"Belladonna"

Originaltitel: Blindsighted

Autorin: Karin Slaughter

Verlag: Wunderlich HC

Preis: EUR 19,90

Genre: Mystery

Bewertung: 4.5

Sara Linton lebt und arbeitet in dem verschlafenen Provinznest Heartsdale, sie ist Kinderärztin, bei Bedarf wird sie aber auch als Gerichtspathologin tätig.

Sara trifft sich mit ihrer Schwester in einem Restaurant, als sie ein stilles Örtchen aufsuchen muss, macht sie eine grauenvolle Entdeckung. In der Toilette liegt blutüberströmt, die beliebte College-Professorin Sybil Adams, zwei tiefe Schnitte in ihrem Bauch bilden ein tödliches Kreuz. Sara versucht sofort das Leben von Sybil zu retten, leider vergeblich, sie stirbt in Saras Armen. Sara ist erschüttert, Sybil hatte überhaupt keine Chance sich zu wehren, denn sie war blind. Police Chief Jeffrey Tolliver, Saras Exmann, nimmt die Ermittlungen auf. Als Sara die Autopsie vornimmt, stößt sie auf weitere grausige Details. Die Professorin wurde vergewaltigt, außerdem zeigen die Laborwerte, dass sich im Blut des Opfers eine hohe Konzentration von Belladonna befinden.
Jeffrey ist ratlos, zwar treibt er die Ermittlungen mit Macht voran, aber er kann immer noch keinen Grund erkennen, warum die blinde Sybil Adams sterben musste.  Das einzig Gute was ihm durch diesen Fall widerfährt ist, dass er nun Sara wieder nahe sein kann. Er liebt seine Ex-Frau immer noch, möchte zurückgewinnen, was er einst durch Dummheit verlor.

Kurz darauf findet Sara vor dem Krankenhaus eine nackte Frau, gekreuzigt und übel zugerichtet. Sie lebt zwar noch, scheint aber dem Tode nah zu sein. Sara setzt ihr ganzes ärztliches Können ein, um diese Frau zu retten. Es gelingt, aber Sara stellt schnell fest, dass hier ähnliche Anzeichen wie bei Sybil vorliegen. Auch diese Blutprobe enthält Belladonna. Jeffrey muss erkennen, dass das sonst so friedliche Örtchen Heartsdale, nun von einem Serientäter heimgesucht wird. Ist dieser Mörder vielleicht sogar ein religiöser Fanatiker?

Slaughters Debütroman ist sehr spannend und äußerst gut gelungen. Parallelen lassen sich durchaus zu den Romanen von Gerritsen ziehen. Auch hier ist die Heldin eine vielschichtige Person, die dazu noch ein Geheimnis aus der Vergangenheit mit sich herumschleppt. Gefallen hat mir auch sehr gut, wie die Autorin die Beziehung und nun auch wieder die vorsichtige Annäherung des Ex-Ehepaares zueinander, in die Geschichte einbindet. Ansonsten gilt auch hier, nicht zu empfehlen für schwache Nerven und Mägen.

Kritik geschrieben am 12.9.03 von Uschi

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