"Die Kreolin"

Originaltitel: La Créole

Autorin: Cheryl Sawyer

Deutsche Erstveröffentlichung: 02/2000

Verlag: Blanvalet

Preis: 22,00 DM

Bewertung: 4.5

 

Ein großartiger historischer Abenteuerroman!

Ayisha ist seit ihrer Geburt eine Sklavin. Dabei sticht sie nicht nur durch ihre Hautfarbe hervor (sie ist gegenüber den anderen fast weiß), die Schwester ihres Masters hat ihr auch noch das Lesen und Französisch sprechen beigebracht. Das Leben auf der Zuckerrohrplantage in Martinique ist nicht einfach. Ayishas große Liebe ist der Sklave Joseph. Als man Ayisha verkaufen will, beschliessen sie zusammen zu fliehen. Dabei wird Joseph getötet. Fortan ist Ayisha nur noch von einem Gedanken besessen, Rache an ihrem Master und die Befreiung der anderen Sklaven auf der Plantage.

Ayishas Flucht führt sie nach Frankreich. Zuerst plant sie dem König ihr Anliegen vorzutragen, aber bald muß sie einsehen, wie sinnlos dieses Vorgehen ist. Also versucht sie genug Geld für den Kauf der Plantage zu bekommen. Das Schicksal will es, dass sie als Marchesina Di Novi in die französische Gesellschaft eingeführt wird, wo sie bald ihren festen Platz hat. Und an den Spieltischen gewinnt sie ein Vermögen.

Ihr Freund und Vertrauter wird der Marquis de Richemont. Er kennt allerdings auch nicht die ganze Wahrheit, da Ayisha diese für sich behält. Aber selbst in Frankreich ist sie vor ihrer Vergangenheit nicht sicher. Bald muß Ayisha eine folgenschwere Entscheidung treffen. Was ist ihr wichtiger: Rache oder Liebe?

Ein grandioses Buch! Allerdings braucht man für die 600 Seiten jede Menge Aufmerksamkeit, wenn man der Geschichte lückenlos folgen will, da man sehr leicht die vielen französischen Namen durcheinanderbringen kann. Eine bittersüsse Liebesgeschichte, die einem die Tränen in die Augen treibt. Der Anfang liest sich zwar wie eine Mischung aus brasilianischer Telenovella und französischer Geschichte, aber selbst das fesselt den Leser bis zum atemberaubenden Finale. Sehr empfehlenswert für alle Liebhaber historischer Abenteuerromane!

Kritik geschrieben am 01.01.00 von Isolde W.

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