"Die Landkarte der Liebe"

Autorin: Ahdaf Soueif

Verlag: Bertelsmann Club Premiere 2000

Bewertung: 4.0

Dieser Roman spielt in Ägypten in zwei verschiedenen Zeitebenen; einmal um 1997 herum, und weiterhin beginnend um 1900. Die junge Amerikanerin Isabel Parkman sucht die Ägypterin Amal auf, und übergibt ihr einen alten Koffer mit vielen Briefen, Tagebüchern und Erinnerungsstücken, den sie von ihrer Mutter erhalten hat. Diese Notizen wurden von Anna Winterbourne verfasst, einer jungen englischen Witwe, die 1900 nach Ägypten kam und, im Gegensatz zu den meisten ihrer Landsleute, begierig darauf war, das wahre Ägypten kennenzulernen.

Als Anna sich, als Mann verkleidet, nur mit einem Diener zu einem Ritt in die Wüste aufmacht, wird sie entführt infolgedessen lernt sie den ägyptischen Anwalt und politisch tätigen Sharif al-Baroudi und dessen Verwandte kennen. Anna und Sharif verlieben sich ineinander, und allen Schwierigkeiten zum Trotz heiraten sie; Anna und führt mit Sharif ein glückliches Leben. Anna unterstützt ihren Mann bei seinen politischen Aktivitäten, obwohl es ständig neue Schwierigkeiten gibt, und er immer desillusionierter wird.

Amal setzt sich aufgrund Annas Aufzeichnungen deren Lebensgeschichte zusammen, und entdeckt immer mehr Verflechtungen zwischen ihrer und Isabels Familie; Anna ist Isabels Urgrossmutter, und zugleich auch, da Sharifs Schwester Layla Amals Grossmutter war, mit Amal verwandt. Aber die Beziehungen zwischen den beiden Familien sind noch weitreichder Isabel hat sich in Amals Bruder Omar al-Ghamrawi, einen berühmten Dirigenten verliebt.

Interessante, aussergewöhnlich aufgebaute Geschichte, die jedoch leider mit allzu vielen verwirrenden geschichtlichen und politischen Details überfrachtet ist; daher, besonders in der zweiten Hälfte, etwas mühsam zu lesen.

Reviewed am 01.01.01 von Sabine R.

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