"Das Eiskind"

Autorin: Elizabeth McGregor

Originaltitel: The Ice Child

Verlag: Blanvalet (erscheint am 20.02.02)

ISBN: 3-7645-0122-7

Preis: Euro 22,90

Bewertung: 4.0

Jo Harper ist Reporterin und um eine Reportage zu schreiben, muss sie das Thema mit dem sie sich befassen soll, auch richtig interessieren. Als sie daher zum ersten mal von Douglas Marshall hört und das der berühmte Forscher vermisst wird, hat sie keine Lust die Story zu übernehmen. Absolut nichts reizt sie an dem Thema. Ihre Freundin jedoch überzeugt sie davon, den Fall zu recherchieren. Und bald erfährt Jo, das Douglas Marshall, ein berühmter Archäologe, sich seit Jahren mit der legendären Franklin-Expedition befasst, die 1845 aufbrach, die Nord-West-Passage zu erforschen und bei der alle Männer starben.

Die Geschichte um die Franklin-Expedition beginnt auch Jo in den Bann zu ziehen, aber als sie versucht näheres über Douglas Marshall herauszufinden, stößt sie auf eine Mauer aus Schweigen. Seine Frau will nicht mit ihr reden, der Sohn scheint eh eine komische Beziehung zum Vater zu haben und ansonsten kümmert es niemanden, das er im Eis als verschollen gilt. Kurze Zeit darauf wird er jedoch lebend gefunden und Jo trifft den charismatischen Mann zum ersten Mal. Sie schreibt eine Reportage über ihn und seine Arbeit und es bleibt nicht aus, das die beiden sich trotz des großen Altersunterschiedes ineinander verlieben. Das Leben könnte gar nicht schöner sein. Kurz darauf jedoch, als Jo und Douglas heiraten will, kommt er bei einem Unglück ums Leben.

Zwei Jahre später, als Jo glaubt ihr Leben wieder im Griff zu haben, schlägt jedoch das Schicksal noch einmal grausam zu und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

"Das Eiskind" ist wirklich eine ungewöhnliche und fesselnd geschrieben Geschichte, jedoch muss ich fairerweise sagen, das ich solche dramatischen Romane normalerweise nicht lese. Daher kann ich das Buch nur aufgrund seiner faszinierenden Geschichte bewerten. Die Autorin beginnt praktisch mit dem Ende der Story, um dann in Rückblenden alles zu erzählen. Außerdem gibt es im Buch ständig Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, denn das Schicksal der Franklin-Expedition, wird ebenfalls erzählt. Wer auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Buch ist, kommt an "Das Eiskind" nicht vorbei, denn alles in allem verspricht der Roman ein Bestseller zu werden.

Kritik geschrieben am 05.01.02 von Isolde W.

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