"Die letzte Gondel"

Originaltitel: The Last Gondola

Autor: Edward Sklepowich

Verlag: Ullstein-Verlag,368 S.,

ISBN: 3-548-25556-6

Bewertung: 4.0

Urbino MacIntyre, in Venedig lebender Biograph und Hobby-Detektiv, ist ganz besessen davon, an den alten, exzentrischen Sonderling Samuel Possle, einen über achtzigjährigen amerikanischen Emigranten, der zurückgezogen in der Ca' Pozza, umgeben von Kunstschätzen aller Art, lebt, heranzukommen. Possle kannte nämlich viele berühmte Persönlichkeiten; jetzt lebt er völlig zurückgezogen, nur von seinem stummen, geheimnisumwitterten Diener Armando umsorgt. Es gehen Gerüchte um, dass es in seinem Palazzo spuke; und tatsächlich ist der junge Marco, ein Freund von Urbinos Gondoliere, bei einem Sturz vom Nachbarhaus der Ca' Pozza ums Leben gekommen.

Die Contessa Barbara da Capo-Zendrini, Urbinos gute Freundin, bittet ihn, sich um eine Angelegenheit zu kümmern, die ihr einige Sorgen bereitet: aus ihrem Haus sind einige Dinge verschwunden, die sie ganz gewiss nicht irgendwo verlegt haben kann - dass eine Silberkette gestohlen wurde, könnte sie ja noch verstehen, aber wer stiehlt schon von ihr getragene Kleidungsstücke?

Urbino, der inzwischen von Possle indessen verfallenden Palazzo beordert wurde, ist völlig fasziniert von dem alten Sonderling; umso mehr als dieser Andeutungen macht, er sei im Besitz einiger unveröffentlichter Gedichte von Lord Byron. Urbino versucht, das Geheimnis um die Ca' Pozza zu klären. Was hat der ihm unheimlich erscheinende Armando vor? War der Tod von Marco ein Unfall oder etwa Mord? Was hat Elvira, Marcos Mutter, die seit seinem Tod an geistiger Verwirrung leidet, eventuell mit den verschwundenen Kleidungsstückender Contessa zu tun? Urbino muss tief in der Vergangenheit graben, um das Geheimnis der Ca' Pozza lösen zu können.

Die Geschichte braucht zwar ein bisschen, um "in die Gänge zu kommen", aber dann entwickelt sie sich zu einer spannenden Story mit interessanten Charakteren und viel Atmosphäre..

Review von Sabine R., 22.04.2003

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