"Hot Rain"

Deutscher Titel: Im Sturm der Herzen (11/03, Blanvalet)

Amerikanische Originalausgabe: von 2002

Autorin: Kat Martin

Verlag: Zebra

ISBN: 0-8217-6935-9

Bewertung: 3.5

Die beste Freundin von Allie Parker kommt zusammen mit ihrem Freund bei einer Explosion an Bord einer Yacht um, aber Allie glaubt den offiziellen Untersuchungen nicht, die es als Unfall hinstellen wollen. Auf eigene Faust versucht sie weiterzumachen und dabei untersucht sie die zweite Luxusyacht des reichen Geschäftsmanns Felix Baranoff, den sie für die Tat verantwortlich hält. Aber noch während sie unter Deck ist, kommen drei gefährlich wirkende Männer an Bord und legen ab - Richtung Mexiko!

Schon bald wird Allie entdeckt und bis dahin hat sie bereits gemerkt, dass hier offensichtlich eine illegale Aktion im Gange ist. Einer der Männer, der mysteriöse Jake Dawson, beschützt sie vor den anderen beiden und überzeugt sie, zu ihrer eigenen Sicherheit, sich als seine Geliebte auszugeben und in seiner Nähe zu bleiben.

Undercoveragent Jake Dawson hat solange auf einen Waffendeal hingearbeitet, um endlich Baranoff und seine südamerikanischen Kunden festzunageln und jetzt gefährdet diese kleine Blondine die ganze Operation und ihr unglaublicher Einfallsreichtum bringt sie ständig in Schwierigkeiten.  Im Verlauf der Reise geht allerhand schief, so dass er sich schließlich auch noch gemeinsam mit ihr durch den undurchdringlichen Dschungel kämpfen muss...

Die Handlung hat mir im großen und ganzen recht gut gefallen und gelangweilt habe ich mich nicht, aber bei den Personen muss man einige Abstriche machen - sie sind ein wenig zu einfach gestrickt und ziemlich nervig. Jake erzählt sich im ersten Drittel des Buchs in Gedanken zahlreiche Blondinenwitze - leider nicht mal besonders neue - und Allie, die angeblich so unglaublich clever sein soll, lässt Beweise dafür leider vermissen. Impulsiv und unüberlegt beschreibt ihre Person eher. Eine nette Nebenhandlung gibt es mit Allies Kollegin, die daheim in San Diego die Suche nach ihr niemals aufgibt und dabei einem ermittelnden Polizisten näher kommt. Was mich auch genervt hat, waren zahlreiche kleine Fehlerchen, so heißt es z.B. laufend ‚curazón‘ statt ‚corazón‘ - da hätte ein Blick in ein Wörterbuch sicher gut getan, wenn man schon meint, mit spanischen Begriffen um sich schmeissen zu müssen. Die Bösen - Russe wie Südamerikaner - sind allesamt wandelnde Klischees, die man aus zahlreichen Fernsehserien kennt. Schade - wäre sicher mehr drin gewesen.

Review von Ina D., 06.07.2002

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