"Der lange Weg nach Hause"

Originaltitel: The Long Road Home, 
Dell Publishing, New York, 1998

Autorin: Danielle Steel

Deutsche Erstausgabe: von 2001

Bewertung: 4.5

Gabriella Harrison wird seit ihrem 3.ten Lebensjahr täglich von ihrer Mutter verprügelt. Mal mehr, mal weniger muss Eloise ihr Disziplin beibringen und in ihrer kindlichen Unschuld glaubt das Mädchen tatsächlich, sie würde alles falsch machen und die Schmerzen und die Demütigungen verdienen. Als im Alter von 10 Jahren der Vater die Familie verlässt, wird es noch schlimmer, denn Eloise bleut ihr ein, sie wäre daran schuld, dass der Vater sie verlassen hat. Schon früh flüchtet sich Gabriella in eine eigene Fantasiewelt, indem sie Geschichten schreibt. Mit 11 Jahren kommt sie ins St. Matthew's Kloster. Erst denkt Gabriella, es wäre ihr Todesurteil, aber dann stellt sie schnell fest, dass sie dort Liebe und Geborgenheit empfängt und ihre kleine geschundene Seele beginnt zu heilen. Im Laufe der Jahre wird sie eine junge hübsche Frau mit einem wundervollen Talent: Schreiben. Die Nonnen, allen voran die Oberin Schwester Gregoria, können Gabriella dazu bewesen, ein College zu besuchen. Sie glaubten an das Talent und genossen ihre Geschichten in vollen Zügen.

In Joe Connors sieht Gabriella die Liebe ihres Lebens. Völlig unerfahren und weltfremd geht sie an die Liebe ran, dennoch ist sie bereit, alles für diese Liebe zu opfern. Sie ist eine Postulantin und er ein Priester. Doch die Gewissenkonflikte waren zu stark in Joes Seele. Als sie ihm eröffnet, das sie schwanger ist, entscheidet er sich für den Tod und lässt Gabriella schmählich im Stich. Für das St. Matthew's ist es natürlich eine unverzeihliche Sünde und sie wird mit Ausschluss aus der Gemeinde bestraft. Schwester Gregoria lässt sie schweren Herzens gehen. Für Gabriella kommen neue Probleme: Wo soll sie unterkommen? Wo soll sie Geldverdienen? Noch nie bis auf die Zeit beim College hatte sie außerhalb der Klostermauern gelebt. Wie sollte sie ihr Leben neu beginnen?

Für diesen Roman finde ich gar nicht genug lobende Worte. Ich habe es innerhalb von drei Tagen gelesen und zeitweilig war ich nicht ansprechbar, wenn meine Nase in diese Seiten vertieft war. Ich vergaß alles um mich herum und kämpfte mit der Heldin um ihr Leben und ihr Glück. Selten ist ein Buch so packend geschrieben, man spürt förmlich die Schmerzen, die Gabriella von ihrer Mutter zugefügt wurden und man beginnt die Mutter ebenso zu hassen. Man fühlt sich glatt, als wäre man direkt beteiligt. Ich denke, dieses Buch bringt einen zum Grübeln und man sollte sich diese Lektüre nicht entgehen lassen, auch wenn man kein Danielle Steel-Fan ist

Review von Elke, 13.09.2001

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