"Thunderhead"

Originaltitel: Thunderhead

Autoren: Douglas Preston/Lincoln Child

Verlag: Droemer Knaur

Genre: Mystery/Thriller

Bewertung: 4.5


Geschichten und Legenden ranken sich um die Goldstadt Quivira, zum ersten Mal erwähnt im 16. Jahrhundert zieht sie sich bis in die Neuzeit hinein. Doch keiner hat sie jemals gefunden oder weiß wo sie liegt....

New Mexiko, Santa Fe
Die Archäologin Nora Kelly, Spezialistin für die Anasazi-Kulter,  bekommt unter mysteriösen Umständen einen Brief ihres seit 16 Jahren verschollenen Vaters, in dem er schreibt er habe in den Canyons Arizonas Quivira gefunden. Da die Wegbeschreibung sehr vage ist, beauftragt sie Peter Holroyd eine Radaraufnahme aus dem All zu machen. Sie überzeugt ihren Vorgesetzten, dass sich eine Expedition lohnen würde, dass die Hinweise zwar gering sind, aber genügen. Eine Expedition wird zusammengestellt: Nora Kelly als Leiterin, Peter Holroyd als Kommunikationsspezialist, Sloane Goddard die Tochter ihres Chefs und ebenfalls Archäologin,  Aaron Black der Geochronologe, Enrique Aragon als Arzt und Paläopathologe, Bill Smithback Journalist, der Koch Bonarotti und Roscoe Swire der Führer.

Sie machen sich auf, über den Lake Powell mit einem Lastenkahn, aber dann mit Pferden durch unbekanntes Canyongebiet. Die Legende sagt, dass in diesem Gebiet das Böse herrscht und linksdrehende Kreiszeichen warnen jeden Reisenden oder Verirrten weiter zureiten.

Doch eines hat Nora ihrem Chef und auch den Expeditionsmitgliedern vorenthalten: Sie wurde mehrmals bedroht von Gestalten in Wolfskleidung, die von einem Brief flüstern,  und kann nur knapp einem Überfall lebend entkommen. Durch die Geheimhaltung der Expedition und die Schnelligkeit ihrer Ausführung fühlt sie sich zum ersten Mal seit Wochen in Sicherheit. Eine trügerische Sicherheit, denn das Böse folgt ihnen....

Sie finden nach einem beschwerlichen Ritt und vielen Gefahren die Stadt Quivira und nun beginnen die Probleme erst richtig...

Ein Archäologen-Thriller der spannender nicht sein kann. Brutal, doch nicht zu ausführlich beschrieben. Es wird verdeutlicht was der Gedanke an Gold aus einen Menschen machen kann, Habgier und Macht bekommen eine Wichtigkeit vor Leben und Sicherheit. Nora, die ihre Gruppe nicht mehr zusammenhalten kann, gerät in Lebensgefahr und nur wenige werden das Abenteuer überleben. Eine kleine Romanze hat das Autorenteam am Schluss noch eingebaut, die mich, über all die kaum auszuhaltende Spannung, sehr gut getan hat. Wer gute Nerven hat sollte diesen Thriller nicht versäumen.

Review von Maria, 05.08.2002

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