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"Operation Amazonas"
Originaltitel: Amazonas Autor: James Rollins Verlag: Ullstein € 8,95 Genre: Mystery Bewertung: 4.0 |
In einem Missionsdorf am Rande des Dschungels, taucht eines Tages ein
Mann auf, schwer verletzt mit hohem Fieber. Kurz darauf erliegt
er seinen schweren Verletzungen. Als der Direktor der CIA kurz
darauf darüber einen Bericht erhält, schrillen bei ihm
sämtliche Alarmglocken. Denn es handelt sich um Gerald Clark,
einen ehemaligen Agenten, der vor vier Jahren eine Expedition zur
Erforschung unbekannter Heilmittel begleitet hat. Seitdem gelten die
Mitglieder dieser Expedition als verschollen. Aber nicht genug,
das Foto das der Direktor in Händen hält, zeigt eine Leiche
mit zwei Armen, obwohl dieser zeitlebens einarmig war. Dazu ist
sein Körper mit seltsamen Tätowierungen gezeichnet. Die
CIA kann sich einfach keinen Reim darauf machen, was wohl damals vor
Jahren im Dschungel geschah, und ob die Forscher auf ein
Wunderheilmittel gestoßen sind. Man beschließt daher,
nochmals eine Expedition in den Urwald zu schicken, man hofft auf eine
umwälzende Entdeckung. Außerdem verfügt man, dass die
Leiche Clarks in die USA verbracht wird, um dort weitere Untersuchungen
anstellen zu können.
Inzwischen formiert sich die Expedition, bestehend aus Biologen,
Medizinern und anderen Wissenschaftlern, sowie einen
Pharmavertreter. Darunter auch das Geschwisterpaar Kelly
(Ärztin) und ihr Bruder Francis O`Brien aus der Umweltabteilung
der CIA. Den Schutz dieser hochkarätigen Wissenschaftlern,
sollen die begleitenden Elitekämpfer des Militärs
übernehmen. In Brasilien stoßen dann noch weitere
Spezialisten, wie Nathan Rand, ein Ethnobotaniker, zu der Expedition.
Nathan überlegt lange, ob er sich daran überhaupt beteiligen
soll, er möchte nicht, dass alte Wunde wieder aufgerissen
werden. Denn auch sein Vater hat die verschollene Expedition
begleitet. Diesen Verlust hat er immer noch nicht so recht
überwunden. Aber dann überwiegt die Hoffnung, doch noch etwas
über das Verschwinden seines Vaters zu erfahren, nur deshalb sagt
er dann doch zu.
Die Mitglieder der Expedition beschließen, an den Ort
zurückzukehren, wo Clark zuletzt aufgetaucht war. Mann hofft,
weitere Spuren zu finden, um das Versteck zu finden, wo sich der Agent
zuletzt aufgehalten hat. Tatsächlich finden sie auch ein Zeichen,
das der Tätowierung auf Clarks Körper ähnelt. Sie folgen
der Richtungsangabe und dringen immer tiefer in den Dschungel ein. Aber
die Expedition scheint unter keinem guten Stern zu stehen, denn bald
verschwindet unter mysteriösen Umständen ein Ranger. Das
Vorankommen wird immer beschwerlicher, da sie auch von seltsamen
Lebewesen bedroht werden. Als die Gruppe dadurch weiter dezimiert wird,
beginnt der Rest der Teilnehmer zu ahnen, dass sie sich auf einen
Höllentrip begeben haben. Sie wissen noch nicht, dass dies nicht
die einzige Bedrohung ist. Eine weitere Expedition ist ihnen dicht auf
den Fersen, sie führt nichts Gutes im Schilde.
Der Roman ist eine Mischung von Wissenschaftsthriller mit einem
kräftigen Schuss Science-Fiction. Das Gute, es gibt auch am Rande
eine Love-Story. Die Geschichte bietet Spannung pur, gleitet aber
teilweise doch sehr ins Phantastische ab. Was soll man sonst von einem
35 m langen Kaimanen halten? Außerdem will ich nicht
verschweigen, dass es auch einige sehr brutale Szenen gibt. Das
Ende bietet dann noch einige Überraschungen, die ich so nicht
erwartet habe. Ich staune immer noch, welche Ideen der Autor so
entwickelt hat.
Kritik geschrieben am 16.04.2004 von Uschi