Karen Marie Moning Review Page (1)

|| Im Zauber des Highlanders || Der unsterbliche Highlander || Der dunkle Highlander || Das Herz eines Highlanders (Angela S.) || Zauber der Begierde (Angela S.) || The Dark Highlander || Küss mich, Highlander || Kiss of the Highlander || The Highlanders Touch || Zauber der Begierde (Isolde) || To Tame a Highland Warrior || Beyond the Highland Mist ||

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"Im Zauber des Highlanders"

Amerikanische Originalausgabe: Spell of the Highlander
Verlag: Ullstein, 2006
ISBN: 3-548-2600-2
Genre: Paranormal
Bewertung: 5.0

Dieses Buch bekommt von mir schon alleine die höchste Bewertung, weil es von Karin Marie Moning und es aus ihrer genialen Highlander-Zeitreise-Serie ist! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte es innerhalb ein paar Stunden fertig gelesen - jetzt warte ich wieder sehnsüchtig auf die Übersetzung des nächsten Teils.

Zum Inhalt: Jessis ganzes Leben dreht sich nur um ihre Arbeit. Als sie eines Abends für ihren Chef ein Packet entgegennehmen soll, beginnt das ganze Abenteuer. In diesem Paket befindet sich ein ca. 10.000 Jahre alter Spiegel, in dem Cian McKeltar (ein Vorfahrer der McKeltar-Zwillingen, die wir in den früheren Bänden schon kennen gelernt haben) seit über 1100 Jahren von seinem Feind Lucan gefangen gehalten wird. Dieser Spiegel wurde Lucan gestohlen und er benötigt ihn dringend zurück, da er alle 100 Jahre an ein Tribut an den Spiegel zu entrichten hat und sich somit seine Unsterblichkeit sichert. Lucan schreckt vor nichts zurück und bringt alle um, die ihm im Weg stehen und von dem Spiegel wissen.

Cain bietet ihr seinen Schutz an, wenn sie ihn im Gegenzug aus dem Spiegel befreit. (Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass beide vom ersten Moment an sich leidenschaftlich zueinander hingezogen fühlen...) Er will Rache an Lucan üben, für das, was er ihm angetan hat. Mit einem bestimmten Zauberspruch kann Jessi Cain für ein paar Stunden am Tag aus dem Spiegel zu befreien.

So beginnt eine gefährliche abenteuerliche Flucht nach Schottland, wo wir auch alte Bekannte wieder sehen. Cian möchte Lucan nur so lange entkommen, bis der Tag des Tributs abgelaufen ist... Aber was wird an diesem Tag geschehen, wenn das Tribut nicht bezahlt wird??? Mehr werde und will ich nicht verraten. Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Es ist zwar nicht ganz so gut wie die anderen Bücher von ihr - aber dennoch ein absolutes MUSS! Es ist spannend und es verbindet die beiden Hauptcharaktere eine leidenschaftliche - aussichtslose? - Liebe. Es ist wie die andern Bücher von ihr sehr fesselnd. Also: Kaufen! Kaufen! Kaufen! Es lohnt sich :o)

Geschrieben von Yvonne T. am 19.11.06

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"Der unsterbliche Highlander"

Verlag: Ullstein Verlag, Juni 2005
Originaltitel: The Immortal Highlander (erschienen 2004)
ISBN: 3-548-26188-4
Preis: 8,95 EUR
Bewertung: 4.5

Endlich es er da! Der Roman über Adam Black.

Adam Black ist von seiner Königin bestraft worden und muss für unbestimmte Zeit als Mensch leben. Ein Problem gibt es aber doch, denn für seine Mitmenschen bleibt er unsichtbar. Man kann ihn nicht sehen oder gar spüren

Doch halt! Ein Mensch kann ihn sehen. Die Jurastudentin Gabrielle O’Callaghan stammt von einer langen Reihe von Seherinnen ab. Sie wurde von ihrer Großmutter großgezogen, die sie seit frühester Kindheit davor gewarnt hat, ein Feenwesen wissen zu lassen, dass sie es sehen könne. So versucht sie alles, damit auch Adam nichts bemerkt, dem sie zufällig begegnet und der sie mit seinem Aussehen magisch anzieht.

Aber Adam bemerkt es doch und lässt deshalb den scheinbar einzigen Menschen, der ihn sehen kann, nicht so einfach entkommen. Er spürt Gabrielle auf, die geflohen ist, folgt ihr zu ihrem Haus und nistet sich dort ein. Die sexuelle Spannung zwischen den beiden ist fast greifbar, doch Gabrielle gibt nicht nach. Und Adam hat sich noch nie einer Frau mit Gewalt aufgedrängt. Er versucht lieber, Gabrielle zu verführen.

Da er seinen Sohn Circenn nicht finden konnte, bittet Adam Gabrielle um ihre Hilfe. Nachdem ihm bewusst wurde, dass er auch die Feenwesen nicht mehr sehen kann, soll sie Kontakt zu einem der Feenwesen in der Stadt aufnehmen, damit Adam eine Verbindung zur Königin herstellen kann. Er will sein Kräfte wieder haben. Gabrielle, die eigentlich nur ihre Ruhe will, stimmt schließlich zu.

Bei diesem Versuch wird den beiden klar, dass es bei den Feen einen Verräter gibt, der die verbannten Jäger freigelassen und auf Adam gehetzt hat. Der Verräter hat vor, die Königin zu stürzten. Und das müssen Adam und Gabrielle irgendwie verhindern.

Wunderschön. Faszinierend. Ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen. Erneut eine gelungene Mischung aus Übersinnlichem und Erotik. Obwohl ich doch zugeben muss, dass es nicht sooooo oft erwähnt werden musste, wie gut aussehend, sexy, unwiderstehlich und überhaupt anziehend Adam ist.

Geschrieben von Karin M. am 10.06.2005

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"Der dunkle Highlander"

Originaltitel: The Dark Highlander
Verlag
: Ullstein

ISBN: 3548258441
Preis: 8.95 EUR
Bewertung: 4.5

Chloe Zanders, eine Antiquitäten Liebhaberin und Besitzerin eines Masters in Geschichte des Altertums, arbeitet im Museum The Cloisters in New York. Chloes Chef zwingt sie mehr oder weniger dazu das Buch der "Manannan" für eine gewisse Zeit einem großzügigen Kunden zu überlassen und persönlich zu überbringen. Chloe sträubt sich dagegen so wertvolle und geschichtsträchtige  Beweisstück an an einen Fremden auszuleihen, der die Artefakte vielleicht mit "Fettflecken" übersähen könnte. Da sie auf den Job angewiesen ist, bleibt ihr nichts anders übrig, als sich auf den Weg zu machen, um das Buch abzuliefern.

Als sie in der Luxuswohnung von Mr. MacKeltar steht, vergisst sie ihr Vorhaben das Buch abzuliefern und sofort wieder zu verschwinden denn ihr Aufmerksamkeit gilt nur noch den schottischen Breitschwertern und anderen Schätzen die in der Wohnung versammelt sind. Chloe streift durch die Wohnung und landet schließlich im Schlafzimmer. Fasziniert von dem riesigen Bett, sieht sie zufällig ein Buch unter der Matratze hervorlugen, das als gestohlen gemeldet wurde. Sie kriecht unters Bett und wird von Mr. MacKeltar erwischt.

Dageus MacKeltar fesselt sie, da sie zu viel weiß und auf keinen Fall  fliehen darf. Die zwei einigen sich schließlich so weit, dass Chloe ihm hilft die Schriften zu übersetzen, bis Dageus gefunden hat wonach er sucht und dann die Bücher zurückgibt. Dageus Seele wurde von 13 bösen Wesen in Besitz genommen, die nur darauf warten, dass Dageus seinen inneren Kampf gegen sie aufgibt um ihn ganz einzunehmen. Dageus merkt, dass seine Zeit knapp wird und er erhofft sich Informationen über die 13 Wesen in Mittelalter zu finden, da ihm die übrig gebliebenen Informationen der heutigen Zeit nicht reichen.

Dageus wurde vor 500 Jahren verflucht, nachdem sein Bruder Drustan, der  sich in einen tiefen Schlaf hatte versetzen lassen, um von seiner Frau 500 Jahre später erweckt zu werden, bei einem Feuer  starb. Dageus drehte die Zeit zurück, rettete Drustan und opferte sich somit. Als Strafe nahmen die 13 bösen Wesen  einen Großteil seiner Seele in Anspruch. Also beschließt Dageus Chloe, in der er seinen wahre Lebensgefährtin erkennt, mit ins Mittelalter zurück zu nehmen. Ob die zwei sich finden werden und ob Dageus den Kampf gegen die 13 bösen Wesen gewinnt, will ich an der Stelle nicht verraten. :-)

Dies ist der Nachfolgeromane von "Die Liebe des Highlanders", in dem es um Dageus Bruder Drustan geht. Ich kann beide Romane absolut empfehlen und hoffe, dass noch weitere gute Bücher von der Autorin veröffentlicht werden.

Reviewed von Monika H. am 17.08.04

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"Das Herz eines Highlanders"

Originaltitel: To Tame a Highland Warrior
Verlag: Ullstein
Bewertung: 3.0
Genre: Historical

Grimm Roderick, mit wirklichem Namen Gavrael McIllioch, ist ein Berserker,  d.h. halb Mensch und halb Tötungsmaschine. Diese verliehene Kraft durch den
Wikingergott Odin versucht er mit aller Macht zu beherrschen und vor anderen geheim zuhalten. Eines Tages erhält er vom Clanführer Gibraltar St.Clair die Nachricht, um  dessen Tochter Jillian Willen zurückzukommen. Die Familie St.Clair nahm Grimm als 14jährigen Jungen bei sich auf, als sie ihn verwildert und allein in den Wäldern fanden. Diese waren seine neue Heimat geworden, nachdem der Clan der McKanes seine Familie und sein Dorf zerstört hatten. Bei Jillian fand er nicht nur Zuwendung, sondern die tiefe und wahre Liebe. Aus Furcht, dass Jillian ihn abweisen würde, sobald sie von seiner wahren Identität als Berserker erfahren würde, verließ er den Hof der St.Clairs. Jedoch gab er ihrem Vater Gibraltar das Versprechen, immer für Jillian da zu sein, sobald seine Hilfe benötigt würde.

Nun war er in dieser Pflicht, die umso schwerer ausfällt, da Jillian inzwischen zu einer schönen und anmutigen Frau herangewachsen ist. Zudem sieht es so aus, als hätte Gibraltar ihn zusammen mit zwei anderen schottischen Fürsten dazu ausersehen, um Jillian zu werben. Grimm versucht, Jillian davon zu überzeugen, dass es das Beste wäre, wenn sie einen der beiden anderen Fürsten heiraten würde. Allerdings hat er diese Rechnung ohne Jillian gemacht.

Dieses Buch bildet den 2. Teil des vorhergehenden Romans "Zauber der Begierde" von Karen Marie Moning. Da mich der erste Band nicht überzeugen konnte, waren meine Erwartungen eher gering. Leichte Liebesgeschichten mit gutem Ende und viel Romantik sind gut für die Seele und lassen den Alltag für ein paar Stunden der Entspannung vor der Tür. Wenn ich mich als Leserin darauf einlasse, erwarte ich die "besinnliche Sprache" der Liebe.

Es mag vordergründig an der Sprache oder Übersetzung mit starker Tendenz zum  Kitsch liegen, dass auch dieses Buch keinen großen Anreiz bietet, in der Geschichte zu "versinken".  Vor allem auch das Moderne der sprachlichen Formulierungen z.B. in den Wortgefechten der beiden Hauptfiguren haben der im Mittelalter spielenden  Geschichte ein Stück Glaubwürdigkeit und Seele genommen. Aber: Die Liebesgeschichte, die erzählt wird, erhält vor allem durch die integrierte Berserker-Legende ein Mehr an Romantik und Fantasie. Die gute Darstellung lässt den Leser mitnehmen auf eine mystische Reise. Gern möchte man der Aussage am Ende des Buches glauben: "Die Legende kündet davon, dass die Berserker unter uns sind ... noch heute."

Will man einfach nur dem Alltag flüchten und ein amerikanisches "Happy End" versetz mit einer Prise an Mystik genießen, wird in dieser Geschichte vielleicht seinen Anspruch befriedigt finden. Ich persönlich hatte mir mehr erhofft.

Kritik geschrieben von Angela S., 31.10.2002

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"Zauber der Begierde"

Originaltitel: Beyond the Highland Mist
Verlag: Econ Ullstein List
ISBN: 3-548-24890-X
Bewertung: 2.5
Genre: Time Travel

Die Königin des Feenvolkes erzählt ihrem Mann von dem Earl of Dalkeith, genannt Hawk, der der beste und schönste Liebhaber Schottlands sein soll. Der König, rasend vor Eifersucht, entscheidet, dass der Earl unschädlich gemacht werden muss. Dem Hawk kann keine Frau widerstehen. Es hat auch keine geschafft, sein Herz zu erobern. Sein Freund Grimm äußert in einer Sternschnuppennacht den Wunsch, Hawk möge einer Frau begegnen, die nicht nur schön, sondern auch in Geist und Verstand ihm gewachsen, seinem Charme gegenüber jedoch unempfindlich ist. Die beste Ausgangssituation für den Feenkönig, der daraufhin gemeinsam mit seinem Hofnarr Adam einen Plan schmiedet...

Adrienne de Simone, eine junge hübsche Frau aufgewachsen in der magischen und abergläubischen Stadt New Orleans der Gegenwart hasst schöne, starke Männer. Von eben dieser Sorte Mann mit niederem Charakter ist sie vor kurzem aufs schmerzlichste betrogen und tief verletzt worden.

Ohne, dass sie sich die Dinge erklären kann, findet sie sich urplötzlich im 16. Jahrhundert wieder. Sie wird gezwungen, Hawk zu ehelichen. Adrienne, sich mit dem scheinbar Unvermeidlichen abfindend, muss alle Kraft aufbringen und sich hinter Abwehr verstecken, um diesem perfekt aussehendem Mann mit Tiefe und Leidenschaft widerstehen zu können. Auch Hawk ist tief erwachenden Gefühlen ausgeliefert und muss entgegen sonstigen Gewohnheiten um die Frau werben. Da ist aber auch noch der Feennarr, der ebenso schön und leidenschaftlich wie Hawk um Adrienne wirbt. Zwischen den beiden beginnt ein Kampf um Adriennes Gunst.

Dieses Buch hatte eigentlich alles, woraus sich eine guter Roman entwickeln  lässt: Fantasieelemente, das malerische Schottland mit seinen Legenden und Mythen, Historisches mit einbezogener Gegenwart vor dem Hintergrund einer Liebesgeschichte.

Der Leser erhält eine leichte Geschichte, die nur einen Hauch an mystischer Fantasie zulässt und historische Hintergründe ohne gründliche Recherche (und Wahrheitsgehalt) oberflächlich berührt. Der Autorin lag nicht daran, die Mythen und Legenden oder Schottland dem Leser nahe zubringen. Vielmehr steht eine seichte Liebesgeschichte im Vordergrund, deren Verlauf im Beginn schon feststeht und aufgrund der Sprache völlig der Romantik, der Seele beraubt wird. Sie verliert sich so sehr im Kitsch, dass sich das Interesse an diesem Buch sehr schnell verliert.

Es gab nur einige wenige Momente des Schlagabtausches zwischen den  Geschlechtern, die die Autorin mit Humor und Witz beleben konnte, jedoch
nicht grundlegend die Qualität anhob. Als originell sei hier noch der neue Aspekt der Zeitreise genannt. Lediglich für diejenigen, die Liebesgeschichten mit einer stark kitschigen Sprache ohne große inhaltliche Ansprüche lesen wollen, mag dieses Buch einen Unterhaltungswert besitzen.

Kritik geschrieben von Angela S., 31.10.2002

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"The Dark Highlander"

Amerikanische Originalausgabe: Oktober2002
Verlag: Dell Publishing
ISBN: 0-440-23755-6
Genre: Paranormal/TimeTravel
Bewertung: 5.0

Chloe Zanders, Spezialistin für mittelalterliche Waffen, Antiquitäten und Schriften arbeitet für ein New Yorker Museum und bekommt eines Tages den Auftrag, ein wertvolles keltisches Buch dem wohlhabenden mysteriösen Dageus MacKeltar leihweise auszuhändigen. Aber nicht Interesse an Geschichte treiben Dageus, in Wahrheit ein schottischer Krieger aus dem 16. Jh. und aus einer Familie von Druiden stammend, an. Er sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, einen auf ihm lastenden Fluch abzuwenden, den er auf sich zog, als er einen heiligen Eid dem Feenvolk Tutha dé Danaan gegenüber brach. Er sah keine andere Möglichkeit, um das Leben seines Zwillingsbruders Drustan zu retten, aber der Preis dafür war, dass er nun gegen die Verlockung der dunklen Seite der Magie, in Form der Seelen von 13 abtrünnigen Druiden kämpfen muss - ein Kampf, der tagtäglich schwieriger wird.

Als die hübsche Chloe das Buch zu Dageus bringt und der gerade nicht zuhause ist, gibt sie ihrer größten Schwäche - ihrer Neugierde - nach und untersucht alle keltischen Gegenstände in der luxuriösen Wohnung hemmungslos. Gerade als sie einige wertvolle keltische Schriften entdeckt, die als gestohlen gelten, kehrt Dageus zurück und weiß genau, dass er weitere Komplikationen im Augenblick nicht gebrauchen kann. Daher hält er sie kurzerhand in seinem Penthouse über Manhattan gefangen. Unwiderstehlich angezogen von dem charismatischen, dominierenden Mann gerät sie immer tiefer in seinen Bann und auch er will sie nicht recht wieder gehen lassen. Schließlich überredet er sie, ihm zu helfen, weitere Manuskripte zu finden und zu übersetzen - in seiner Heimat Schottland!

Wunderschön und märchenhaft ist auch diese Fortsetzung von 'Kiss of the Highlander'. Der gequälte, verzweifelt um seine Seele kämpfende Dageus und die liebenswerte neugierige Chloe sowie die knisternde Atmosphäre zwischen beiden machen diese Geschichte von K. M. Moning wieder zu einem unvergleichlichen Lesevergnügen, dass nur wieder viel zu bald vorbei ist.

Review von Ina D., 12.09.2002

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"Küss mich, Highlander!"


Originaltitel: The Highlanders Touch
Verlag: Ullstein
ISBN: 3-548-25396-2
Preis: 5,95 €
Erschienen: 1. Auflage 2002
Bewertung: 5.0

Der schottische Krieger Cercinn lebt in einer von uralten gesetzten und zeitloser Magie bestimmten Welt. Aber selbst unsterbliche Kräfte haben ihn nicht auf die junge Frau aus der Zukunft vorbereiten können, die plötzlich vor ihm steht. Ein Wink des Schicksals hat sie 700 Jahre in der Zeit zurückgeschickt, um Cercinn mit ihrer Schönheit in Versuchung zu führen und in ihm ein Verlangen zu wecken, das niemals gestillt werden kann. Denn diese Frau, die er so leidenschaftlich besitzen will, hat er einst zu zerstören geschworen...

Cercinn soll auf die Phiole der Elfen aufpassen, verliert diese aber. Adam Black, der schwärzeste aller Elfen, taucht unversehens bei ihm auf und ist mehr als nur empört über diesen Verlust. Cercinn beruhigt ihn, in dem er ihm mitteilt, er hätte die Phiole verwünscht. Derjenige, der sie als erstes berührt, wird mit samt der Phiole vor ihm erscheinen. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis er sie wieder in Händen hält. Adam ist beruhigt, fragt Cercinn aber spöttisch ob er dieses mal an alles gedacht hätte, da bei seinen letzten Verwünschungen einiges daneben gegangen wäre. So lässt er Cercinn schwören, den Überbringer der Phiole zu töten und dieser willigt ein. Nicht ahnend, das das Schicksal ihm seine schwerste Prüfung auferlegt.

Die Phiole wird erst in unserer Zeit wiedergefunden. Die junge Lisa, die in einem Museum als Raumpflegerin arbeitet, sieht das Kästchen welches die Phiole enthält auf dem Schreibtisch ihres Chefs. Von ihrer Neugierde getrieben, öffnet sieden Kasten und ergreift die Phiole um plötzlich vor einem schottischen nackten Krieger zu stehen der gerade ein Bad nimmt, Cercinn. Wird er seinen Schwur erfüllen und sie töten? Adam hat jedenfalls ein Auge darauf und spielt sein eigenes Spiel!

Wieder ein hervorragender Roman von K.M. Moning. Ich habe jede Seite regelrecht verschlungen und konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Aus meiner Sicht, würde ich nicht dazu raten, das Buch in einem Raum mit vielen Menschen zu lesen. Es könnte zu verwunderten Blicken und hochgezogenen Augenbraunen der Umstehenden führen. Ich musste oft lauthals lachen, wenn Cercinn und Lisa ihre Dispute ausgetragen haben und ein Grinsen zierte mein Gesicht, wenn Cercinn seine Verführungskünste spielen lässt. Apropos Verführungsszenen, diese sind wieder exellent gelungen. Wie gern wäre man da die Sahne auf Cercinns Löffel. Mehr verrate ich aber dazu nicht, eure Phantasie soll sich schließlich selbst ein wenig anstrengen. Zuletzt muss ich noch auf Adam eingehen. Ich liebe diesen Charakter. Ich weiß immer nicht ob ich fasziniert sein soll oder in dahin wünschen soll, wo der Pfeffer wächst. Es wäre zu wünschen, das K.M. Moning sich seiner erbarmt und ihm ein Buch widmet. Ob er ihr wohl den Text Korrektur liest?

Fazit, ein Buch das man gelesen haben sollte!

Kritik geschrieben am 10.07.02 von Maren W.
 

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"Kiss of the Highlander"

Deutscher Titel: Die Liebe des Highlander (07/2003 bei Ullstein)
Amerikanische Originalausgabe:
September 2001
Verlag: Dell Publishing
Bewertung: 5.0

Nach Karen Marie Monings erstklassigem dritten Roman "The Highlander´s Touch" durfte man gespannt sein auf ihr viertes Buch. Würde es ihr gelingen, eine ähnlich gute Geschichte zu schreiben? Und wahrhaftig, sie enttäuscht ihre Fans nicht.

Gwen Cassidy, eine rational denkende, hochintelligente amerikanische Physikerin begibt sich auf eine Urlaubsreise nach Schottland, um für eine Weile aus ihrem eintönigen Leben auszubrechen und vielleicht so ganz nebenbei endlich ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, denn immerhin ist sie bereits 25. Mit allem hatte sie gerechnet, nur nicht damit, dass sie bei einer Wanderung durch die schottischen Highlands in eine schmale Felsspalte stürzen und in einer Höhle auf einem schlafenden Riesen landen würde, dem verführerischsten Mann, den sie jemals zu Gesicht bekommen hat. Und irgendwie hatte sie es auch geschafft, ihn dabei aufzuwecken. Was sie jedoch nicht weiß - sie hat einen Mann aus dem 16. Jahrhundert vor sich.

Drustan McKeltar, Oberhaupt eines mächtigen schottischen Clans, wurde vor nahezu fünfhundert Jahren mittels eines uralten Zaubers zu ewigem Schlaf verdammt, tief versteckt in einer unzugänglichen Höhle. Er staunt nicht schlecht über die eigenartig gekleidete, bezaubernde junge Frau, die ihn geweckt hat, doch ihn trifft halb der Schlag, als er feststellen muss, dass er sich im 21. Jahrhundert befindet. In tiefster Sorge, wer ihn verzaubert hat und warum und was aus seinem Clan geworden ist, macht er sich sofort auf den Weg zu seinem Familiensitz, wobei er Gwen auf reichlich unfeine Art zwingt, mit ihm zu gehen, denn ihm ist klar, dass er sich ohne ihre Hilfe in der ihm völlig fremden Welt absolut nicht zurechtfinden würde. Außerdem hat er nach dem ersten Kuss das dringende Verlangen, diese Frau nie wieder loszulassen und beide fühlen die knisternde Spannung zwischen ihnen. Gwen hält ihn anfangs schlichtweg nur für verrückt, doch seiner charismatischen männlichen Ausstrahlung kann sie nicht lange widerstehen und Drustan geht es da nicht anders.

Als sie endlich den Stammsitz der McKeltar erreichen, stehen sie vor einer Ruine. Drustan ist erschüttert, denn es ist offensichtlich, dass sein Clan ausgerottet wurde und seine Verzauberung etwas damit zu tun hat. Für ihn steht fest, er muss zurück ins 16. Jahrhundert, um seinen Clan zu retten. Da er ein Abkomme des einzig wahren Druidenvolkes ist, das die wirkliche Bedeutung der Steinkreise kennt, weiß er auch den Weg zurück. Jedoch ist er nicht bereit, Gwen zurückzulassen. Die beiden verbringen eine leidenschaftliche Liebesnacht, bevor Drustan mit den Riten für die Rückführung beginnt. Gwen weiß allerdings bisher immer noch nicht, was er vorhat und schon gar nicht, dass Drustan sie ins 16. Jahrhundert mitnehmen will, denn mittlerweile liebt er dieses eigensinnige Frauenzimmer. Leider macht Drustan bei der Rückführung einen Fehler und Gwen findet sich plötzlich mutterseelenallein im 16. Jahrhundert wieder, direkt vor dem Castle der McKeltar. Aber der Drustan, dem sie dort begegnet, kann sich an sie nicht mehr erinnern und hält sie für eine Verrückte, der er kein Wort glaubt. Gwen sieht sich vor der fast unlösbaren Aufgabe, den McKeltar-Clan retten und gleichzeitig um ihre verlorene Liebe kämpfen zu müssen. Drustans Vater Silvan, die Haushälterin Nell und auch Drustans Zwillingsbruder Dageus haben die reichlich eigenartig wirkende Gwen schnell in ihr Herz geschlossen. Gwens ganzer Einfallsreichtum ist gefragt und letztendlich hat sie Erfolg, doch der ist nur von kurzer Dauer, denn wieder schlägt das Schicksal unbarmherzig zu.

Wertung:

Karen Marie Moning hat in diesen Roman wieder ihre ganze Phantasie einfließen lassen. Die Haupt- und Nebencharaktere sind sympathisch, keine fehlerlosen Überhelden. Die Geschichte ist flüssig und nachvollziehbar geschrieben, gespickt mit witzigen Szenen und sehr viel Sinnlichkeit. Und außerdem ist das Buch die reinste emotionale Achterbahnfahrt.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, einige Fragen bleiben offen, deren Beantwortung wir erst im Folgeroman "Dark Highlander" finden werden ­ die Geschichte von Drustans Zwillingsbruder Dageus, auf die wir aber leider noch bis Herbst 2002 warten müssen.

Review von Yvonne S. 09.09.2001
 

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"The Highlanders Touch"

Deutscher Titel: Küss mich, Highlander (06/2002 bei Ullstein)
Amerikanische Originalausgabe: von November 2000
Verlag: Dell Publishing
Bewertung: 5.0
Genre: Time Travel/Paranormal

Karen Marie Moning liebt Geschichten mit paranormalem Touch und diese Grundidee setzt sie auch in ihrem dritten Roman um. In diesem Buch ist der paranormale Faktor jedoch nicht nur angedeutet, sondern sie hat eine gekonnte Kombination aus Timetravel und Paranormal geschaffen. Außerdem mischt in diesem Roman mal wieder Adam Black, bestens bekannt aus "Beyond the Highland Mist" ("Zauber der Begierde") die Karten.

Schottland 14. Jahrhundert

Circeen Brodie ist ein über fünfhundert Jahre alter schottischer Hochlandkrieger. Von Adam Black, dem schwärzesten aller Elfen, zu einem Unsterblichen gemacht und ausgestattet mit übernatürlichen Fähigkeiten wurde er dazu auserkoren, die heiligen Insignien des Templer-Ordens zu hüten. Leider ist eine diese Insignien, ein Flakon mit einer geheimnisvollen Flüssigkeit, abhanden gekommen. Circeen hatte diesen Flakon jedoch mit einem Fluch belegt, daß wer immer ihn finden und berühren sollte, samt dem Flakon zu ihm zurückgebracht wird. Adam Black läßt Circeen überdies schwören, den Überbringer des Flakons sofort zu töten.

Gefunden wird die Schatulle mit dem Flakon erst im Schottland des 21. Jahrhunderts und landet in einem Museum in Amerika,  in dem Lisa Stone als Putzfrau arbeitet. Lisa, deren Zukunftsaussichten durch einen Autounfall ihrer Eltern, bei dem ihr Vater ums Leben kam und ihre Mutter zum Krüppel wurde, völlig zerstört wurden, versucht mit Gelegenheitsjobs sich und ihre an Krebs im Endstadium leidende Mutter über Wasser zu halten. Bei ihrer nächtlichen Putzarbeit im Museum findet sie im Büro des Direktors eine geheimnisvolle Schatulle, die sie neugierig öffnet und den darin befindlichen Flakon in die Hand nimmt.

Von einer Minute auf die andere findet sie sich im Schlafzimmer eines nackten, furchteinflößenden schottischen Hochlandriesen wieder, der mehr als erstaunt über die plötzlich aufgetauchte, langbeinige Schönheit in der eigenartigen Kleidung ist. Lisa erfährt zu ihrem Entsetzen, daß sie um sieben Jahrhunderte zurückversetzt wurde und obendrein als Überbringerin des Flakons getötet werden soll. Viel zu selbstbewußt und unabhängig, um sich kampflos in ihr Schicksal zu fügen, setzt sie sich zur Wehr und schreckt auch vor Handgreiflichkeiten nicht zurück. Doch sie muß sehr bald einsehen, daß es für sie kein Zurück gibt und so versucht sie, sich dem mittelalterlichen Leben anzupassen, obwohl die Sorge um ihre Mutter immer bleiben wird.

Circeen seinerseits denkt nicht daran, seinen Schwur einzulösen und Lisa zu töten, denn er erliegt sehr schnell der Faszination dieser eigenwilligen und selbstbewußten Frau. Um sie zu schützen, wird sie kurzerhand als Cousine des Schottenkönigs Robert the Bruce ausgegeben, der diesen "Kuhhandel" akzeptiert, nachdem er Circeen sowieso noch einen Gefallen schuldig ist. Leider geht er in seiner Rolle als "königlicher Cousin" soweit, Lisa und Circeen miteinander zu verloben, wovon die beiden zuerst überhaupt nicht begeistert sind.

Doch je mehr Zeit Lisa und Circeen miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich, erliegen sie mehr und mehr der sinnlichen Ausstrahlung des anderen. Nach ihrer ersten Liebesnacht sind sie zusätzlich durch ein mentales Band miteinander verbunden und Lisa spürt mehr denn je, daß Circeen ein Geheimnis umgibt. Kurz bevor er in die berühmte Schlacht von Bannockburn zieht, kommt sie hinter sein Geheimnis. Doch damit geht es erst richtig los, denn jetzt ist die Stunde des Adam Black gekommen.

Wertung:
Karen Monig ist eine Autorin mit einer außergewöhnlichen Phantasie und mit einer Begabung, diese auch in Worte zu fassen. Mit geschickt plazierten geschichtlichen Details, ungewöhnlichen Handlungsabläufen, sehr sinnlichen Liebesszenen und einem völlig unerwarteten Ende hat sie hier wieder einen sehr lebendigen Roman geschrieben. Obwohl er von mir die Höchstbewertung erhalten hat, kann ich mir vorstellen, daß vielleicht die eine oder andere mit diesem Roman in Bezug auf das Ende und diverse Handlungsabläufe leichte Probleme haben wird. Denn Karen bringt nicht nur ihre eigenen weitschweifenden Phantasien in diese Geschichte ein, sie verlangt auch von der Leserin ein gewisses Maß an Offenheit und Phantasie, um diesen Roman genießen zu können.

Kritik geschrieben am 20.09.00 von Yvonne S.

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"Zauber der Begierde"

Originaltitel: Beyond the Highland Mist
Verlag: Econ Ullstein List
ISBN: 3-548-24890-X
Bewertung: 4.5
Genre: Time Travel

Adrienne de Simone hat gutaussehenden Männern abgeschworen. Die sind doch alle gleich und man kann ihnen nicht trauen. Daher erscheint sie dem Narr des Elfenkönig Finnbheara geradezu perfekt. Denn er sucht eine Frau, die dem umwerfend aussehenden James Lyon Douglas, Earl of Dalkeith widerstehen kann. Der Elfenkönig plant eine kleine Rache, der er meint Hawk, wie der berühmte Krieger genannt wird, hätte seine Königin verführt. Und dafür bringt der Narr Adrienne aus der Gegenwart in die Vergangenheit, denn Hawk lebt in Schottland des 16. Jahrhunderts.

Hawk soll auf das Geheiß des Königs hin ein wirre Jungfer heiraten. Da der König gedroht hat seine Clansmänner zu vernichten, sollte seiner Anordnung nicht Folge geleistet werden, hat der Earl of Dalkeith keine andere Wahl, als dieser Drohung widerspruchslos zu folgen. Wie erstaunt ist er jedoch, als er zum ersten Mal seine Angetraute sieht. Von wegen unansehnlich und verrückt, die bezaubernde junge Frau raubt ihm den Atem. Was Hawk jedoch nicht weiß, die wahre Janet Comyn ist tot und Adrienne muss nun ihre Rolle spielen, da man ihr Leben bedroht hat. Denn als sie in der Vergangenheit ankam, landete sie direkt auf dem Schoß des widerwärtigen Red Comyn, der seine eigene Tochter getötet hat und Adrienne gezwungen hat, an deren Stelle zu heiraten.

Auch Adrienne kann nicht leugnen, das der große Schotte eine gewisse Anziehungskraft auf sie ausübt, aber keinesfalls, das hat sie sich geschworen, wird sie wieder auf die Lügen eines so blendend aussehenden Mannes heranfallen. Das sie dabei den Charakter von Hawk völlig falsch beurteilt, merkt sie erst viel später. Und da gibt es immer noch den Narr Adam Black, der dafür sorgen will, das Hawk seine gerechte Strafe erhält.

Bezaubernder Lesegenuss, ein erstaunlich gut geschriebener Roman. Karen Marie Moning ist eine Autorin die man sich merken sollte. Der Zeitreiseaspekt taucht zwar nicht so oft in der Geschichte auf wie ich mir das gewünscht hätte, trotzdem wird man beim Lesen wunderbar unterhalten.

Kritik geschrieben am 24.06.00 von Isolde W.

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"To Tame a Highland Warrior"

Deutscher Titel: Das Herz des Highlanders (05/2001 bei Ullstein)
Amerikanische Originalausgabe: von 1999
Verlag: Dell Publishing
Bewertung: 4.5
Genre: Historical

Dieser Roman ist die Fortsetzung von Karen-Marie Monings Erstlingswerk "Beyond the Highland Mist" und ist die Geschichte von Grimm Roderick, dem Freund und Vertrauten von Hawk und Adrienne, den beiden Helden aus dem ersten Roman. Grimm Roderick, der eigentlich richtig Gavrael Roderick Icarus McIllioch heißt, hat ein dunkles Geheimnis, das außer ihm nur noch seine engsten Freunde kennen. Er ist ein Berserker – einer jener auserwählten mächtigen Krieger des Wikingergottes Odin, die halb Mensch, halb gnadenlose Tötungsmaschine sind, unverletzbar aber nicht unsterblich.

Eines Tages erhält Grimm eine Nachricht von Gibraltar St. Clair, seinem Ziehvater, bei dem Grimm nach einem Massaker an seiner Familie ein neues Zuhause gefunden hatte. St. Clair fordert Grimm mehr oder weniger dazu auf, mit zwei weiteren mächtigen Kriegern in einen Wettstreit um die Hand seiner dickköpfigen und sturen Tochter Jillian zu treten, die bis jetzt alle potentiellen Ehekandidaten erfolgreich in die Flucht geschlagen hat. Grimm, der sich Jillian schon von Kindheit an auf ganz besondere Weise verbunden fühlt, kommt dieser Aufforderung seines Ziehvaters nach. Jedoch hat er nicht vor, um Jillians Hand zu kämpfen, sondern darüber zu wachen, daß sie den richtigen Mann wählt und keinen Schaden erleidet. Obwohl er Jillian liebt, seit sie zur Frau herangewachsen ist und auch die Jahre der Trennung dieses Gefühl in ihm eher verstärkt als geschwächt haben, gestattet er sich nicht, seinen Gefühlen nachzugeben - aus Angst ihr etwas schlimmes anzutun, wenn der Berserker in ihm erwacht. Deshalb setzt Grimm alles daran, sich bei Jillian unbeliebt zu machen und zu verhindern, daß sie tiefere Gefühle für ihn entwickelt.

Doch Jillian, die Grimm seit dem Tag liebt, an dem er in ihre Familie aufgenommen wurde und nur aus diesem Grund alle Bewerber um ihre Hand abblitzen ließ, denkt nicht daran, sich beirren zu lassen, sondern dreht den Spieß kurzerhand um und kämpft um diesen stolzen und sturen Mann.
 
Doch da gibt es noch den McKane-Clan, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sämtliche Berserker aufzuspüren und zu töten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auch Grimm ausfindig machen und ihm ans Leben wollen. Wieder einmal muß Grimm fliehen. Doch was wird aus Jillian? Denn noch weiß sie nichts von seinem zweiten Ich.

Wertung:
Karen-Marie Monings zweiter Roman steht ihrem ersten in nichts nach. Diesmal hat sie auf den unerschöpflichen Fundus keltischer Legenden zurückgegriffen und die Legende über die Berserker gekonnt in einen sinnlichen und temporeichen Roman umgesetzt. Gefallen haben mir auch hier wieder die Hauptcharaktere. Obwohl starke Persönlichkeiten, haben sie doch so manche menschliche Schwäche. Schön fand ich auch wieder die herrlich unkonventionellen, vom üblichen "Strickmuster" abweichenden Liebesszenen.
Einziges Manko ist jedoch – und das fiel mir schon bei ihrem ersten Roman auf – daß sie den handelnden Personen, die ja eigentlich im Schottland Anfang des 16. Jahrhunderts leben, Slang und Ausdrucksweisen der heutigen Zeit in den Mund legt, was manchmal ziemlich deplaziert wirkt, den Lesespaß im ganzen aber nicht unbedingt beeinträchtigt.

Kritik geschrieben am 20.04.00 von Yvonne S.

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"Beyond the Highland Mist"

Deutscher Titel: Zauber der Begierde (07/2000 bei Ullstein)
Verlag: Dell Publishing
Bewertung: 4.5
Genre: Time Travel

New York 1996:
Obwohl ich Liebensromane nur von Zeit zu Zeit lese war „Beyond the Highland Mist" seit langer Zeit mal wieder ein Roman, den ich erst aus der Hand gelegt habe, nachdem ich ihn bis zur letzten Seite gelesen hatte.

Schottland zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Sidheach James Lyon Douglas Earl of Dalkeith, genannt Hawk, ist das, was man im allgemeinen einen Frauenhelden nennt. Mit einem Aussehen wie Adonis und einem Charme, der Steine zum Erweichen bringt, fallen ihm die Frauen reihenweise zu Füßen. Bis eines Tages Grimm, Hawks Freund und Vertrauter, beim Erblicken einer Sternschnuppe den Wunsch äußert, Hawk möge doch irgendwann einer Frau begegnen, die verführerisch schön, selbstbewußt, intelligent und gewitzt, aber völlig immun gegen sein gutes Aussehen und seine Verführungskünste ist. Dieser Wunsch bleibt nicht ungehört. Der Feenkönig Finnbheara, der sich an Hawk rächen will, weil sogar die Feenkönigin Aoibheal diesem Sterblichen verfallen ist, schickt seinen Hofnarren durch die Jahrhunderte, um die geeignete Frau für seinen Rachefeldzug zu finden. Der Narr findet sie im Seattle des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Adrienne de Simone erfüllt genau die notwendigen Voraussetzungen. Sie hat das Aussehen einer Göttin, ist klug, selbstbewußt und hat ihren eigenen Kopf und vor allem ist sie mehr als schlecht auf gutaussehende Männer zu sprechen, nachdem sie von einem solchen ausgenutzt und betrogen worden ist. Durch die Macht der Feen landet sie plötzlich im Schottland von 1513 und das buchstäblich in den Armen von Lord Comyn, dessen angeblich wahnsinnige Tochter Jane auf Befehl des schottischen Königs mit Hawk verheiratet werden soll. Nur hat Comyn seine Tochter Jane in einem Anflug von Wut getötet und gibt nun Adrienne als diese aus und zwingt sie, Hawk zu heiraten. Aus Angst um ihr Leben willig sie in diese Ehe ein, schwört jedoch zugleich, Hawk auf Abstand zu halten.

Hawk hingegen ist seiner ihm aufgezwungenen Ehefrau bald mit Haut und Haaren verfallen. Doch ausgerechnet die Frau, in die er sich ernsthaft verliebt, will von ihm absolut nichts wissen! Ein schwerer Schlag für den erfolgverwöhnten Frauenschwarm. Er setzt alles daran, das Herz seiner schönen Frau zu erobern. Er würde für die Liebe Adriennes seine schottische Kriegerseele verkaufen. Doch gestaltet sich dieses Vorhaben für Hawk mehr als schwierig und stellt seine Geduld und seinen Einfallsreichtum auf eine harte Probe. Nur seine aufrichtige und tiefe Liebe zu Adrienne und die Angst, sie zu verlieren, lassen ihn nicht aufgeben. Doch nicht nur Adrienne macht ihm das Leben mehr als schwer, es gibt auch noch jemanden, der Adriennes Leben bedroht und sie zu töten versucht, was einmal auch fast gelingt. Und dann ist da noch der geheimnisvolle und gutaussehende Schmied Adam, der ebenfalls ein Auge auf Adrienne geworfen hat und diese für sich zu gewinnen versucht. Auch der Feenkönig und seine Königin greifen obendrein immer wieder in das Geschehen ein.

Karen Marie Moning hat eine sehr lebendige Liebesgeschichte mit starken Charakteren geschaffen. Nicht nur die geschickte Verknüpfung von Zeitreise und schottischer Mythologie, sondern auch eine spezielle Art von Humor und nicht zuletzt die bis an die Schmerzgrenze gehenden "Hahnenkämpfe" zwischen Hawk und Adrienne machen diesen Roman zu etwas besonderem. Ich kann dieses Buch allen Liebhabern von Time-Travel-Romances wärmstens empfehlen.

Kritik geschrieben am 04.01.00 von Yvonne S.

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