"Reden und Sterben lassen"

Originaltitel: Bait

Autor: C.J. Songer

Verlag: Droemer Knaur

Genre: Mystery/Privatdetektivin

Bewertung: 4.0

Vor Jahren war Meg Gillis bei der kalifornischen Polizei tätig, aber dann wurde ihr Mann, ebenfalls Polizist, im Einsatz getötet. Daraufhin verlässt sie den Polizeidienst und gründete mit einem früheren Kollegen eine Sicherheitsfirma. Ihr Leben gerät aber aus den Fugen, als sie einen mysteriösen Anruf bekommt, woraufhin sie die Polizei verständigt. Was zuerst als ein rassistischer Scherz aussieht, stellt sich bald als ein kompliziertes Machwerk aus Korruption heraus. Ist die Polizei, sogar das FBI in die Sache verwickelt, vielleicht sogar der Tod ihres Mannes vor Jahren? Es tauchen wieder Namen von damals auf. Auch Meg gerät in Verdacht. Nicht locker lässt Detektiv Reilly, in endlosen Gesprächen versucht er sie aus der Reserve zu locken. Mal mit harten Bandagen, mal mit Lockködern und es baut sich eine sexuelle Spannung zwischen beiden auf. Doch Meg ist lange genug bei der Polizei gewesen um zu wissen wie es läuft und jemanden zu vertrauen ist auch nicht ihre Stärke. Dann verschwindet ihr Partner und ihr Auto wird gefunden, voller Blut....

Der 1. Fall von Meg Gillis und ich hoffe es werden weitere übersetzt. Es ist eine Ich-Erzählung im Stil Sue Grafton, und auch die Heldin erinnert an Kinsey Milhone, denn Meg Gilles ist eine Einzelgängerin, nur in Reilly hat sie einen Freund und Vertrauten gefunden, obwohl es in der Geschichte so aussieht, als ob die Differenzen unüberbrückbar sind. Der Roman ist eine Überraschung, denn er besteht hauptsächlich aus Verhören. Ich kenne nichts vergleichbares. Die Einzelaktionen der Heldin störten mich allerdings zeitweise. Ansonsten ein toller Auftakt, hebt sich von den anderen Krimis ab und daher meines Erachtens sehr zu empfehlen.

Review von Maria, 05.08.2002

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