"Virgin Crisis"

(Band 1 bis 4)

Autor: Mayu Shinjo

Verlag: Ehapa Egmont

Bewertung: 5.0

Miu Sakurai ist in den gutaussehenden Shion Amamiya verliebt, doch der nimmt keine Notiz von ihr. Also will sie eine Zauberformel aus einem geheimnisvollen alten Buch probieren und beschwört stattdessen aus Versehen den Teufel! Aber was für einen Teufel: groß, mit riesigen schwarzen Flügeln, langen schwarzen Haaren, roten Augen, langen Hörnern und extravagantem Lackleder-Style ...

Satan bringt sie dazu, mit ihm einen Pakt abzuschließen, der beinhaltet, dass Miu Satan ihre Jungfräulichkeit schenkt wenn Shion sich in sie verliebt.
Allerdings wird es nicht so leicht, wie Satan sich das vorgestellt hat, denn Shion erweist sich als äußerst resistent gegen seinen Zauber. Satan verschwindet erst mal von der Bildfläche – doch er kehrt zurück und gibt sich als ihr Bruder Kai aus (den sie natürlich gar nicht hat)! Er geht sogar soweit, sich mit seinem Diener Malphas in ihrem Haus einzunisten.

Aber selbst auf selber Augenhöhe mit Shion will es nicht klappen, denn Shion ist streng gläubiger Christ. Also startet Satan/Kai diverse Verführungsversuche, um auf andere Weise an Mius Jungfräulichkeit zu kommen und mehr und mehr scheint es, als würde Satan seine Kuppelversuche absichtlich selbst vermurksen. Miu weiß selbst nicht mehr, ob Shion überhaupt noch derjenige ist, den sie will. Dieser zeigt jedoch plötzlich Interesse an Miu, nachdem er merkt, dass Miu an Satan/Kai geraten ist.

Miu gerät zwischen die Kampflinien, denn Satan will Miu nun komplett für sich gewinnen und hat keinerlei Absicht mehr, Miu Shion zu überlassen. Dann schleicht sich auch noch die eifersüchtige Seela, Satans ehemalige Sexgespielin aus der Unterwelt, in Mius Leben ein und kompliziert die Situation zusätzlich.

Mayu Shinjo hat sich auf erotische Liebesgeschichten - „mature shojos“ mit D/s-Einschlag - mit unwiderstehlich attraktiven „Bad Boys“ als Helden spezialisiert. „Virgin Crisis“ hat eine packende Story, ist mit vier Bänden angenehm kurz gehalten und für Einsteiger sehr geeignet. Mayu Shinjo spricht mit ihren Mangas eine etwas ältere weibliche Leserschaft an (sie hat z.B. auch Kurzgeschichten für Erotik-Anthologien gezeichnet) und vor allem Leserinnen erotischer Liebesromane dürften an „Virgin Crisis“ ihre helle Freude haben.

Neben „Kaikan Phrase“ ist „Virgin Crisis“ die zweite Serie von Mayu Shinjo, die Ehapa nach Deutschland geholt hat. Hoffentlich wird noch mehr von ihr in Deutschland veröffentlicht! Wer nicht solange warten mag: einige Scanlation-Groups haben sich der unlizensierten Backlist von Mayu Shinjo angenommen und diese als Downloads ins Internet gestellt.

Geschrieben von Angela am 17.03.06.

|| Zurück zu Sonstiger Lesespass || Zurück zu Buchkritiken || Zurück zu Neuerscheinungen ||
|| Zurück zur Hauptseite ||