"Tochter der Wälder"
Autorin:
Juliet MarillierVerlag:
Knaur, 646 SeitenBewertung:
5.0
KLAPPENTEXT:
Irland im 9.Jahrhundert nach Christus: Das Volk der grünen Insel muss sich gegen
den Ansturm vieler Feinde verteidigen. Die junge Sorcha wächst gemeinsam mit
ihren sechs Brüdern fern der Schlachfelder
auf, doch ihr behütetes Leben findet ein jähes Ende, als ein Fluch die Familie
trifft. Allein auf sich gestellt, muss Sorcha nach einem Gegenzauber suchen -
und mehr als einmal ihr Leben riskieren...
MEINE EINSCHÄTZUNG:
Sorcha ist die jüngste Tochter des Laird Colum von Sevenwaters. Sie wächst dort
zusammen mit ihren 6 älteren Brüdern auf. Da die Mutter bei ihrer Geburt starb
und ihr Vater sich nicht um sie kümmern
möchte, sind ihre Brüder ihr ein und alles. Sie wird von ihnen beschützt und
geliebt und so hat sie trotz allem eine behütete Kindheit. Als Laird Colum
beschließt, sich eine neue Frau zu nehmen, Lady Oohnah, ändert sich das Leben
auf Sevenwaters abrupt. Obwohl eine regelrechte Schönheit, ist die Seele dieser
Frau zutiefst schwarz. Nachdem sie schwanger wird, schmiedet sie ein böses
Komplott nach dem anderen, um die Kinder und gleichzeitig auch Erben des Lairds
gegeneinander aufzubringen und loszuwerden. Doch die sieben Kinder des Lairds
haben sie längst durchschaut; haben sie doch die uralten Kräfte ihrer Mutter
geerbt. So kann Sorcha sich mit ihrem Bruder Finnbar ohne ein Wort zu sprechen
verständigen und hat auch heilerische Fähigkeiten. Finnbar kann in die Zukunft
sehen und Colums Fähigkeiten übersteigen noch beide - er ist der Druide in der
Familie. Die drei anderen schlagen eher nach dem Vater. Sie sind Kämpfer, die
ihren Vater im Krieg unterstützen.
Nachdem sich die Ereignisse überschlagen und die sieben Kinder feststellen
müssen, dass Lady Oohnah eine Hexe ist, sehen sie nur noch eine Möglichkeit -
Sie wollen Lady Oohnah verbannen und Colum, der Druide unter ihren, soll diesen
Zauber ausführen. Doch der Plan misslingt und Lady Oohnah verzaubert die 6
Brüder in Schwäne. Allein Sorcha kann in letzter Minute fliehen. Als sie schon
verzweifeln will, erscheint ihr eine Frau aus dem Feenreich und klärt Sorcha
darüber auf, dass es noch eine Möglichkeit gibt, diesen Zauber wieder
aufzulösen. Dafür müsste Sorcha allerdings viel Kummer und Qualen auf sich
nehmen. 6 Hemden soll sie nähen. Als Faden soll ihre eine Pflanze dienen, die so
stachelig ist, dass ihre Hände aufplatzen und sich entzünden. Während sie diese
Hemden herstellt, darf sie kein Wort sprechen. Zu niemandem. Außerdem muss sich
sich vor Lady Oohnah verstecken. Gesagt-Getan. Sorcha willigt ein und beginnt,
diese Hemden zu nähen.
Doch eines Tages wird sie von einem Fremden entdeckt; einem Briten, der sie mit
auf sein Besitz nach Britannien nimmt. Sie verliebt sich in ihn, doch kann sie
ihm nicht erklären, warum sie nicht spricht und warum sie sich selber so quält,
indem sie diese Hemden näht. Auch er verliebt sich in Sorcha, doch er muss bald
fort und damit Sorcha in Sicherheit vor seinem niederträchtigen und bösartigen
Onkel Richard ist, der verbreiten lässt, Sorcha wäre eine Hexe, heiratet er sie
noch vorher. Doch die Schlinge zieht sich langsam zu. Sorcha wird als Hexe
verurteilt und soll auf dem Scheiterhaufen brennen. Und die Hemden sind auch
noch nicht alle fertig gestellt. Gibt es noch eine Chance für die Brüder und
Sorcha; oder hat die Hexe Oonah letztendlich doch gewonnen?
In diesem Buch, übrigens der erste Teil der Sevenwaters Trilogie, passiert so
viel, das es schwer fällt, eine knappe Inhaltsangabe zu schreiben. Ich habe
daher auch einiges ausgelassen und mich nur auf das Wichtigste beschränkt. Der
Roman basiert auf dem Märchen von den 6 Schwänen. Allerdings wurde es von der
Autorin zu einem spannenden historischen Roman mit viel Magie umgeschrieben. Ihr
Roman lässt sich flüssig lesen und ihre Figuren sind liebevoll herausgearbeitet.
Man liebt und leidet mit den Protagonisten mit - und bei einigen Stellen kamen
mir sogar die Tränen vor Rührung. Ich habe das Buch, trotz der beachtlichen
Seitenzahl von 646 Seiten in kürzester Zeit gelesen. Man ist regelrecht von der
Handlung gefesselt und kann nicht aufhören, bis man weiß, ob die Brüder gerettet
werden können und ob Sorcha ihre große Liebe behalten wird. Ich kann dieses Buch
nur wärmstens empfehlen. Es ist eines der schönsten Bücher, dass ich je gelesen
habe. Jeder der Bücher mit viel Liebe und Magie mag, wird seine Freude an diesem
Buch haben.
Die Liebeserklärung die Hugh von Harrowfield, Sorcha macht, ist eine der
Schönsten, die ich je gelesen habe.
Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie. Hier die Titel der Reihe:
1.Teil Die Tochter der Wälder
2.Teil Der Sohn der Schatten
3.Teil Das Kind der Stürme
Geschrieben von Nicole G. am 08.08.05 Weitere Juliet Marillier Romane:
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