"Going Overboard"

Amerikanische Originalausgabe: von 2001

Autorin: Christina Skye

Verlag: Bantam Dell Publishing

Genre: C

Bewertung: 3.5

Carly Sullivan hat ein Problem: Sie ist von einer Reederei engagiert worden, um einen Werbefilm für Karibikkreuzfahrten zu drehen. Erst auf See stellt sie fest, dass das für die Aufnahmen gebuchte männliche Model absolut ungeeignet ist - vor allem für die Szenen in Badehose. Zusammen mit ihrer Freundin Daphne Brandon, der Tochter des Präsidenten des Karibikstaates 'Santa Marina', der auch Carly nach dem Tod ihrer Eltern adoptierte, sucht sie unter den männlichen Kreuzfahrtgästen nach einem geeignten Ersatz. Den findet sie schon bald in dem durchtrainierten und gefährlich attraktiven Ford McKay, der Carly's Angebot als Annäherungsversuch missversteht und ablehnt.

Ford McKay, Navy-SEAL und auf einer Undercover-Mission auf dem Schiff, wurde auf den ausdrücklichen Wunsch Nigel Brandons und aufgrund dessen hervorragenden Beziehungen zu US-Regierungskreisen dazu abkommandiert, um auf seine Adoptivtochter aufzupassen, denn es gibt ernstzunehmende Drohungen gegen die Familie. Als Ford herausfindet, auf wen er da aufpassen soll, ist er zu seinem Ärger gezwungen, den Jobv or der Kamera doch anzunehmen, um in Carly's Nähe bleiben zu können. Allerdings hat er nichts dagegen, die Arbeit mit dem Vergnügen zuverbinden und macht sich daran, der von ihrer Arbeit besessenen Carly zu zeigen, dass es noch mehr als nur ihren Job gibt...

Doch dann während Dreharbeiten an Land gibt es einen Überfall und es wird geschossen. Carly wird verletzt, Ford kann sie retten und bringt sie an einen vermeintlich sicheren Ort zur Genesung und lässt sie keine Minute aus den Augen. Ihr wird schnell klar, dass Ford nicht der Rancher aus Wyoming sein kann, für den er sich ausgibt. Und die Gefahr ist auch noch nicht vorüber...

Leider ist das Buch nicht so gut, wie der Plot vermuten lässt. Die Zutaten stimmen zwar alle, aber trotzdem geht das Konzept nicht auf. Die Charaktere bleiben seltsam flach und Carly ist einfach ein nerviger Workoholic. Außerdem gibt es einige grobe Patzer wie eine von 'gold' nach 'grau' und wieder zurückwechselnde Augenfarbe des Helden und eine rekordverdächtige 11-monatige (!) Schwangerschaft und überhaupt, heisst 'Santa Marina' nicht soviel wie 'heiliger Yachthafen'? Die ersten 3/4 des Buches lassen sich noch ganz gut lesen, aber mit dem Ende hatte ich so meine Probleme. Action und Spannung ist einiges drin, aber von dem auf dem Cover vollmundig versprochenen 'outrageous fun' ist keine Spur. Schade, das Buch hält nicht was es verspricht.

Review von Ina D., 27.04.2001

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