Tatiana & Alexander
(australischer Titel: The Bridge to Holy Cross)

Deutscher Titel: Tatiana und Alexander (Bertelsmann Buchclub 10/2004 und Heyne 10/2005)

Englische Originalausgabe: von 2003

Autorin: Paullina Simons

Verlag: Flamingo

Bewertung: 3.5

1943 ist Tatiana Belov die Flucht aus der Sowjetunion geglückt. Sie hat das Land jedoch nur verlassen, da sie glaubt ihr geliebter Mann Alexander wäre im Krieg gestorben. Und so macht sie sich hochschwanger über Schweden und England auf nach Amerika. Auf Ellis Island vor New York wird ihr Sohn geboren, der damit amerikanischer Staatsbürger ist. Anfangs interessiert sich Tatiana nur für das kleine Bündel Leben, aber bald schon arbeitet sie im Krankenhaus als Krankenschwester und stellt einen Antrag auf amerikanische Staatsbürgerschaft. Im Gedenken an ihren Mann nennt sie sich Jane Barrington, nach seiner Mutter.

Alexander derweil ist jedoch nicht tot, sondern wartet in einem sowjetischen Gefängnis auf seine Verhandlung. Da er wusste, das sein bester Freund dem russischen Geheimdienst seine wahre Identität verraten hat und da eine Flucht unmöglich wurde für ihn hat er wenigstens dafür gesorgt, dass seine geliebte Frau das Land verlassen konnte. Er hat jedoch vor ihr zu folgen, deswegen weigert er sich zuzugeben, das er in Wahrheit Amerikaner ist. Nur der Glaube an seine Frau, hält Alexander in der schweren Zeit im Gefängnis aufrecht.

Tatiana in Amerika weigert sich derweil, dem Ratschlag ihrer Freundin Vikki zu folgen und das Leben wieder zu genießen. Zu frisch sind die Erinnerungen an Alexander und die kurze Zeit, die sie als glückliches Ehepaar genießen konnten. Doch weder Tatiana noch Alexander können wissen, welche Prüfungen das Schicksal noch für sie vorgesehen hat.

Ich glaube diese Fortsetzung hat die Autorin nur geschrieben, da "Die Liebenden von Leningrad" einen sehr offenes Ende hat. Leider konnte auch diese Geschichte mich nicht überzeugen, da ich immer noch mit den gleichen Problemen (2. Weltkrieg, Sowjetunion, Kommunismus) zu kämpfen hatte wie im ersten Teil. Am Anfang des Romans geht die Autorin auf die Vergangenheit des Helden ein, wie sich anfangs Alexanders Leben und das seiner Eltern in der Sowjetunion gestaltet hat. Bis zum Happy-End jedoch müssen Held und Heldin einfach zu viel ausstehen. Auch hier die "gute" Bewertung nur für den gekonnten Schreibstil der Autorin.

Kritik geschrieben am 15.03.03 von Isolde W.

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