Autorin: Mona Vara
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag, 2006, 193 S.,
ISBN 13: 978-3-938281-15-4
Bewertung: 5.0
Venedig, um 1750: Die
schüchterne und verschreckte Laura, die fast ihr ganzes Leben in
einem Kloster zugebracht hatte, ist aus familienpolitschen Grüden
mit dem venezianischen Adeligen Domenico Ferrante verheiratet worden.
Ihre romantischen Träume und Vorstellungen von einer Ehe wurden
jedoch nicht im geringsten erfüllt - Domenico behandelt sie zwar
nicht unfreundlich, doch recht kühl und herablassend;
außerdem hält sich Laura, im Vergleich zu Domenicos
ehemaliger Mätresse Nicoletta, für nicht schön und
gebildet genug, um jemals die Zuneigung ihres Mannes zu erringen.
Als Domenico, der sich momentan in Paris mit einer neuen Mätresse
vergnügt, ein Schreiben eines "wohlmeinenden Freundes"
erhält, der darauf hinweist, seine Ehefrau würde einen
zweifelhaften Lebenswandel führen und hätte sich gleich
mehrere Verehrer zugelegt, nach seiner hastigen Rückkehr auch noch
seinen Vetter Ottavio dabei antrifft, wie dieser Laura den Hof macht,
sieht er seine Frau zum ersten Mal mit anderen Augen. Er merkt, dass
sich hinter der verschreckten Fassade ungeahnte Reize verbergen und
versucht, sich ihr vorsichtig anzunähern.
Da erhält Laura von einem geheimnisvollen Cavaliere d'Amore einen
Brief, in dem sie um ein Treffen gebeten wird; von Neugier gepackt, und
stets auf die wahre Liebe hoffend, begibt sie sich zum Stelldichein und
ist völlig hingerissen von dem mysteriösen, stets maskiert
auftretenden Mann, der sie zu den ungeahntesten erotischen
Vergnügungen verführt. Laura erlebt mit ihrem Cavaliere im
Rausch des venezianischen Karnevals eine leidenschaftliche Beziehung -
doch wer steckt hinter der Maske?
Mit ihrem neuesten Roman ist Mona Vara eine absolut hinreißende
Geschichte gelungen. Laura, die Heldin, wirkt in ihrer Unsicherheit
sehr sympathisch; und die stetige Wandlung der Gefühle der
Protagonisten ist ausgezeichnet nachvollziehbar. Die prickelnden
erotischen Szenen veranschaulichen die immer stärker werdende
Anziehungskraft zwischen Held und Heldin. Der Autorin gelingt es
hervorragend, sich in die Atmosphäre Venedigs zur Zeit des Rokoko
einzufühlen und dem Leser/der Leserin ein lebendiges Bild dieser
Epoche zu vermitteln.
Reviewed von
Sabine R. am 19.01.2007
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