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"Mondfels"
Autorin: Anne Sievers Verlag: Moments, 2004, 347 S. ISBN: 3-937670-08-4 Bewertung: 4.5 |
Penelope Donner, genannt Penny,
keine zwanzig Jahre alt, ist Fotomodell; die quirlige rothaarige junge
Dame ist extrem kurzsichtig, kaut Fingernägel, und hat panische
Angst vor dem Dickwerden; außerdem besitzt sie übersinnliche
Fähigkeiten. Penny ist soeben von New York, wo sie seit einigen
Jahren mit ihrer Mutter lebt, zu einem Fotoshooting in München
eingetroffen, wo sie auch gleichzeitig ihren geliebten älteren
Bruders Paddy besuchen möchte. Doch als sie in dessen Wohnung
eintrifft, ist alles leer, keine Spur von ihrem Bruder, und es sieht so
aus, als ob er schon mindestens zwei Wochen fort ist. Als Penny noch in
der Wohnung nach einem Hinweis sucht, wo Paddy denn hingefahren sein
könnte, jagt ihr zunächst ein geheimnisvoller Unbekannter
einen Riesenschrecken ein - und kurz darauf erscheint auch noch Ben
Röder, Paddys bester Freund.
Ben, für den Penny in ihrer Teenagerzeit heimlich geschwärmt
hatte, war bei der Kriminalpolizei tätig gewesen; nach einem
tragischen Unfall vor drei Jahren, bei dem er einen komplizierten
Beinbruch erlitt und seither in seiner Bewegungsfähigkeit
eingeschränkt ist, hat inzwischen ein Detektivbüro
eröffnet und wartet verzweifelt auf Kundschaft. Penny, die sich
wieder - oder immer noch - zu Ben hingezogen fühlt, bittet ihn um
seine Mithilfe, ihren Bruder aufzufinden. Ben, dem zwar anfangs Pennys
pausenloses Gequassel etwas auf die Nerven geht, muss sich aber bald
eingestehen, dass Penny die erste Frau ist, die ihn seit dem Tod seiner
Ehefrau vor drei Jahren zu interessieren beginnt.
Mit Hilfe einer Bibliothekarin finden Penny und Ben heraus, dass Paddy,
Journalist bei einer Lokalzeitung, sich mit dem Thema Hexenkult und
Hexenwahn beschäftigt hat, und einer heißen Story auf der Spur
war. Die Suche der beiden führt in den Esoterikladen des
geheimnisvollen und unheimlich wirkenden Vater-Tochter-Gespannes
Johannes und Balbina von Stauf - haben die beiden etwas mit Paddys
Verschwinden zu tun? Als Penny und Ben den geheimen Zirkel der von
Staufs beim Hexensabbat beobachten, ahnen sie noch nicht, wie bald sie
in höchste Gefahr geraten.
Unterhaltsame, mysteriöse und spannend erzählte Geschichte
mit sympathisch dargestellten (da endlich einmal nicht superperfekten)
Held und Heldin, interessanten, ungewöhnlichen Haupt- und
Nebencharakteren, sowohl humorvollen wie auch dramatischen Situationen
und einem temporeichen Finale.
Kritik geschrieben von Sabine R.,
29.08.2004