"Süße Täuschung "

Originaltitel: Lucky Stars (1998)

Autorin: Patricia Roy

Verlag:  Blanvalet, Dezember 2001

ISBN: 3-442-35519-2

Preis: 14,00 DM

Bewertung: 4.0

Wir befinden uns im Jahre 1869 in Hope Springs, im Colorado Territory. Leon McCoy kommt neu in diesen Ort und geht in den Saloon - auf der Suche nach einer willigen Frau und einem Drink. Dort entdeckt er Marjorie, die auf einem Stuhl sitzt. Welche Frau würde sich schon sonst in einem Saloon aufhalten, wenn nicht eine der käuflichen Sorte. Obwohl die Frau ja gar nicht danach aussieht ,mit ihrem dunklen Kleid und dem Knoten im Haar. Vielleicht eine Anfängerin in dem Gewerbe? Er kommt mit ihr ins Gespräch. Sie geht zwar nicht direkt auf seine Andeutungen ein, stimmt aber einem Abendessen zu.

Marjorie Bascomb sucht einen Mann. Nicht ,dass sie unbedingt einen haben wollte. Sie braucht aber trotzdem einen. Denn Marjorie will Land besiedeln. Und dass geht zu dieser Zeit und in dieser Gegend nur, wenn der Haushaltsvorstand unterschreibt. Da eine ledige Frau kein Vorstand sein kann, muss also ein Mann her. Einer, der Marjorie kurzfristig seinen Namen gibt und dann garantiert wieder verschwindet. Und Leon McCoy scheint die passende Wahl zu sein. Doch nachdem das bestehende Missverständnis zwischen den beiden geklärt werden konnte, lehnt er ihren Vorschlag tatsächlich ab.

Marjorie schafft es dann doch, Leon durch einen Trick zu heiraten. Und damit geht es dann los. Noch vor der Abfahrt nach Denver wird bekannt, dass ein Ranchbesitzer getötet wurde. Die beiden sind nun dann unterwegs mit der Postkutsche. In Denver kann die Landbesiedlung unter Dach und Fach gebracht werden. Und alles mit dem verletzten Fuß von Leon, der noch vor der Hochzeit in Glas getreten ist. Hinzu kommt noch das Problem, dass die Herzen von beiden Purzelbäume schlagen, wenn sie sich berühren. Aber das war doch gar nicht geplant!

Zurück in Hope Springs wird Leon verdächtigt, der Mörder des Ranchers zu sein. Für Marjorie ist das lachhaft. Sie stellt die Kaution und die beiden können samt ihrer Familie beginnen, das Land zu besiedeln. Doch bis wirklich alles in der Reihe ist, vergeht noch einige Zeit.

Auch wegen dem Buch mag ich schnurbarttragende Männer immer noch nicht lieber *g*. Nein, aber ehrlich, Humor hat das Buch genug. Nur zwischendurch bestehen doch ein paar Längen. Der Schluss ging mir etwas zu schnell. Interessant war der Epilog - einem Brief der Heldin nach einigen vielen Ehejahren. Für das erste Buch der Autorin wirklich gelungen. Und dass es noch besser wird, wissen wir aus dem zweiten, schon veröffentlichten Buch "Irisches Feuer".

Review von Karin M. am 04.01.2002

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