LaVyrle Spencer Review Page

|| Spring Fancy || Sweet Memories || Stolze Liebe || Was der Himmel verspricht ||
|| Melodie des Lebens || Ein Haus im Himmel || Ein Traum von einem Mann || Ein Sommer in Maine ||

"Spring Fancy"


Amerikanisches Audiobook: abridged (gekürzt), 2 Kassetten
Verlag: Dove Audio
Bewertung: 4.5
Genre: Contemporary

Winnifred Gardner hat alles was man sich wünschen kann, eine Arbeit die sie ausfüllt, nette Freunde und in drei Monaten wird sie heiraten. Da lernt sie bei den Vorbereitungen zur Hochzeit ihrer besten Freundin Joseph "Jo-Jo" Duggan kennen. Er und sie sollen als Trauzeugen fungieren. Joseph sieht nicht nur gut aus, er ist witzig und scheint sich für Winn, wie sie von ihren Freunden genannt wird, ehrlich zu interessieren. Er ist so ganz anders als ihr Verlobter Paul Hildebrandt der manchmal in Winn das Gefühl erweckt, seine Arbeit am Computer wäre faszinierender als sie. Winn und Jo-Jo treffen sich in den nächsten Tagen immer häufiger, da sie ja für die Hochzeit zu proben haben. Beide wissen nicht was es ist, das sie sich so zueinander hingezogen fühlen. Winn will aber über einen harmlosen Flirt nicht hinausgehen, immerhin ist sie einem anderen versprochen.

Als Jo-Jo sie das erste Mal küsst, weiß Winn das sie in ernsthaften Schwierigkeiten ist, dieser Mann könnte ihr gefährlich werden, aber sie weigert sich ihre Hochzeit aufs Spiel zu setzen. In der darauf folgenden Zeit wird aber immer deutlicher, das Paul und sie anscheinend nicht zusammenpassen. Will Winn mit ihm über ihre Arbeit reden, dann besteht er immer darauf, das sie ihre Probleme nicht mit nach Hause bringen soll. Und er verbringt wirklich jede freie Minute am Computer da er Winn ein gutes Leben mit viel Geld bieten will. Winn aber möchte das gar nicht. Derweil zeigt ihr Jo-Jo, das man auch Spaß zusammen haben kann. Er ist genauso sportbegeistert wie sie.

Der Hochzeitstermin rückt jedoch immer näher. Ist Winn dabei den größten Fehler ihres Lebens zu begehen?

LaVyrle Spencer hat eine wirklich einmalige Art, ihren Romanen Leben einzuhauchen. "Spring Fancy" ist eine kurzweilige Geschichte über die kleinen Tücken des Lebens, denn nicht immer verläuft alles so, wie wir es geplant haben. Für einen gemütlichen Nachmittag nur zu empfehlen!

Kritik geschrieben am 03.11.01 von Isolde W.

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"Sweet Memories"

Amerikanisches Audiobook: abridged (gekürzt), 2 Kassetten
Verlag: Dove Audio
Bewertung: 5.0
Genre: Contemporary

Theresa Brubaker hat ein Problem, das viele nicht ernst nehmen und das ihr bereits seit Jahren das Leben schwer macht. Sie ist zwar zierlich, aber mit einer viel zu großen Oberweite ausgestattet. Jedes Treffen mit einem Unbekannten wird für sie zu einer nervlichen Prüfung, denn spätestens wenn sie sich vorstellt, starrt der Mann nur noch ihre Brüste an und kein vernünftiges Gespräch kommt zustande. Daher versucht sie ihren Körper hinter weiten Kleidern zu verstecken. Jetzt erwartet sie die Heimkehr ihres Bruders Jeff, der gerade beim Militär ist und Urlaub bekommen hat. Jeff hat jedoch angekündigt seinen Freund Brian Scanlon mitzubringen. Theresa ist darüber nicht begeistert, weiß sie doch schon was passieren wird, wenn sie Brian kennen lernt. Umso mehr erstaunt es sie jedoch das Brian ihr in die Augen schaut und sein Blick nicht einmal nach unten wandert.

Auch in den darauf folgenden Tagen ist Theresa mehr als verblüfft. Brian scheint sich wirklich für sie zu interessieren und starrt sie nicht einmal an, als wäre sie eine "Missgeburt". Brian ist schließlich von seinem Freund Jeff vorgewarnt worden. Die Brubakers bereiten sich auf das Weihnachtsfest vor und Brian und Theresa kommen sich immer näher. Als Brian jedoch mehr als nur Küsse von Theresa will, verschließt sie sich ihm. Und so erfährt Brian zum ersten Mal was für eine Tortur es für sie war, von allen ausgelacht zu werden, das man Witze über sie gemacht hat und das Theresa nie ein richtiges Verhältnis zu einem Mann aufbauen konnte, da sie so sehr unter ihrer enormen Oberweite gelitten hat. Auch von ihrer Mutter bekam sie kein Verständnis.

Als die beiden Soldaten nach Neujahr wieder abreisen müssen, ist das aber noch nicht das Ende der Beziehung zwischen Theresa und Brian. In der darauf folgenden Zeit schreiben sie sich regelmäßig, bis Theresa plötzlich eine wichtige Entscheidung treffen muss. Wird sie den Mut haben ihr Leben zu ändern?

Wer LaVyrle Spencer Romane kennt, der weiß das die Autorin mit viel Feingefühl über die alltäglichen Probleme berichtet. "Sweet Memories" bildet da keine Ausnahme. Eine zu Herzen gehende Geschichte mit einem wirklich ungewöhnlichen aber trotzdem sehr bewegenden Plot. Ein tolles Buch!

Kritik geschrieben am 20.10.01 von Isolde W.

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"Stolze Liebe"

Originaltitel: The Endearment
Deutsche Erstveröffentlichung: 1995
Verlag: Heyne
Preis: 12,00 DM
Bewertung: 4.5
Genre: Historical

Der 25jährige Schwede Karl Lindstrom hat sich Mitte des 19. Jahrhunderts als Siedler in den einsamen Wäldern von Minnesota niedergelassen. Per Zeitungsinserat in Boston sucht er eine sogenannte "Versandhaus-Braut". Der 17jährigen Anna Reardon scheint die Ehe mit Karl der einzige Ausweg aus dem Elend zu sein und sie antwortet auf seine Annonce. Sie verschweigt Karl jedoch nicht nur ihre wirklichen Lebensumstände, sondern gibt unter anderem vor, älter und in häuslichen Dingen erfahren zu sein. Auch davon, dass sie ihren kleinen Bruder mitnimmt, weiss Karl nichts. Voller Hoffnung, aber auch voller Angst machen sich Anna und ihr Bruder auf die weite Reise in das zu dieser Zeit noch als reines Pionierland geltende Minnesota. Dort angekommen treffen die Beiden auf den warmherzigen und grundehrlichen Karl, der wegen der Lügen zwar sehr enttäuscht ist, es aber trotzdem nicht über sich bringt, sie wieder wegzuschicken.

In der Einsamkeit des Pionierlandes versuchen Anna und Karl einen neuen Anfang. Dies ist nicht einfach, weil Anna sich tief in ihre Lügen verstrickt hat und Karl die Enttäuschung darüber nur schwer verwinden kann. So müssen sie erst lernen, einander zu vertrauen und zu vergeben.

Eine schöne und bittersüsse Liebesgeschichte, die das Pionierleben sehr bildhaft vor Augen führt. Das Besondere an der Autorin ist, dass sich - abgesehen von einer nachvollziehbaren Schwäche für skandinavische Männer - kaum zwei ihrer Romane je gleichen. Die Protagonisten sind menschlich, die Geschichte lebensnah erzählt. Wer Liebesromane dieses Genres mag, dem kann dieses Buch wärmsten empfohlen werden.

Kritik geschrieben am 21.01.00 von Stephie

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"Was der Himmel verspricht"

Originaltitel: Then Came Heaven, 1997
Deutsche Erstveröffentlichung: 1999
Verlag: Goldmann/Blanvalet
Preis: 14,90 DM
ISBN: 3-442-35138-3
Bewertung: 4.5
Genre: Contemporary

Kaum zu glauben das LaVyrle Spencer das Schreiben aufgegeben hat. Ihr letzter Roman "Was der Himmel verspricht" ist ein tolles Abschiedswerk!

Amerika, 1950:
Benediktinerschwester Regina lebt jetzt schon seit knapp 5 Jahren in der kleinen Stadt Browerville und unterrichtet dort die Dritt- und Viertklässler. Das idyllische Leben der Gemeinde wird gestört, als Krystyna Olczak bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt. Ihr Mann Eddie bleibt mit den beiden Mädchen Anne und Lucy, Schülerinnen von Schwester Regina, allein zurück. Er kann sich nur schwer in das Leben ohne seine geliebte Frau eingewöhnen. Die Hilfe seiner Familie erdrückt ihn und nur wenn er mit Schwester Regina redet, hat er das Gefühl verstanden zu werden. Und hier kann er seiner Trauer freien Lauf lassen.

Eigentlich verbieten die strikten Regeln des Ordens solche Gespräche, aber Schwester Regina schafft es einfach nicht Eddie Olczak aus dem Weg zu gehen, zu sehr sind ihr seine Kinder ans Herz gewachsen. Aber je öfter sie zusammen sind, umso mehr spüren sie, daß sich verbotene Gefühle in ihnen breitmachen. Schwester Regina zweifelt schon seit längerem an ihrer Berufung als Nonne. Jedoch solange sie an ihr Gelübde gebunden ist, kann nichts zwischen ihr und Eddie sein.

Eine rührende Geschichte um Glauben und Liebe. Als Leser erlebt man sozusagen "hautnah" den Gewissenskonflikt der Heldin. Soll sie ihr Heim bei den Nonnen aufgeben, nur weil sie sich nicht an die Regeln halten kann? Und auch die Trauer des Helden ist sehr ergreifend geschildert. Ein Buch das zu Herzen geht!

Kritik geschrieben am 06.08.99 von Isolde W.

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"Melodie des Lebens"

Originaltitel: Small Town Girl, 1997
Deutsche Erstveröffentlichung: Juni 1998
Verlag: Goldmann/Blanvalet
Preis: 14,90 DM
ISBN: 3-442-35017-4
Bewertung: 5.0
Genre: Contemporary

Seit 18 Jahren schon geht Tess McPhail ihren eigenen Weg und das sogar ziemlich erfolgreich. Denn sie hat es geschafft zu der berühmtesten Country-Sängerin Amerikas zu werden. Jetzt allerdings haben ihre Schwestern von ihr gefordert das sie ihren Teil der töchterlichen Pflichten übernimmt, denn ihre Mutter muss in den nächsten Wochen nach ihrer zweiten Hüftoperation betreut werden.

Tess ist überhaupt nicht begeistert davon von Nashville in das kleine Kaff Wintergreen zurückversetzt zu werden. Wissen denn ihre Schwestern nicht was sie tagtäglich für ihren Erfolg tun muss? Und das ausgerechnet Kenny Kronek sich ständig als der "Helfer in Not" erweist, behagt ihr anfangs überhaupt nicht. Sie mögen ja als Kinder zusammen gespielt haben, da sie Nachbarn waren, aber später in der High School wollte Tess von dem schlaksigen Jungen mit dem Nasenbluten der ihr ständig nachgelaufen war nichts mehr wissen.

In Wintergreen scheint sich nichts geändert zu haben. Obwohl Tess ihrer Mutter jeden Monat viel Geld schickt, lebt diese noch immer in ihrem alten Haus mit den verschlissenen Möbeln. Und fast zwei Jahrzehnte in der grossen Welt des Musikbusiness haben einen anderen Menschen aus Tess gemacht. Sie mag das kalorienreiche Essen ihrer Mutter nicht, ist über den Nachbarn, der sie
ignoriert verärgert und weiss nicht, wie sie der Eifersucht ihrer Schwester Judy begegnen soll.

Und auch wie man die Mutter an einer solchen Operation aufmuntert und wie man ihr zur Seite steht, muss Tess erst lernen. Aber das Kenny sich als hilfsbereiter und netter Mann herausstellt, ist wirklich eine Überraschung. Tess weiss nicht wie sie mit der Anziehungskraft die er auf sie ausübt umgehen soll, denn schliesslich leben beide in total verschiedenen Welten.

Kenny hat eine siebzehnjaehrige Tochter, Casey, die ebenfalls ihr Leben ganz der Musik widmen will. Tess und Casey verstehen sich von Anfang an blendend, und als es ihnen auch noch gelingt gemeinsam einen tollen neuen Song zu schreiben, kann nichts mehr die Freundschaft zwischen den beiden stoppen.

Als Tess Casey anbietet ihr den Weg in die Musikbranche zu ebnen, erklärt sich Kenny nur zögernd einverstanden. Die vier Wochen die er zusammen mit Tess verbracht hat, scheinen plötzlich eine viel intensivere Bedeutung bekommen zu haben. Als sie zurück nach Nashville fährt, tut sie das schweren Herzens. Aber es kann keine Zukunft für sie und Kenny geben, da ist sich Tess sicher. Aber eine Zukunft ohne ihn ist genauso trostlos.

Eine Geschichte die einem unter die Haut geht. LaVyrle Spencer hat es wiedermal geschafft, die Emotionen und Gedanken ihrer Hauptfiguren lebensecht festzuhalten. Ein Lesevergnügen ohne gleichen!

Kritik geschrieben am 22.05.98 von I. Wehr

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"Ein Haus im Himmel"

Originaltitel: A Promise to Cherish, 1983
Deutsche Erstveröffentlichung: Mai 1997
Verlag: Goldmann
Preis: 12,90 DM
ISBN: 3-442-42985-4
Bewertung: 4.0
Genre: Contemporary

"Ein Haus im Himmel" fällt in die gleiche Kategorie wie "Ein Traum von einem Mann". Einfach nur lesen und Spaß haben.

Lee Walker ist eine junge Frau die für eine große Baufirma arbeitet. Sie macht Arbeit. die sonst eigentlich nur den Männer vorbehalten ist. Deswegen muß sie jeden Tag gegen Vorurteile kämpfen. Zum Teil auch deshalb weil sie zur Hälfte Indianerin ist. Ihr Boss ist in diesem Fall echt ekelhaft. Zur Zeit befindet sie sich in Denver und hat einen wichtigen Termin. Sie soll ein Gebot für einen großen Job abgeben.

Dummerweise hat sie sich am Flughafen den falschen Koffer geschnappt. Lee bemerkt das Mißgeschick aber erst im Hotel, als es bereits zu spät ist. Alle ihre Unterlagen sind somit weg. Im Koffer selbst findet sie nur ein Playboy-Magazin und Herrenwäsche. Der Besitzer heißt Sam Brown.

Für Lee steht fest das sie den Job versaut hab, aber sie entschließt sich doch noch zur Angebotseröffnung zu gehen um herauszufinden wer den Job kriegt. Auf einmal wird ihre Firma genannt. Hey, da scheint doch jemand ihr Angebot eingereicht zu haben. Wer könnte sowas machen?

Da ihre Firma leider nicht den besten Preis hat, wird der Auftrag anderweitig vergeben. An einen sehr gutaussehenden Mann und sein Name ist .... Sam Brown! Er ist der Eigentümer der Baufirma und er ist derselbe Sam Brown, dem der Koffer mit dem Playboy-Magazin gehört. Lee kann ihn vom ersten Augenblick an nicht leiden, da sie meint er hätte sich ihr Angebot angeschaut und danach seinen Preis korrigiert.

Abends im Hotel tauschen sie die Koffer und Lee nimmt Sams Einladung zum Essen an aber am nächsten Tag gehen beide wieder ihre eigenen Wege.

Kurze Zeit später kündigt Lee ihren Job da sie für das Ekelpaket von Chef einfach nicht mehr arbeiten kann. Sam findet das heraus und bietet ihr einen Job in seiner Firma an. Sie soll die gleiche Arbeit machen, bekommt aber sogar noch mehr Geld dafür. Lee akzeptiert. Sam ist nicht nur an ihrer Arbeit interessiert sondern an ihr privat. Aber das Leben ist nicht immer einfach und es gibt da ein dunkles Geheimnis warum Lee geschieden ist. Wird Sam sie verstehen können? Das müßt ihr dann schon selbst herausfinden.

Kritik geschrieben am 24.04.97 von I. Wehr

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"Ein Traum von einem Mann"

Originaltitel: Forsaking all others, 1982
Deutsche Erstveröffentlichung: Februar 1997
Verlag: Goldmann
Preis: 12,90 DM
ISBN: 3-442-42986-2
Bewertung: 4.0
Genre: Contemporary

"Ein Traum von einem Mann" ist eine wundervolle Liebesgeschichte und dabei noch kurz genug für einen ruhigen Abend. Mir hat das Buch aus zweierlei Gründen gefallen: Zum einen weil ich ein LaVyrle Spencer Fan bin und zum anderen weil es sich wunderbar für einen kurzen Ausflug in das Reich der Träume eignet. Setz Dich einfach hin, nimm Dir das Buch vor und genieße die Geschichte.
Beim Lesen hab ich mich glücklich und traurig aber am Ende dann doch sehr zufrieden gefühlt.

Allison Scott ist Fotografin. Man hat sie gefragt ob sie nicht die Aufnahme für das Cover eines Liebesromans machen will. Darum sucht sie nach einem gutaussehenden, 25 Jahre alten Mann mit blondem Haar und blauen Augen. Und sie findet ihn in Rick Lang. Er ist Mr. Perfect. Da Allison schon so ein Exemplar der Gattung Mann gekannt hat der sie und ihre Arbeit ausgebeutet hat, ist sie Rick gegenüber sehr skeptisch. Aber Rick hat mehr zu bieten als ein hübsches Gesicht und einen perfekten Körper. Er ist unter anderem hilfsbereit und witzig. Es braucht halt seine Zeit bis Allison
das erkennt.

Allison stellt sich das Foto für das Cover folgendermaßen vor: Rick liegt im Mondlicht am Strand mit einer atemberaubend gutaussehenden Frau in seinen Armen. Leider kann dieser Schnappschuß nicht an einem richtigen Strand aufgenommen werden sondern in der einer kalten Nacht in Allisons Studio in Minneapolis. Was sie mit Hilfe von Sand, einem Baumstamm und einem See zustande bringt.

Rick erkennt das Allison die richtige für ihn ist. Sie geht in ihrem Beruf auf und hat sehr viel Talent. Aber Allison ist nicht so leicht von dieser Tatsache zu überzeugen. Zu tief sitzen die Wunden von ihrer letzten Beziehung.

Selbstverständlich gibt es ein Happy End (was sonst ;-), aber bis dahin liegt ein langer Weg vor unseren Helden. Eine wunderbare Lovestory!

Kritik geschrieben am 14.02.97 von I. Wehr

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"Ein Sommer in Maine"

Originaltitel: That Camden Summer, 1996
Deutsche Erstveröffentlichung: 1997
Verlag: Bertelsmann Club
Preis: 32,90 DM
Bewertung: 4.5
Genre: Historical

Vielleicht bin ich ja ein wenig voreingenommen weil ich ein so grosser LaVyrle Spencer Fan bin, aber ich kann nichts anderes sagen als das ich dieses Buch liebe. Die Geschichte ist einfach wundervoll. Ich hab mich gefühlt als ob ich mitten in der Geschichte stecken würde und als ob die Figuren rund um mich herum spielen.

Maine, 1916:

Roberta Jewett ist eine geschiedene Frau die in ihre Heimatstadt zurückkehrt zusammen mit ihren drei Toechtern Rebecca, Susan und Lydia. Hier in Camden versucht sie Frieden und Ruhe zu finden und ein neues Leben zu beginnen. Allerdings machen ihr das die konservativen Bürger der Stadt nicht leicht mit ihren engstirnigen Ansichten und ihren Vorurteilen. Roberts Schwester und ihre
Mutter sind leider auch nicht besser. Sie mißbilligen ihre Lebensart.

Roberta arbeitet als staatliche Krankenschwester, das heisst sie hat einen Ganz-Tags-Job. Dafür kauft sie sich ein Auto. Sie lernt fahren und ist somit die erste Frau in Camden die sich traut in diese Domäne einzudringen. Ihr neues Haus allerdings ist eine einzige Katastrophe. Es ist schmutzig und muss dringend renoviert werden. Gabriel Farley hilft ihr dabei. Er ist der Zimmermann in Camden.

Roberta ist nicht mehr an Männern interessiert. Ihr Mann war ein Schürzenjaeger und hat sich nur an sie erinnert wenn er mal wieder Geld brauchte. Als sie hört wie Gabriel und Elfred (ihr Schwager) über geschiedene Frauen lästern ist sie empört. Was für ein schrecklicher Mann.

Gabriel ist Witwer. Er kann seine verstorbene Frau einfach nicht vergessen. Zusammen mit seiner Tochter Isobel lebt er ein einfaches und sorgenfreies Leben. Seit die Jewetts allerdings in die Stadt gezogen sind, ändern sich viele Dinge. Isobel ist die Freundin von Rebecca, Susan und Lydia geworden und verbringt ihre Abende in deren Haus. Gabriel ist fasziniert von Roberta, dabei ist sie noch nichtmal eine normale Hausfrau. Sie liebt ihren Job und Spass zu haben ist für sie wichtiger als eine aufgeräumte Küche.

Vom ersten Moment an fühlen sich die beiden voneinander angezogen. Die gemeinsam wachsenden Gefühle müssen schmerzliche Erinnerungen, den Neid und die Missgunst der Nachbarn und einen sexuellen Angriff auf Roberta überstehen.

Roberta Jewett ist ein faszinierende Heldin. Sie ist unabhängig, stark und eine wundervolle Mutter für ihre Kinder. Man muss sie einfach lieben. Gabriel ist ebenfalls ein sehr starker Charakter. Zwei sehr realistische Helden in einer wirklich klasse Liebesgeschichte.

Kritik geschrieben am 28.06.97 von I. Wehr

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