"The President's Daughter"

Amerikanische Originalausgabe: 2002

Autorin: Mariah Stewart

Verlag: Ballantine

Bewertung: 3.5

Simon Keller genießt den Ruf, ein loyaler und wahrheitstreuer Journalist zu sein. Da er sich in einem Skandal weigerte seine Informationsquellen zu nennen, kündigte er seinen Job und schreibt jetzt an einem ersten Roman. Überraschenderweise erhält er von einem befreundeten Verleger ein ziemlich überwältigendes Angebot. Er soll ein Buch über einen früheren Präsidenten der USA schreiben. Graham Hayward hatte eine reine Weste, nie konnte ihm ein Skandal nachgewiesen werden, und während seiner Präsidentschaft, hat er sich immer an seinen Leitsatz, nie das amerikanische Volk zu belügen, gehalten.

Simon akzeptiert den Vorschlag, vor allem da auch sein Buch verlegt wird, wenn er die Präsidenten-Biografie fertig gestellt hat. Er beginnt mit den Nachforschungen und stellt kurz darauf fest, ein Skandal ist wohl doch vertuscht worden. Graham Hayward hatte während seiner Ehe und der Präsidentschaft, eine Affäre mit einer charismatischen jungen Frau, deren Leben jedoch ein tragisches Ende fand, sie wurde überfahren und ihr Tod wurde als Unfall zu den Polizeiakten gelegt. Viel aufregender ist jedoch die Aussage eines ehemaligen Angestellten des Präsidenten, der sich in einem Pflegeheim aufhält. Er behauptet, aus der Affäre stammt ein Kind. Kann Simon dem Gerede des anscheinend geistig verwirrten Mannes glauben?

Dina McDermott ist erfolgreich und unabhängig. Sie hat eine eigene Gärtnerei und eigentlich fehlt ihr zum vollkommenen Glück, nur noch der passende Mann. Aber der lässt sich nun einmal nicht herbeizaubern, und solange sie den Richtigen nicht gefunden hat, konzentriert sie sich halt auf ihr Geschäft. Sie ahnt noch nicht, das ihr ganzes Leben bald außer Kontrolle geraten wird.

Leider hat "The President's Daughter" einen großen Schönheitsfehler, der Titel verrät bereits, was das "Geheimnis" dieser Story ist. Außerdem treffen Held und Heldin sich erst in der zweiten Hälfte des Buches. Alles in allem ist der Roman ganz okay, reicht aber bedauerlicherweise nicht über das Mittelmaß hinaus. Hier wurde die Liebesgeschichte einfach zu kurz abgehandelt.

Kritik geschrieben am 03.04.04 von Isolde W.

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