"Vivaldis Annina - Ein Roman aus Venedig"

Autor: Hans-Ulrich Mielsch

Verlag: KiWi-Paperback, 2001, 317 S.

ISBN: 3-462-03047-7

Bewertung: 4.0

Venedig; im 18. Jahrhundert: Antonio Vivaldi, berühmter Komponist, Dirigent, Impresario des Teatro Sant' Angelo und gleichzeitig Priester, ist auch am Ospedale della Pieta, einer Art Klosterschule für Waisenmädchen, die als Sängerinnen und Musikerinnen ausgebildet werden, tätig. Doch auch einige Töchter vornehmer Familien kommen zum Unterricht, so auch die junge Anna Giro, die eine außergewöhnliche Stimme besitzt. Vivaldi ist von Anna sogleich fasziniert - sie ist die Sängerin, auf die er schon lange gewartet hat; er lässt ihr eine besonders sorgfältige Ausbildung angedeihen, und verhilft ihr zu den ersten Opernauftritten im Teatro Sant' Angelo.

Anna, die einen unaufhaltsamen Aufstieg an Venedigs Opern- und Konzerthimmel erlebt, und von den Intrigen neidischer Kolleginnen nicht verschont bleibt, gerät, was ihr Gefühlsleben anbelangt, immer mehr in Bedrängnis: sie trifft auf den ernsten, literarisch gebildeten Grafen Landi, in den sie sich bald zu verlieben glaubt; andererseits hegt sie schwärmerische Gefühle für Vivaldi - hängen diese nur mit ihrer gemeinsamen Auffassung von Musik zusammen oder ist mehr dahinter? Dann gibt es noch den Nachbarsjungen und Musiker Luigi, der Anna bei ihren Konzerten öfter begleitet hat - diesen sieht sie jedoch eher als Bruder an. Wie bringt Anna es fertig, sich über ihre widersprüchlichen Gefühle klar zu werden?

Interessanter, unterhaltsamer, stimmungsvoll geschriebener Roman, der gleichzeitig sehr viel Hintergrundinformationen über die damalige Musik- und Opernwelt und die Geschichte Venedigs auf leichte Art und Weise vermittelt.

Review von Sabine R. 28.12.2001

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