Penelope Williamson Review Page

|| Westwärts || Flammen im Wind || Aus ruhmreichen Tagen || Unter dem Himmel von Notre-Dame || Die Widerspenstige ||
|| Manchmal in all den Jahren || Über den Wolken || Wagnis des Herzens ||


"Westwärts"

Originaltitel: Heart of the West (1995)
Übersetzung: Manfred Ohl & Hans Sartorius
Verlag: Fischer, 2000 (752 S.)
ISBN: 3-596-13412-9
Kategorie: Historical
Wertung: 4.0

Clementine Kennicutt aus Boston träumt ihr ganzes Leben davon, dass ein gut aussehender Cowboy kommt, der sie liebt und in eine neue, aufregende Welt entführt. Eines Tages begegnet ihr Gus McQueen und plötzlich werden ihre Träume wahr. Der charmante, warmherzige Mann mit den lachenden Augen und dem blonden Haar steckt voller Energie und großen Ideen und reißt die, von einem tyrannischen Vater äußerst behütet aufgezogene junge Frau mit sich. In einer Nacht und Nebel Aktion heiraten sie und machen sich auf den Weg nach Westen. Doch in Montana angekommen, holt die Wirklichkeit Clementine schnell wieder ein. Die Farm, von der Gus mit Begeisterung gesprochen hat, ist ein staubiges Fleckchen Erde, auf der nur eine verrottete Hütte steht und die junge Frau muss sich bald eingestehen, dass sie keine Ahnung vom rauen Leben auf dem Land hat. Nur ihre Liebe zur Fotografie lässt sie die Mühsal ihrer täglichen Arbeit ertragen... und dann ist da noch Gus' Halbbruder Zach Rafferty, stadtbekannter Taugenichts und das ganze Gegenteil ihres Mannes. Er ist so dunkel wie Gus blond ist, so kalt, wie Gus warmherzig und so unnahbar, wie Gus offen ist. Und plötzlich muss Clementine erkennen, dass Zachs Verhalten ihr gegenüber nicht nur Wut, sondern noch viel stärkere Gefühle in ihrem tiefsten Inneren wachrüttelt. Gefühle, die sie jedoch vor der Welt und insbesondere vor ihrem Mann, den zu lieben und zu ehren sie gelobt hat, geheim halten muss. Doch wie hätte sie damals wissen können, dass der Mann aus ihren Träumen in Wirklichkeit nicht Gus, sondern sein verschlossener und gefährlicher Bruder Zach ist?

Eine ergreifende Geschichte von verbotenen Gefühlen und dem harten Leben auf einer Rinderfarm in Montana Ende des 19. Jahrhunderts, die mit den moralischen Grenzen der damaligen Zeit spielt. Schade nur, dass im zweiten Teil der Geschichte die unerfüllbare Liebe zwischen Zach und Clementine aufgrund einiger anderer Personen und deren Beziehungen etwas in den Hintergrund der Erzählung gedrängt wird. Trotzdem (mit ausreichendem Depot an Taschentüchern) sehr zu empfehlen!

Review von Katja, 10.01.2003

Zurück zum Anfang der Seite


"Flammen im Wind"

Originaltitel: Mortal Sins
Autorin: Penelope Williamson
Verlag: Krüger-Verlag HC, EUR 22,90
Bewertung: 4.5

Charles St. Clair und Remy Lelourie entstammen beide aus alten, einflussreichen Familien in New Orleans. Remy ist vor kurzem als gefeierter Filmstar in ihre Heimatstadt zurückgekehrt um den Rechtsanwalt Charles St. Clair zu heiraten. Das hält Charles aber nicht davon ab, sich in einer alten Sklavenhütte, die auf seinem Anwesen Sans Souci liegt, mit seiner schwarzen Geliebten zu treffen. St. Clair befindet sich in eben dieser Hütte und füllt sich ein Glas Absinth, gewürzt mit Kokain, als das Unheil ihn ereilt. Ein Angreifer stürzt sich mit einer Machete auf ihn und fügt Charles tödliche Verletzungen zu. Ehe St. Clair begreifen kann, was mit ihm geschieht, ertrinkt er bereits in seinem eigenem Blut.

Der Ermittler Daman Rourke wird zum Tatort gerufen. Er findet die engelsgleiche Remy blutbesudelt neben der Leiche ihres Mannes. Sie bestreitet die Tat! Aber Damans Gedanken sind zwiespältig, einst waren er und Remy ein Liebespaar und sein Herz möchte an ihre Unschuld glauben. Andererseits kennt er das düstere Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, und sein Verstand rät ihm, ihren Lügen keinen Glauben zu schenken. Allerdings merkt er sehr schnell, dass er heute, wie auch schon in der Vergangenheit, sich nur schwer der Faszination dieser Frau entziehen kann.

Kurz danach findet man am Rande des Bayou eine weitere Leiche: Vinny McGinty. Ein Handlanger von Casey Maguire, einem Alkohohlschmuggler, dem man auch Kontakte zur Mafia nachsagt. Als Kind war er ein guter Freund von Daman Rourke, heute will dieser aber Maguire am liebsten hinter Gitter sehen, da er vermutet, dass Maguire hinter diesem Mord stecken könnte. Daman fragt sich auch, ob zwischen den beiden Morden ein Zusammenhang besteht.

Superintendent Weldon Carriga nvom Police Department New Orleans, wünscht möglichst wenig Aufsehen, und auf keinem Fall eine Verhaftung und einen Prozess gegen Remy Lelourie. Da Carrigan der Vater seiner verstorbenen Frau ist, wird Daman sehr schnellklar, dass seine Karriere ein jähes Ende finden könnte, falls er den Wünschen seines Schwiegervaters nicht nachkommen sollte.

Rourke ermittelt aber weiter, aber da inzwischen immer mehr Beweise auftauchen, die auf Remy als Täterin hindeuten, sieht er sich gezwungen Remy zu verhaften. Doch Daman Rourke bleibt keine Ruhepause, denn die Ereignisse überschlagen sich und lösen in Daman wieder Zweifel aus, ist Remy tatsächlich eine Mörderin?

Die Geschichte spielt in New Orleans zur Zeit der Prohibition und des Rassenhasses. Das Buch ist sehr spannend geschrieben, man kann es allerdings nicht mit den anderen Büchern von P. Williamson vergleichen. In Rückblenden enthüllt die Autorin scheibchenweise die düsteren Geheimnisse der Familien Lelourie, St. Clair und Rourke. Man tappt lange im dunkeln über Mörder und Tatmotiv.

Kritik von Uschi, 03.10.2002

Zurück zum Anfang der Seite


"Aus ruhmreichen Tagen"

Bewertung: 4.0

Wales, 1157. Schon lange wärt der Krieg zwischen den Walisern und den Normannen. Als die Burg Ruddlan von den Normannen erobert wird und der König bestimmt hat, daß Frieden herrschen soll, wenn der Eroberer der Burg, der Schwarze Ritter Raine, die Fürstentochter Arianna heiratet und auf Ruddlan über die Waliser herrscht.

Arianna, ihrem Volk treu ergeben, geht nur wiederwillig die Ehe mit Raine ein. Doch schon bald merken beide, daß sie sich zueinander hingezogen fühlen, auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollen. Bis sie sich ihrer Liebe sicher sind, muß viel geschehen und beide geraten in lebensbedrohliche Situationen.

Reviewed am 30.01.00 von Ute B., Herausgeberin der Leserattenseite

Zurück zum Anfang der Seite


"Unter dem Himmel von Notre-Dame"

Bewertung: 4.0

Paris, kurz vor der Revolution 1789: Durch Zufall lernen sich die schöne Gabrielle und Maximilian de Saint-Just, unehelicher Sohn eines mächtigen Adelsgeschlechts kennen und lieben. Schon nach kurzer Zeit heiraten sie, doch kurz darauf sieht Gabrielle, die ihrem Mann das Geheimnis ihrer Herkunft nicht verraten hat, Maximilian mit ihrem größtem Feind verhandeln und einen Geldbeutel austauschen.

Gabrielle fühlt sich verraten und flieht aus Paris. Monate später findet Maximilian sie durch Zufall wieder und rettet sie vor dem sicheren Tod. Langsam lernen sie sich wieder zu vertrauen, doch dann schlägt das Schicksal wieder erbarmungslos zu und Gabrielle wird, eine Nacht vor der Revolution, entführt. Maximilian riskiert sein Leben, um sie zu befreien...

Reviewed am 30.01.00 von Ute B., Herausgeberin der Leserattenseite

Zurück zum Anfang der Seite


"Die Widerspenstige"

Bewertung: 4.0

Boston, 1721: Durch Zufall findet die junge Delia McQuaid die Annonce eines Witwers aus dem noch unzivilisierten Norden, der für sich und seine zwei Kinder eine Frau und Mutter sucht. Delia hält nichts mehr in Boston und so "bewirbt" sie sich bei Ty Savitch um die "Stelle". Ty gefällt ihr vom ersten Augenblick an, doch leider ist er nicht der Bräutigam, sondern hat seinem Nachbarn Nat versprochen, ihm eine Braut von seiner reise nach Boston mitzubringen.

Während der langen und beschwerlichen Reise ins Hinterland lernen sich Delia und Ty kennen und lieben, doch Ty möchte keine Frau an sich binden und so heiratet Delia Nat. Als Nat bei einem Indianerüberfall getötet und Delia von ihnen entführt wird, begibt sich Ty auf die Suche nach ihr. Er findet und befreit sie, doch da schlägt das Schicksal ein weiteres mal zu...

Reviewed am 30.01.00 von Ute B., Herausgeberin der Leserattenseite

Zurück zum Anfang der Seite


"Manchmal in all den Jahren"

Bewertung: 4.0

Mit 16 Jahren lernt Jesssalyn Letty McCady Trelawyn kennen und lieben, dessen größter Traum der Bau einer Lokomotive ist. McCady will sich nicht an eine Frau binden und glaubt nicht an die Liebe und so trennen sich nach nur einem Sommer ihre Wege.
Erst Jahre Später begegnen sie sich wieder und stellen fest, daß ihre Lieb zueinander noch größer geworden ist.

Jessalyn, mittlerweile Besitzerin eines Rennstalls, wird heftig von ihrem Jugendfreund Clarence umworben, der sie, ihre Großmutter und den Stall vor dem drohenden Ruin retten könnte. Doch erst als McCady die reiche Tochter eines Kaufmanns heiratet, um seine Einsenbahn bauen zu können, willigt sie in eine Hochzeit ein, zögert den Termin jedoch immer wieder hinaus, da sie McCady nicht vergessen kann.

Clarence merkt schnell, daß ihm Jessalyn nie gehören wird, solange die starke Anziehungskraft zwischen ihr und McCady, mittlerweile Witwer, besteht. Er setzt als seine Macht und sein Geld ein und spart nicht an Intrigen, um Jessalyn für sich zu
gewinnen...

Geld und Macht ist nicht alles. Die Geschichte gehrt natürlich gut aus, aber bis es soweit ist, leidet, freut und weint man mit Jessalyn und McCady.

Reviewed am 30.01.00 von Ute B., Herausgeberin der Leserattenseite

Zurück zum Anfang der Seite


"Über den Wolken"

Bewertung: 4.5
 
Nach dem Tod ihrer Mutter wächst Cassie Jones bei ihrem Onkel Quickly auf. Beide haben zwei Ziele im Leben: Mit Flugvorführungen genug Geld zu verdienen, damit sie sich ihre große Leidenschaft, das Fliegen, leisten können und den Bau eines von Quickly entwickelten Flugzeugmotors. Um sich den Bau des Motors leisten zu können, wollen die beiden an einem Flugwettbewerb quer durch die USA teilnehmen. Mit dem Gewinn von $50000 hätten sie genug Geld dafür.

Doch es kommt ganz anders. Kurz vor dem Start stirbt Quickly, der schon lange krank war, ohne es zu erwähnen. Cassie, die eine der ersten Pilotinnen überhaupt ist, soll nun nicht starten dürfen, weil sie eine Frau ist.

"Zum Glück" explodiert gleichzeitig das Flugzeug von Linc Cameron, einem Fliegerheld aus dem 1. Weltkrieg. Linc und Cassie haben sich schon früher bei einem Übungsflug kennengelernt und gehen sich nach Möglichkeit aus dem Weg. Ihr Stolz hindert sie daran, sich einzugestehen, daß sie sich eigentlich mögen.

Nun fehlt Linc ein Flugzeug und Cassie ein Pilot. Die beiden tun sich zusammen und Linc bekommt die Starterlaubnis für Cassie, aber nur unter der Voraussetzung, daß sie vor dem Start heiraten. Sie gehen diese Zweckehe ein, mit dem Ziel, sich gleich nach dem Sieg wieder zu trennen. Und so machen sie sich auf die abenteuerliche Reise quer über den Kontinent. Eine Reise voller
Intrigen, Sabotage, Erpressung, Liebe und Leidenschaft.

Werden sie das Rennen gewinnen? Und werden sie sich wirklich trennen? Wer das wissen möchte, muß schon das Buch lesen. Es lohnt sich!

Reviewed am 30.01.00 von Ute B., Herausgeberin der Leserattenseite

Zurück zum Anfang der Seite


"Wagnis des Herzens"

Bewertung: 4.5
 
Es besteht nur daraus, die guten Sitten zu wahren und darauf zu warten, daß Geoffrey Alcott, ein reicher Jugendfreund um ihre Hand anhält. Doch als es schließlich so weit ist, geschehen noch zwei andere Dinge, die Emmas Leben verändern. Sie lernt Bria kennen, eine junge Irin, die mit ihren zwei kleinen Töchter in der Geoffreys Spinnerei arbeitet und auch der irische Revolutionär Shay kreuzt ihren Weg.

Bria und Emma werden rasch sehr gute Freundinnen, so unterschiedlich ihr Leben auch ist. Eine Freundschaft, für die Emma in ihren Kreisen kämpft. In der guten Gesellschaft sieht man ihren Umgang mit der Arbeiterklasse gar nicht gerne. In Shay verliebt Emma sich. Doch Shay ist verheiratet... Mit Bria.

Penelope Williamson ist mal wieder ein wunderschöner Liebesroman gelungen. Obwohl die Freundschaft zwischen den beiden Frauen fast noch eine größere Rolle spielt, wie die Liebe zwischen Emma und Shay. Überhaupt nicht kitschig, dafür romantisch angehaucht geschrieben. Ein Roman über eine große Liebe und eine noch größere Freundschaft. Nicht verpassen!

Reviewed am 30.01.00 von Ute B., Herausgeberin der Leserattenseite

Zurück zum Anfang der Seite


|| Zurück zu Historischen Romanen || Zurück zu Buchkritiken || Zurück zu Neuerscheinungen ||
|| Zurück zur Hauptseite ||