"Zurück ins Leben"

Autorin: Charlotte Vale Allen

Originaltitel: Fresh Air

Verlag: Cora, Julia Prestige 76, 2005

Bewertung: 4.0

 

Nach dem Tod ihrer Mutter Lily vor siebenundzwanzig Jahren, lebt Lucinda völlig isoliert von der Außenwelt. Lily, eine berühmte Schauspielerin, wollte einen großen Skandal vermeiden und hielt Lucindas Vater geheim. Sogar nach dem Tod ihrer Mutter schafft es Luce trotz der Hilfe eines Detektivs nicht die Familie ihres schon verstorbenen Vaters ausfindig zu machen. Sie zieht sich immer mehr zurück und bricht den Kontakt zu ihren Freunden fast ganz ab. Ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist das Internet – sie erledigt all ihre Einkäufe und sonstige Erledigungen online.

 

Eines Tages ändert sich ihr Leben radikal: Als sie zufällig aus dem Fenster blick, winkt ihr ein neunjähriges Kind fröhlich zu. Luce kann nicht wieder stehen und geht auf das Mädchen zu. Wie ein Wirbelwind verändert Katanya, ein dunkelhäutiges Mädchen, ihr Leben. Erstmals spricht Luce wieder über ihre Vergangenheit und erzählt Katanya von der Suche nach ihrer Familie und die Kleine hat prompt neue Ideen, die Luce wieder neue Hoffung geben. Schritt für Schritt baut Luce wieder Kontakt mit der Außenwelt auf, lernt ihre Nachbarin kennen und geht mit Kat einkaufen.

 

Plötzlich merkt Luce, dass sie einsam ist und sich nach ihren alten Freunden sehnt. Sie greift zum Telefon und ruft ihre beste Freundin an, die gerne auf einen Besuch vorbeikommt. Außerdem bekommt sie überraschend Post auf die Annonce, die sie und Kat erstellt haben, wird sie nun endlich das Rätsel ihrer Vergangenheit lösen können?

 

Ein fantastisches Buch, das Einblick in das Leben einer interessanten Frau gibt. Charlotte Vale Allen schafft es mit ihrem Roman wieder den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen, die sehr lebendig wirken. In dem Buch wird die Problematik der dunkelhäutigen Amerikaner gut beschrieben, die vielen Vorurteile (z.B. weigerte sich eine Postangestellte Kat zu bedienen, weil sie „schwarz“ ist…) Auch Luce kämpft mit einer Unsicherheit, weil ihr Vater dunkelhäutig war, sie ist jedoch nicht rassistisch und man merkt ihren Wandel als sie Kat und ihre Familie kennen lernt.
 

Beim Schluss hatte ich jedoch das Gefühl, dass der Roman viel zu schnell abgeschlossen wurde. In den letzten zwanzig Seiten passiert fast zu viel, der Roman hätte noch einige Kapitel mehr haben können. Aber dann entdeckte ich, dass es einen zweiten Teil „Lebe die Liebe“ (Cora, Julia Prestige 79, Jänner 06) gibt und bin sehr auf die Fortsetzung gespannt, denn in diesen Buch wird sie einen weiteren Schritt wagen – die Liebe zu einen Mann!

 

Geschrieben von Marina G. am 15.01.06.

 

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