"Das verleugnete Grab"

Originaltitel: Last Witness

Autorin: Dana Stabenow

Verlag: Blanvalet

Preis: 9,90 Euro

Bewertung: 4.5

Bei einem Schulausflug zu einem Gletscher im Südosten Alaskas findet der vierzehnjährige Johnny in einer Höhle eine Leiche. Der hinzu gerufene State Trooper Jim Chopin nimmt die Ermittlungen auf, denn es handelt sich eindeutig um Mord. Der Tote war Len Dreyer, der zwar zu vielen Leuten im Park Kontakt hatte, da er sich seinen Lebensunterhalt als Handwerker verdiente, aber wie es sich schnell herausstellt, kannte ihn keiner näher. Deshalb bittet Jim Chopin die ehemalige Staatsanwältin Kate Shugak, bei der Aufklärung des Falles mitzuhelfen. Kate nimmt dankbar den Job an, ist es doch eine Möglichkeit, etwas Geld nebenher zu verdienen.

Schnell stößt sie aber bei den Befragungen an ihre Grenzen, Len scheint ein ganz stinknormaler Bürger gewesen zu sein, es zeichnet sich einfach kein Mordmotiv ab. Dann aber schafft sie den Durchbruch, sie findet heraus, dass Len Dreyer hier unter falschem Namen lebte, außerdem verbüßte er schon vor Jahren eine Haftstrafe. Kate fragt sich, ob wohl hier die Erklärung des Verbrechens liegt?

Johnny lebt seit dem Tod seines Vaters bei Kate Shugak. Kates Zuhause ist eine einsam gelegene Hütte im Park. Als diese plötzlich in Flammen aufgeht, wird Kate schnell klar, dass der Mörder nun sie ins Visier genommen hat. Ihr läuft es jetzt noch kalt über den Rücken, wer weiß, welchen Schaden der Junge genommen hätte, wäre er in der Hütte gewesen. So ist Kate nun fest entschlossen, den Mörder aufzuspüren.

Bei diesem Krimi stimmt einfach alles, ein außergewöhnlicher Handlungsort im hohen Norden, nämlich ein Naturpark, dessen Bewohner sich selbst den Namen „Parkratten“ geben. Dazu eine eigenwillige Heldin, natürlich nicht zu vergessen, der attraktive State Trooper Jim Chopin. Zwischen Kate und Jim knistert es gewaltig. Auch viele der Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet. Einziges Manko, das Buch ist der 13. Band einer Serie. Man kann es zwar trotzdem auch ohne Vorkenntnisse gut lesen, aber man hat schon das Gefühl, dass die Hauptfigur eine bewegte Vergangenheit haben muss. Fünf Bücher wurden bereits schon einmal von einem anderen Verlag übersetzt, drei davon konnte ich inzwischen auftreiben und lesen. Meine Meinung hat sich nicht geändert, ich finde diese Serie klasse, die Autorin ist für mich eine echte Entdeckung. Daher freue ich mich sehr, dass zurzeit der 14. Band bereits übersetzt wird.

Reviewed am 28.10.05 von Uschi


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