"Die Lilie und das Schwert"

Originaltitel: The Flower and the Sword (1998)

Autorin: Jacqueline Navin

Verlag: Cora Verlag, Historical Band 163, ersch. 03.07.2002

Preis: 3,60 EUR

Bewertung: 3.5

England 1197: Lord Rogan St. Cyr muss für seinen älteren Bruder Alexander, den Herzog von Windermere, eine Nachricht überbringen. Eine Nachricht, die auf Charolois Castle keiner gerne hören wird. Alexander löst die Verlobung mit Catherine, der ältesten Tochter des Schlossherrn, da er sich in eine Bürgerliche verliebt und diese dann geheiratet hat.

Besonders die verschmähte Catherine ist besonders beleidigt und spinnt sogleich ihre eigenen Pläne. Ihr Vater, Erguerrand Marshand, verlangt kurz darauf von Rogan, dass dieser nun Catherine heiraten solle, um den Frieden wieder herzustellen. Doch Rogan bzw. sein Herz hat sich inzwischen anders entschieden - für Lily, die natürliche und schöne jüngere Schwester von Catherine, die seit ihrer ersten Begegnung mit dem fremden Ritter von ihm fasziniert ist. Erguerrand ist mit dieser Wahl zufrieden, ganz im Gegensatz zu Catherine....

Die Hochzeit findet statt. Eine leidenschaftliche Hochzeitsnacht folgt. Doch am nächsten Morgen werden die Verliebten von Catherines Rache eingeholt. Denn Rogan wird vorgeworfen, sich an Elspeth, der zwölfjährigen und damit jüngsten Schwester, vergangen zu haben. Im ziemlich einseitigen Gespräch mit Lily bestätigt sie dies unter Tränen. Lily stellt sich dann entgegen ihrer eigenen Einschätzung gegen Rogan.

Rogan wird ausgepeitscht und ins Verließ geworfen. Dem von Catherine geplanten Tod kann er aber unerkannt und schwerst verletzt entkommen. Er wird für tot erklärt. Lily ist am Boden zerstört. Besonders nachdem Elspeth im Schlaf etwas gegenteiliges zum Geschehenen erwähnt hat.

Doch Rogan taucht wieder auf - als Lily ein zweites Mal vor dem Altar steht. Voller Hass gegen die Familie und noch immer von der Auspeitschung gezeichnet, nimmt er seine Ehefrau, Lily, mit sich, um sie für diesen Verrat zu bestrafen...

Selten habe ich von einer so kaltherzigen, von Hass zerfressenen Frau gelesen wie Catherine. Diese Gewalt am Anfang des Romans hat mir erst fast alle Freude an der Story genommen. Da es ja auch ziemlich düster weitergeht, wurde es natürlich nicht besser. Wider Erwarten habe ich aber dann bewundert, wie Lily mit der ganzen Situation fertig geworden ist. Dies hätte ruhig etwas ausführlicher beschrieben werden können. Auch wie Rogan so langsam seinen Hass überwindet, auch wenn er sich immer wieder dagegen wehrt.

Geschrieben von Karin M. am 22.11.2002

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