"Süßer wilder Wahn"

Originaltitel: Sweet Madness Mine

Autorin: Elizabeth Ann Michaels

Verlag: Droemer Knaur

Bewertung: 4.5

 

Nordengland Anfang des 19. Jahrhunderts

Evan Foxworth tritt sein Erbe als neuer Earl von Dedrick an. Beim Inspizieren seines geerbten Besitzes begegnet er in dem an seiner Grundstücksgrenze gelegenen Wald einer jungen, schönen Einsiedlerin. Es ist wie ein Schock, als er in ihr sofort die junge Frau wiedererkennt, die ihm vor zwei Jahren nach der Schlacht von Waterloo, als er aufgrund einer schweren Verletzung mit dem Tode gerungen hat, in seinen Fieberträumen erschienen ist und seitdem zum ständigen Begleiter seiner Träume wurde.

Kaitlin, die junge Einsiedlerin, hatte an ihrem Verlobungstag vor zwei Jahren plötzlich die dunkle Männerstimme eines Sterbenden gehört und wurde deshalb von ihrer Familie als wahnsinnig erklärt, verstoßen und zu einem Leben in Einsamkeit verdammt. Auch sie erkennt in Lord Evan sofort die Stimme wieder, der sie dieses Schicksal zu verdanken hat.

Beide fühlen sich wie durch ein unsichtbares Band zueinander hingezogen. Evan ist wie besessen von Kaitlin und ist fest davon überzeugt, daß sich das Schicksal, das vor zwei Jahren auf dem Schlachtfeld von Waterloo seinen Lauf nahm, nun erfüllen soll. Sein anfangs rein körperliches Verlangen nach Kaitlin schlägt bald in viel tiefere Gefühle um und er möchte sie für sich gewinnen. Doch Kaitlin ist nicht mehr frei. Als Evan dies erfährt, bricht für ihn ein Welt zusammen. Er ist wild entschlossen, Kaitlins Scheidung zu erwirken - und dies erst recht, nachdem er seit der ersten Liebensnacht mit ihr weiß, daß die Ehe nie vollzogen wurde und daß ihr diese Ehe zu einem Zeitpunkt aufgezwungen wurde, als Kaitlin bereits als wahnsinnig galt.

Doch bis zum Happy-End ist es noch ein weiter Weg.

Dieser Roman ist so wie sein Titel - nämlich wahnsinnig süß und herzerwärmend, dabei jedoch voller Dramatik und Sinnlichkeit. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als mit den beiden liebenswürdigen Helden von Seite zu Seite mitzufühlen und mitzuleiden und ihnen das glückliche Ende von Herzen zu gönnen.

Kritik geschrieben am 23.03.00 von Yvonne S.

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