"Im Sturm der Leidenschaft"

Deutsche Originalausgabe: von 2005

Autorin: Laura Thorne

Verlag: Bastei-Lübbe, 382 S.

ISBN: 3-404-18688-5

Bewertung: 2.5


Lissabon, 1499: Jeden Tag wartet die junge Charlotta de Alvarez, Tochter des königlichen Admirals, voller Hoffnung darauf, dass Ihr Verlobter, Vasco da Gama, der sich auf die Suche nach dem Seeweg nach Indien begeben hat, von seiner gefahrvollen Expedition zurückkommt - doch stets vergebens. Bald sind es zwei Jahre her, seit Vasco da Gama fortgesegelt war - und wenn er nicht innerhalb dieser Zeit zurückkommt, wird er für tot erklärt; was bedeutet, dass Charlotta, die seit ihrer Kindheit eigentlich Dom Pedro de Corvilhas versprochen war, diesen auch heiraten müsste. Dom Pedro hatte sich vorher nie für die Realisierung dieser Verbindung interessiert, erst die Verlobung Charlottas mit da Gama forderte seinen Ehrgeiz heraus, diesen Rivalen auszuschalten.

Dom Pedro war früher einmal ein stattlicher Mann, doch jetzt ist er recht heruntergekommen, schlampig, korpulent, tobsüchtig, unleidlich und übel beleumdet obendrein; und Charlotta versucht verständlicherweise alles, um einer Heirat mit ihm zu entgehen. Doch da Gama kehrt nicht zur rechten Zeit zurück, und die Verlobung zwischen Charlotta und Dom Pedro wird bekannt gegeben. Als da Gama schlie▀lich doch noch in Lissabon eintrifft, wagt Charlotta schon zu hoffen, der Verbindung mit Dom Pedro doch noch entkommen zu können, doch durch geschickte Lügen und Intrigen, eingefädelt von Dom Pedros windigem Berater Alonso Madrigal, gelingt es ihm, die beiden Liebenden zu entzweien, und obendrein da Gama beim König in ein schlechtes Licht zu bringen.

Charlotta ist nun gezwungen, Dom Pedro zu heiraten; es gelingt ihr jedoch, zu verhindern, dass die Ehe auch vollzogen wird. Dom Pedro, der, um da Gama auf dessen neuerlicher Fahrt nach Indien zuvorzukommen, nun eine eigene Expedition ausrichtet, zwingt Charlotta, mit ihm zu kommen. Charlotta muss noch viele Schwierigkeiten und Gefahren überstehen, bevor sie auch nur hoffen darf, Vasco da Gama - der sich von ihr abgewendet hatte, den sie aber immer noch liebt - nur noch ein einziges Mal sehen zu können.

Leider konnte mich dieser Roman nicht so recht überzeugen; ich hatte mich gefreut, endlich einmal einen Liebesroman mit dem Schauplatz Portugal zu finden - doch bleibt das Setting nur mehr oder weniger "Papp-Kulisse"; die Figuren sind teilweise derart überzogen gezeichnet, dass sie beinahe schon wie Karikaturen wirken - so wird z. B. der Bösewicht mit allen nur denkbaren negativen Attributen versehen; die teilweise übertrieben "blumige" Ausdrucksweise und häufige (Flüchtigkeits(?))-Fehler (nur ein Beispiel: "... Doch ganz langsam fiel der Schlaf von ihr ab wie ein welkes Baum vom Blatt. ...) tragen nicht gerade zum Lesegenuss bei.

Kritik geschrieben von Sabine R., 09.02.2005

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