"Gondeln, die sich nachts begegnen"

Originaltitel: A Glut of Virgins

Autor: Bill Strutton

Verlag: Scherz Travel Crime, 1999, 157 S.

ISBN: 3-502-79186-4

Bewertung: 3.5

Das ist die Sensation in Kunstkreisen in England: ein Madonnenbild des Renaissance-Malers Carpaccio ist aufgetaucht, von dem es nie sicher war, ob er dieses Bild wirklich fertig gemalt hatte. Nun wird spekuliert, ob Carpaccio nicht auch die beiden weiteren Bilder dieser geplanten Trilogie gemalt haben könnte. Der junge Kunsthistorike rLeo Blake soll im Auftrag seines wohlhabenden Onkels, des Kunsthändlers Austin Blake, herausfinden, ob dies der Fall sein könnte - mit seiner Suche beginnt er wohl am besten in Venedig, der Heimatstadt Carpaccios.

Auf seiner Fahrt nach Venedig liest Leo unterwegs die Anhalterin Tessa auf, eine etwas naiv erscheinende junge Australierin, die ihre in Venedig lebende Tante besuchen will. Die Tante ist aber nicht anwesend, und so hat Leo Tessa, die ihr Reisegeld lieber für modische Sachen umgesetzt hatte, am Halse - was ihm nun keineswegs sehr behagt, stört sie ihn doch bei der Ausführung seiner Pläne. Im Hotel lernt Leo den amerikanischen Journalisten Cosmo Ward kennen, der ihn mit einigen Tips hinsichtlich der Kunstszene versorgt. So lernt Leoden genialen Restaurator Jacopo kennen, und erfährt von dem, dass in einer alten Kapelle auf einer einsamen Laguneninsel wichtige Manuskripte gefunden wurden. Als Leo unter größten Gefahren sich die Manuskripte beschafft, entdeckt er einige Hinweise auf die mögliche Existenz der gesuchten Gemälde.

Doch Leo ist nicht der einzige, der hinter den Bildern her ist; so legt er sich unter anderem mit dem Ex-Mafioso Fosca an, der sich nach Venedig zurückgezogen hat. Da findet Leo zufälligerweise auf dem Speicher der alten Contessa Marciliano eines der gesuchten Gemälde- das heißt, ob es wirklich echt ist, muss erst noch festgestellt werden- und die Dinge überstürzen sich.

Einigermassen unterhaltsame, jedoch nicht allzu überragende Geschichte; das Original stammt aus dem Jahre1973, und ein bisschen merkt man der Story schon ihr "Alter" an.

Review von Sabine R., 12.10.2001

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