Die Liebenden von Leningrad

Amerikanischer Originaltitel: The Bronze Horseman

Autorin: Paullina Simons

Verlag: Bertelsmann Club Premiere

Bewertung: 3.5

Der 22. Juni 1941 wird für Tatiana Metanova zu einem denkwürdigen Tag. Nicht nur das am frühen Morgen in Leningrad im Radio verkündet wird, dass der zweite Weltkrieg ausgebrochen ist, direkt einen Tag vor ihrem siebzehnten Geburtstag trifft sie auch noch ihre große Liebe, den Offizier Alexander Belov, und ihr Zwillingsbruder Pascha wird in ein Ferienlager geschickt, damit er nicht von der Armee einzogen wird. Allerdings ist Alexander ausgerechnet der junge Mann, in den sich ihre ältere Schwester Dascha verliebt hat. Tatiana lebt mit ihren Eltern, ihren Großeltern, der älteren Schwester und ihrem Zwillingsbruder in zwei Zimmern einer Gemeinschaftswohnung in Leningrad, in dem getreuen Glauben an Stalin und den Kommunismus.

Was Tatiana jedoch nicht verleugnen kann sind ihre Gefühle für Alexander, allerdings verbirgt sie diese vor ihrer Schwester. Alexander wiederum muss seine wahren Gefühle für die bezaubernde Tatiana vor seinem Freund Dimitri verstecken denn er weiß, dieser würde ihm sein Mädchen sonst schnellstens ausspannen. So nehmen das Kriegsgeschehen und die Irrungen und Wirrungen im Leben von Tatiana und Alexander ihren Lauf.

Alexander holt Tatiana jeden Abend von der Arbeit ab und erzählt ihr unter anderem, dass er sein erstes Lebensjahrzehnt in Amerika verbracht hat, dann entschieden sich jedoch seine Eltern in die Sowjetunion auszuwandern, da sie ihren Glauben an den Kommunismus ausleben wollten. Dieser Irrglaube endete mit dem Tod der Barringtons und Alexander musste, um sein eigenes Leben zu schützen, seinen Tod vortäuschen und eine andere Identität annehmen.

Während Leningrad verzweifelt der Belagerung der Deutschen standzuhalten versucht, wird das Leben der Metanovas von Schicksalsschlägen gebeutelt. Wie stark ist die Liebe zwischen Tatiana und Alexander wirklich?

Das einzig gute was ich über diesen Roman sagen kann: die Autorin kann fesselnd schreiben, daher auch die "relativ gute Bewertung"! Jedoch war das Lesen dieser Geschichte für mich eine reine Qual, da ich erstens Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg nicht lese (davon gab es bereits eine Überdosis in der Schule) und zweitens Kommunismus und die Sowjetunion für mich auch absolute Abschreckungsthemen (davon hatte ich nach 5 Jahren Russischunterricht auch genug) sind für einen Unterhaltungsroman. Ich konnte an einer Liebesgeschichte, die von Massengräbern, Hungersnot, dahinsiechenden Familienmitgliedern, Bebombung und Hitler eingerahmt wurde, einfach nichts romantisches finden!

Kritik geschrieben am 15.03.03 von Isolde W.

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