"Medaillon des Schicksals"

Deutsche Originalausgabe

Autorin: Laura Thorne

Verlag: Pavillon Verlag, Juni 2003

ISBN: 3-453-86868-4

Preis: 6,95 €

Bewertung: 4.0

Toskana 15. Jh.
Die junge Contessa Donatella di Algari liegt in den Wehen und bemüht sich, ihr drittes Kind auf die Welt zu bringen. Dieses Mal muss es ein Sohn werden, hat ihr Mann ihr doch sonst gedroht, sie zu verstoßen. Mit Hilfe der Hebamme Rosalba wird das Kind schließlich geboren. Durch einen beruhigenden Trank der Hebamme schläft die Contessa ein. Die Hebamme verschwindet mit dem Kind. Als die Contessa einige Stunden später wieder aufwacht, kann die Geburt des Sohnes verkündet werden ...

Achtzehn Jahre später ...
Die junge Rosaria lebt mit ihrer Mutter bei einer fahrenden Truppe von Händlern und Schauspielern. Rosaria selbst ist Olivenhändlerin. Zudem ist sie auch in der Heilkunde erfahren. Sie ist mit dem Schwertschlucker Raffael verlobt, dem sie aber eher geschwisterliche Liebe entgegenbringt. Trotzdem schenkt sie ihm ihre Unschuld, was ihrem Gewissen große Sorge bereitet. In der Nacht danach träumt sie von einem anderen Mann, der ihr sehr vertraut vorkommt. Niemand ist erstaunter als Rosaria, als sie dem Mann kurze Zeit später leibhaftig begegnet. Auch er hat das Gefühl der Vertrautheit. Man trennt sich wieder.

Als nächstes reist die fahrende Gruppe auf Einladung zur Burg der di Algari, um bei der Verlobungsfeier des Sohnes der Familie die Gäste zu unterhalten. Giacomo di Algari soll die reiche und ziemlich verwöhnte Kaufmannstochter Isabella heiraten, um den Familienbesitz vor dem Ruin zu retten. Rosaria erkennt in dem Bräutigam den Mann ihrer Träume wieder, den sie bereits aus ganzem Herzen liebt. Auf Bitte seiner Mutter braut sie dem Paar ein Liebestrank. Bei der Übergabe passiert es dann: Nachdem Giacomo davon getrunken hat, gibt er ihn nicht Isabella weiter, sondern führt den Trank an Rosarias Lippen.

Die zutiefst gekränkte Isabella schwört Rache.

Schön, ein Roman, der uns in die Toskana führt! Allerdings hat er mich ein wenig an eine Tragödie mit Happy End erinnert. Und als solche sollte man den Roman am besten auch sehen, denn sonst wäre diese Bewertung zu hoch. Die Veränderung des Verhaltens vom Conte am Ende war für mich nicht ganz nachzuvollziehen.

Geschrieben von Karin M. am 29.07.2003

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