"Venusblüten"

Originaltitel: Paying for it

Autorin: Jo Maeder

Verlag: Heyne, 2001, 366 S.

ISBN: 3-453-18938-8

Genre: Erotica

Bewertung: 2.5

Das "Velvet Moon" in New York City ist nicht irgendein Schönheits- und Massagesalon, sondern etwas ganz besonderes: die Besitzerin Dominique sorgt dafür, dass es ihren Kundinnen an nichts mangelt - vor allem hält sie sexuelle Ausgeglichenheit für sehr bedeutsam. Daher sind ihre Masseure lauter gut aussehende junge Männer, sogenannte "Freudenspender", die den Damen nicht nur für eine Massage, sondern für weit mehr zur Verfügung stehen.

Anna Stratos, eine schon etwas ältere Schauspielerin, die den Höhepunkt ihrer Karriere in den achtziger Jahren als Karate-Serienheldin erlebt hatte, und die von ihrem Geliebten, dem Regisseur Reese, ständig betrogen wird, erfährt von ihrem Friseur vom Velvet Moon. Nach einem längeren Gespräch mit ihrer Nachbarin, der verwitweten Psychiaterin Jenny, die immer noch ihrem Mann nachtrauert, beschließen die beiden, das Velvet Moon aufzusuchen.

Dort treffen sie unter anderem auf Jason, der eigentlich Autor einer Zeitschriftenkolumne ist, sich aber in das "Velvet Moon" als Masseur eingeschmuggelt hat, um für einen Artikel zu recherchieren; außerdem will er mit dem vielen Geld seiner Mutter eine Nierentransplantation ermöglichen. Zum Personal gehören auch noch Steel, ein Ex-Model, der schlechte Zeiten erlebt hat, und der Transsexuelle Raye. Anna geht mit Raye eine nähere Bekanntschaft ein, zunächst, weil sie für ihren nächsten Film Recherche betreiben will - sie soll nämlich einen Transsexuellen spielen. Plötzlich gelangen intime Details und Fotos aus dem Velvet Moon an die Öffentlichkeit, und der Skandal ist perfekt.

Leider ist dies einer der Romane, bei denen der Covertext mehr verspricht als der Inhalt dann auch hält Man erwartet eigentlich einen witzigen, spritzigen, erotischen Roman - doch werden diese Erwartungen ziemlich enttäuscht. Die Geschichte zieht sich reichlich in die Länge, die Charaktere wirken großteils recht flach und stereotyp; von Erotik auch keine Spur; das ganze liest sich etwas mühsam. Leider nicht sehr zu empfehlen

Review von Sabine R., 06.11.2001

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