ärger einiger Ritter von Adel, allen
voran Falko von Hettenheim. Nachdem ein von Michel angeführter
Spähtrupp in eine Falle der Hussiten gerät, verschwindet er
spurlos, und wird bald für tot erklärt.
Marie jedoch will diese Nachricht nicht so recht glauben - vor allem
nicht, als sie erfährt, dass Ritter Falko bei Michels
Spähtrupp dabei war und als einer der wenigen Soldaten
überlebt hat. Doch da sie nun als wohlhabende Witwe gilt, will der
Pfalzgraf sie möglichst gewinnbringend an einen seiner getreuen
Untertanen verheiraten - Marie wehrt sich dagegen, so gut sie kann,
doch ewig lässt sich dieser Beschluss nicht hinauszögern.
Schließlich beschafft sich Marie mit Hilfe ihrer treuen Freundin
Hiltrud und deren Familie einen Marketenderinnenwagen und zieht mit
ihrer kleinen Tochter Trudi und Hiltruds ältestem Sohn Michi, der
sich um das Ochsengespann kümmern und Marie helfen soll, in
Richtung Nürnberg, zum Sammelplatz eines neuen Heeres, das der
Kaiser nach Böhmen in den Kampf gegen die Hussiten schicken will.
Marie hofft, erfahren zu können, was mit Michel passiert ist - sie
ahnt jedoch nicht so recht, auf welche Strapazen und Gefahren sie sich
einlässt.
"Die Kastellanin" ist wieder ein echter Iny Lorentz - eine spannende,
abenteuerliche Geschichte voller Dramatik zum mitfiebern und mitleiden
(auch wenn es manchmal ein bisschen gar zu viel erscheint, was Marie so
alles erleben und erleiden muss); mit farbenprächtigen Charakteren
aller Art und einem äußerst spannenden, turbulenten Finale.
Und schließlich erfährt der Leser/die Leserin noch so
einiges über die nicht so weithin bekannte Zeit der
Hussitenkriege. Eine kleine Warnung: so manche Szene mag für sehr
empfindsame Leser/-innen vielleicht "zuviel" sein.
Kritik geschrieben von
Sabine R. am 21.06.2005
Weitere Bücher von I.
Lorentz:
Weitere Bücher von Eric Maron:
|| Zurück
zu Sonstiger Lesespaß || Zurück zu
Buchkritiken|| Zurück
zu Neuerscheinungen||
|| Zurück zur
Hauptseite ||