"Die Braut des Teebarons"

Autorin: Rosemary Rogers

Bewertung: 3.5

Die junge Celia lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihren Verwandten. Ihre Tante ist eine bösartige Frau, die Celia stets spüren lässt, dass sie zur Hälfte eine Zigeunerin ist und nur durch große Entbehrungen ein anständiges Leben führen kann. Darum ist Celia mehr als froh, als die Schwester ihres Vaters auftaucht und sie mit nach London nimmt. Denn testamentarisch ließ ihr Vater festlegen, dass Wilhelmina bis zu Celias Vollmündigkeit ihr Vormund ist. Dies entpuppt sich für Celia als wahrer Glücksfall. Tante Willie ist eine junge, lebensfrohe Frau, deren erklärtes Ziel es ist, Celia in die Gesellschaft einzuführen und ihr Selbstvertrauen zu vermitteln. Als Begleiter stellt sie ihr ihren Stiefsohn Grant zur Seite. Der ist alles andere als begeistert davon einem Unschuldslamm auf Schritt und Tritt zu folgen. Doch als er Celia sieht, erwacht sein Verlangen. Auch Celia fühlt sich mit ihm verbunden, ist aber auch wütend, weil sie weiß, dass sie für ihn nur eine Pflicht ist. Obwohl beide sich ständig streiten, aber auch küssen, wird Celias Saison ein voller Erfolg. So sehr, dass sie ihren Verlobten in Ceylon vergisst, der ihre Farm dort verwaltet. Als der sich mittels eines Briefes in Erinnerung bringt, beschließt sie zu ihm zu reisen, um ihm zu sagen, dass sie ihn nicht heiraten wird. Längst weiß sie, dass sie Grant liebt.

In Ceylon angekommen, trifft sie auf Ronald, ihren Verlobten, der ihr sehr unangenehm ist. Auch Grant taucht auf und obwohl er versucht seine Gefühle für Celia zu leugnen, kann er ihr kaum widerstehen. Nach einer unangenehmen Begegnung zwischen Grant und Ronald, bei der Ronald bemerkt, was Grant für seine Verlobte empfindet, entführt Ronald Celia. Unter Drogen erinnert sie sich, dass er sie als Kind missbrauchte und ihr gelingt die Flucht. Unterdessen kommt es während einer Elefantenjagd zum Showdown zwischen Grant und Ronald, bei dem Ronald sein Leben lässt. Grant hat durch die Ereignisse längst begriffen, dass er ohne Celia nicht mehr leben kann.

Die ersten 200 Seiten des Buches sind relativ belanglos. Lange Zeit fragt man sich, wo die Geschichte eigentlich hin will. Danach wird es spannend und interessant – auch dank Ronalds Mätresse. Natürlich gibt es auch hier Logikfehler und besonders am Ende Passagen, über die man den Kopf schüttelt (besonders am Ende, als Grant auf die Jagd geht, anstatt sich nach Celias Verbleib zu erkundigen)!   

Geschrieben am 24.30.05 von Lexi

Weitere Rosemary Rogers Reviews:

|| Zurück zu Historischen Romanen || Zurück zu Buchkritiken || Zurück zu Neuerscheinungen || Zurück zur Hauptseite||