"My Lord de Burgh"

Autorin: Deborah Simmons

Amerikanische Originalausgabe:

Verlag: Harlequin Historical

Bewertung: 4.0

 

Armes und Cafell l'Estrange gehören einer Familie an, die schon von jeher mit übersinnlichen Kräften ausgestattet ist. Allerdings will ihre Nichte Brighid nicht, dass ihre Tante diese nutzen, immerhin besteht die Gefahr, dass sie genau wie ihre Großmutter als Hexe ertränkt werden können. Jetzt ist Brighids Vater gestorben, und die junge Frau hat sich partout in den Kopf gesetzt, nach Wales zurückzukehren, um ihr Erbe zu besichtigen. Da nehmen Armes und Cafell nun doch ihre magischen Kräfte zu Hilfe und schauen in eine Schlüssel voll Wasser. Sie haben eine Vision, in der einen Mann sehen, der Brighids Schicksal sein wird. Er ist ein de Burgh, wovon beide entzückt sind!

Auf Campion Castle tragen Armes und Cafell ihre sorgsam verpackte Bitte dem Earl of Campion vor. Brighid braucht dringend Begleitschutz und einer der sieben Söhne des Earl ist gerade frei für eine solche Aufgabe: Stephen de Burgh. Armes und Cafell versuchen ihre Begeisterung und Freude nicht zu zeigen, denn sie wissen, hier ist Brighids Schicksal.

Stephen fühlt sich in seiner Familie nicht wohl. Er empfindet das Leben als zu intensiv und ertränkt daher seine Gefühle Tag für Tag in Alkohol; damit ihn nachts die Einsamkeit nicht übermannen kann, sorgt er dafür, dass immer eine Frau an seiner Seite liegt. Das hat ihm den Ruf eines Trinkers und Frauenhelden eingebracht. Stephen hat keinesfalls vor, sein bequemes Leben aufzugeben und mit einer in unförmigen Kleidern steckenden jungen Frau quer durchs Land zu reisen, besonders da der Winter vor der Tür steht. Auch Brighid möchte den gutaussehenden Teufel nicht an ihrer Seite wissen. Aber alles Reden und Tun ist vergeblich, für beide gibt es keinen Ausweg aus dieser Situation.

"My Lord de Burgh" ist der vierte Teil in Deborah Simmons Serie um die sieben de-Burgh-Brüder und eine unterhaltsame Liebesgeschichte, die sich hauptsächlich auf die menschlichen Schwächen konzentriert. So ist der Held ein Alkoholiker und Frauenheld, der im Laufe der Geschichte lernt, dass sein Leben noch mehr zu bieten hat als ein alkoholumnebeltes Gehirn und jeden Abend eine andere Frau in seinem Bett. Die Heldin lernt mit ihrem Erbe, nämlich den magischen Kräften, mit denen die Familie l'Estrange bereits seit jeher ausgestattet ist, umzugehen und sie nicht länger zu verleugnen und zu unterdrücken. Die Geschichte ist gut geschrieben, lässt sich leicht lesen, jedoch hätte ich mir gewünscht, die magischen Kräfte der Heldin wären deutlicher dargestellt.

Kritik geschrieben am 25.11.00 von Isolde W.

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