"Dead Ringer"
Autorin: Annie Solomon
Verlag: Warner Books
2003
ISBN: 0-446-61229-4
Genre: Romantic Suspense
Bewertung:
4.0
FBI-Agent
Finn Carver ist auf der Suche nach 4 Kilo waffenfähigem
Plutonium, dass über
Umwege in die USA geschmuggelt wurde. Vermutet wird es
bei dem auf einer isolierten
Ranch in Montana lebenden russischen Industriellen
Victor Borian. Finns einzige
Chance an Borian heranzukommen und so das
Plutonium zu finden, ist die
junge Angelina Mercer. "Angel" ist ein Party-Girl,
immer auf der Suche nach ein
bisschen Spaß, eine Trophäe am Arm ihrer vier
bisherigen Ehemänner.
Als der letzte diese Männer stirbt, nutzt Carver
die Chance Angelina für
die Mitarbeit zu verpflichten, denn sie ist etwas ganz besonderes: sie sieht Borians verstorbener
Frau ähnlich als
wäre sie ihr Zwilling.
Kein Wunder, war doch Carol Borian Angels leibliche Mutter,
nach der diese schon lange
sucht.
Angelina willigt aus den verschiedensten Gründen in den Deal ein:
sie will endlich beweisen,
dass sie mehr ist, als nur ein hübsches Gesicht
und sie hofft, der Mutter so
wenigstens ein wenig näher zu kommen. Finn
und Angelina machen sich auf
dem Weg nach Montana. Der Plan, Angelina möglichst
nah an Borian
heranzuführen klappt sofort, ist doch der Russe sofort von
der jungen Frau eingenommen.
Schon nach wenigen Tagen lädt er sie auf seine
Ranch ein. Doch schon bald
scheint jemand auf der Ranch Verdacht zu schöpfen
und es wird für
Angelina immer schwerer die Scharade aufrecht zu halten.
Finn und Angelina sind sympathische und
gut gezeichnete Charaktere.
Beide schleppen eine Menge
Ballast aus ihrem Leben mit sich herum und es
fällt ihnen schwer,
andere Menschen vorurteilsfrei zu betrachten. Eigentlich völlig gegensätzliche Charaktere,
werden sie zusammen in eine
Situation geworfen, in der
sie lernen müssen, anderen wieder zu vertrauen. Der Plot ist ideenreich und gut geschrieben
mit einem
überraschenden Ende.
Kritik kann man allerdings an den für die Autorin etwas zu
glücklichen
Zufällen üben - Angelina schleicht stundenlang auf der Suche
nach dem Plutonium auf der
schwer bewachten Ranch herum ohne erwischt oder auch
nur vermisst zu werden. Die
intensive Beziehung zwischen Finn und Angel
machen diese logischen
Fehler allerdings wieder wett und so kann man "Dead
Ringer" auf jeden Fall
empfehlen.
Reviewed von Alex W. am 15.05.2004