Die Waldgräfin

Deutsche Originalausgabe: von 2001

Autorin: Dagmar Trodler

Verlag: Blanvalet Hardcover

Preis: 48,00 DM

Bewertung: 5.0

Alienor ist im Jahr 1066 die Tochter eines deutschen Freigrafen und lebt auf einer Burg in der Eifel. Ihre Mutter ist verstorben und fast alle ihre Geschwister ebenfalls, Sie würde viel lieber auch weiterhin auf die Jagd gehen, als den Haushalt ihres Vaters zu beaufsichtigen. Aber all ihre Proteste nützen nichts, sie wohnt im Frauenturm und kümmert sich um die täglichen Probleme auf der Burg.

Da bringt ihr Vater, der Freigraf zu Sassenberg, eines Tages von einem Jagdausflug einen Wilddieb mit. Jedenfalls behauptet er, den Mann, der brutal zusammengeschlagen wurde, beim Wildern erwischt zu haben. Der Fremde wird in den Kerker gesperrt und gefoltert, da der Graf unbedingt dessen Namen herausfinden will. Alienor hat wenig Interesse an dem Gefangenen, aber als sie ihm eines Tages aus Mitgefühl etwas zu essen bringt, ist sie über dessen Zustand zutiefst schockiert.

Als sie ihrem Vater erzählt das sie seine Sprache verstehen konnte, er sprach auf normannisch zu ihr, der Sprache ihrer Mutter, erspinnt der Graf einen neuen Plan. Er lässt den Gefangenen vom jüdischen Arzt Meister Naphtalis, der auf der Burg wohnt, gesund pflegen und macht ihn zum Reitknecht seiner Tochter.

Alienor fürchtet sich vor dem Fremden und will das Geschenk ablehnen, aber ihr Vater bleibt stur. Sie soll versuchen den Mann zum Sprechen zu bewegen und seinen wahren Namen rausfinden. Je länger Alienor mit dem Unbekannten zusammen ist, desto mehr merkt sie das auch er ein Mensch ist und Gefühle hat, auch wenn er einem anderen Glauben angehört, welchen die Kirche zutiefst verabscheut.

Alienor wird in einen Strudel von Ereignissen und Gefühlen gestürzt. Wo liegt ihr wahres Schicksal?

Mit "Die Waldgräfin" hat Dagmar Trodler bewiesen, dass ein wahnsinnig-guter Unterhaltungsroman auch von einer deutschen Autorin geschrieben sein kann. Die Geschichte ist absolut einmalig, fesselnd und spannend zu lesen. Lesespaß zum Mitfiebern. Ein Roman den man keinesfalls verpassen sollte.

Kritik geschrieben am 27.01.01 von Isolde W.

Weitere Dagmar Trodler Reviews:

|| Zurück zu Historischen Romanen || Zurück zu Buchkritiken || Zurück zu Neuerscheinungen ||
|| Zurück zur Hauptseite ||