"Maskenspiele - Eine venezianische Affäre"

Originaltitel: A Venetian Affair

Autor: Andrea di Robilant

Verlag: Karl Blessing Verlag, 2003, 383 S.,

ISBN: 3-89667-174-X

Bewertung: 4.5


Im glanzvollen Venedig von 1753 treffen die kaum siebzehnjährige Giustiniana Wynne und der 24jährige Andrea Memmo im Hause des englischen Konsuls zum ersten Mal aufeinander: beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen - es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch ihren aufkeimenden Gefühlen ist keinerlei Zukunft beschieden; Andrea ist der Erbe einer alten Patrizierfamilie Venedigs, und Giustiniana die illegitime Tochter einer Venezianerin mit zweifelhafter Vergangenheit und eines Engländers; es spielt auch keine Rolle, dass ihre Eltern später geheiratet hatten - die venezianische Gesellschaft mit ihren strengen Regeln und auch Anna Wynne, Giustinianas Mutter, verbieten jeglichen Kontakt der beiden.

Mit Hilfe heimlicher Briefe und Botschaften versuchen Giustiniana und Andrea, ihre Liebe aufrecht zu erhalten; ab und zu gelingen ihnen auch geheime Treffen, doch es ist gefährlich für sie beide, ihre Beziehung fortzusetzen. Ein Versuch der beiden, doch eine Heirat zwischen ihnen zu arrangieren, schlägt fehl, und die Liebenden werden getrennt; Giustiniana muss mit ihrer Familie nach England reisen, ihre Mutter plant, sie dort zu verheiraten. Nachdem auch dieser Plan fehlschlägt, kehrt Giustiniana schlie▀lich nach Venedig zurück, wohl wissend, dass es besser für sie ist, wenn sie sich von Andrea auch weiterhin fernhält.

"Maskenspiele" erzählt die wahre Geschichte von Giustiniana Wynne und Andrea Memmo, mit Hilfe alter Briefe der beiden; und ist gleichzeitig ein faszinierendes Porträt Venedigs und auch Europas in seiner Glanzzeit; ein besonders für Kenner und Freunde Venedigs interessantes Werk.

Kritik geschrieben von Sabine R. 31.10.2003

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