"Mord im Palazzo"

Originaltitel: Death in the Palazzo

Autor: Edward Sklepowich

Verlag: Ullstein

ISBN: 3-548-24885-3

Bewertung: 4.0


Venedig im November: Barbara, Contessa da Capo-Zendrini, ist nervös und angespannt: sie hat ein Fest arrangiert, bei dem sie sich mit diversen Verwandten aus der Familie ihres verstorbenen Mannes, des Conte Alvise, aussöhnen möchte. Barbara, geborene Engländerin, die von den
Familienmitgliedern stets als Aussenseiterin angesehen wurde, wird von ihrem langjährigen Freund Urbino MacIntyre, Schriftsteller und Hobbydetektiv, beruhigt und unterstützt.

Kurz nachdem die Gäste in Barbaras Palazzo eingetroffen sind, darunter auch eine Ms. Molly Wybrow, die uneingeladen einfach von Barbaras Cousin Sebastian mitgebracht wurde, wird Venedig von einer Sturmflut betroffen und der Palazzo von der Aussenwelt abgeschnitten. Die spürbare Anspannung unter den Gästen, die noch ansteigt, als sich herausstellt, dass sie nun, wegen Molly, dreizehn Gäste sind, nimmt ständig zu. Molly, die notgedrungen im bis dahin stets verschlossenen, geheimnisumwitterten Caravaggio-Zimmer untergebracht wird (in dem in den dreissiger Jahren einige Familienmitglieder eines geheimnisvollen Todes starben), wird am nächsten Morgen tot aufgefunden.

Urbino glaubt nicht an einen Unfall und beginnt, unter den Hausgästen Nachforschungen anzustellen. Wer war Molly überhaupt, und was hatte sie vor? Woher wusste sie so gut über Ereignisse aus der Vergangenheit der jeweiligen Gäste Bescheid? Eine Reihe der Gäste war nämlich auch bei der letzten Party im Jahre 1938 im Palast, als Renata unter ungeklärten Umständen im Caravaggio-Zimmer starb - hat der Mord an Molly irgendeinen Bezug zur  Vergangenheit? Worin liegt der Fluch des Caravaggio-Zimmers? Bringt Urbino durch seine Nachforschungen nicht sich selber und die Contessa in Gefahr?

Unterhaltsamer, stimmungsvoller  Gesellschaftskrimi mit interessanten, gut charakterisierten Personen und viel Atmosphäre. Für einigermassen geübte Krimi-Leser/-innen ist der Täter zwar relativ leicht zu erraten, aber trotzdem bleibt es interessant, Urbinos Auflösung des Falles zu verfolgen.

Reviewed von Sabine R. am 02.08.00

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