"A Girl in a Million"

Autorin: Betty Neels (Kako Itoh - Mangaka)

Verlag: Harlequin Ginger Blossom, Comic

ISBN: 1-59307-412-3

Bewertung: 4.0

„A Girl in a Million” gehört neben „Response“ zur neuen Manga-Reihe von Harlequin in Zusammenarbeit mit Dark Horse Comics. Die Harlequin Mangas sind vor allem für seriengeschädigte Manga-Leser zu empfehlen, die Lust auf einen leichten One-Shot haben, bevor sie sich wieder in eine zigbändige Serie stürzen.

Die Kinderkrankenschwester Caroline lernt in Amsterdam den reichen Arzt Marius van Houben kennen und verliebt sich in ihn. Sie soll ihm ein Buch seiner Cousine Corina überbringen. Weil Caroline etwas tollpatschig ist, fällt sie Marius bei ihrem ersten Treffen direkt vor die Füße und wird daraufhin von ihm verarztet. Nach Carolines Rückkehr nach England treffen sie sich am Krankenbett seines kleinen Neffen wieder, der schwer verletzt wurde. Caroline betreut den kleinen Mark und weil dieser sie so ins Herz geschlossen hat, soll Caroline mit nach Amsterdam kommen und die Betreuung von Mark bis zu dessen vollständiger Genesung übernehmen. Auch Marius und Caroline sind sich ein klein wenig nähergekommen, aber ihr ist nicht bewusst, was Marius eigentlich von ihr will und warum er ausgerechnet zu ihr so nett ist, da sie keine strahlende Schönheit ist. Ist er nur freundlich? Oder will er mehr?

In Amsterdam gewinnt sie den Eindruck, dass Marius und dessen Schwägerin Emily, Marks Mutter, eine Affäre haben, da die beiden in ihrer Jugend einmal ineinander verliebt waren. Auch Baltus, Emilys Mann, glaubt, dass seine Frau ihn nur geheiratet hat, um seinem Bruder Marius für die Trennung eins auszuwischen. Doch Caroline kann Baltus und dessen Frau Emily miteinander versöhnen. Aber Caroline und Marius haben – noch – nicht so viel Glück, denn Marius möchte – noch – keine feste Beziehung. Nachdem Caroline (wie Sienna in „Response“!) vor einem Auto landet und Marius sie fachmännisch retten konnte, kehrt sie nach ihrer Genesung nach England zurück. Doch zum Glück gibt es Privatflugzeuge, denn die Familie van Houben ist schwerreich…

Der zweite Manga aus der Manga-Reihe von Harlequin ist grafisch leider nicht so gut geraten wie „Response“. Die Proportionen der Männer stimmen nicht so recht. Marius ist alles andere als ein Bishonen und sieht eher aus wie Bob Hope in jüngeren Jahren inkl. Mittelscheitel. Seine angebliche Attraktivität kann die geneigte Leserin kaum glauben. Bishonen-Fans haben schlechte Karten. Die Mangaka scheint sich mit Frauen und Kindern bedeutend leichter zu tun, denn die Frauen und Kinder sind ausnahmslos sehr hübsch und niedlich geworden. Gezeichnet ist der Manga im klassischen Shojo-Stil.

Komischerweise funktioniert auch hier ein sehr altmodischer Stoff als Manga! Ausgerechnet eine von Betty Neels SEHR altmodisch gestrickten Stories wurde hier zur leichten romantischen Komödie, die einem unterhaltsame Lesestunden bereitet.

Ein großer Minuspunkt ist die „flirty pink ink“, in der der Manga gedruckt ist. Die quitschrosa Tinte ist sehr gewöhnungsbedürftig für das Auge. Simples Schwarz wäre Leserfreundlicher.

Reviewed von Angela am 18.01.06

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