"Geheimnis einer Nachtigall"

Autorin: Victoria Holt

Verlag: Weltbild Verlag 1988

ISBN: 3-89350-604-7

Bewertung: 3.5

Jung und unerfahren ist Susanna Pleydell, als sie Aubrey St. Claire heiratet. Während der Flitterwochen verlebt sie glückliche Stunden mit ihm, doch bald muss Susanna erkennen, dass hinter Aubreys zärtlichem Benehmen dunkle Abgründe lauern und dass er dem dämonischen Dr. Damien erlegen ist. Als ihr einziges Kind unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, schwört sie dem teuflischen Arzt Rache.

Susanna ist unsere junge Heldin der Geschichte. Ihre Ehe ist unglücklich, wenn auch der Anfang viel versprechend war. Sie ist unglücklich und konzentriert sich auf ihren Sohn, versucht durch ihn das Leid zu kompensieren. Als sie zu ihrem Vater abreist, der im Sterben liegt, muss sie ihren Sohn zurücklassen, da ihr Mann ihr nicht traut und vermutet, dass sie nicht wieder zurückkommt. Nach der Beerdigung des Vaters und bei ihrer Rückkehr nach Hause stellt sie fest, dass ihr Sohn ebenfalls tot ist. Die Ehe wird dadurch noch mehr belastet und da Aubrey außerdem drogenabhängig ist und sich seinen Ausschweifungen hingibt, stirb auch er kurz darauf. Nun völlig auf sich gestellt kehrt sie in das kleine Haus ihres Vaters zurück und nimmt ihren Mädchennamen wieder an. Sie möchte ein neues Leben anfangen und die Vergangenheit hinter sich lassen, bis auf eins: sie schwört Dr. Damien Rache, der ihrer Meinung nach daran Schuld ist, dass ihr Mann und ihr Sohn tot sind. Sie hat die Begabung Menschen Linderung zu verschaffen allein durch das Auflegen ihrer Hände auf die Stirn des "Patienten". Es bricht ein Krieg aus und es werden Krankenschwestern gebraucht. Diesem Ruf folgt sie an die türkische Küste in das dortige Krankenhaus. Hier begegnet sie Dr. Damien und ihr Eindruck, dass er ein selbstsüchtiger Mann ist, wird noch mehr verstärkt.

Es kommt zu interessanten Verwicklungen, die ich hier nicht weiter vertiefen möchte. Lest das Buch und findet es heraus. Die Autorin hat die Landschaften und Menschen in den Beschreibungen sehr gut eingefangen. Man kann sich alles und jeden gut vorstellen. Ein wirklich gutes Werk, bis auf eines: Die letzte Passage finde ich überflüssig. Sie hat nichts mehr mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Daher an dieser Stelle einen Stern weniger.

Kritik geschrieben von Lyllewin, 02.12.2002

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