"Die Tochter der Aphrodite"

Autor: Philipp Vandenberg

Verlag: Weltbild, 2003 
(bereits ersch. unter dem Titel "Die Hetäre), 
348 S.,

ISBN: 3-8289-7235-7

Bewertung: 3.5

Im Griechenland der Antike: Die Griechen haben gerade einen unerwarteten Sieg gegen das zahlenmässig weit überlegene persische Heer bei Marathon errungen; auf dem Schlachtfeld wird die vierzehnjährige Daphne aufgefunden - sie wurde, mitsamt ihrem Vater von den Persern verschleppt, konnte ihnen aber entkommen. Der Feldherr Aristides nimmt das verschreckte Mädchen (Daphne hatte gerade einen griechischen Tempelpriester bei einer schlimmen Tat beobachtet) bei sich auf und vertraut sie seiner Lieblingshetäre an, die sich um das Mädchen kümmern und es ausbilden soll. Hetären sind keine einfachen Freudenmädchen, im Gegenteil, sie genießen hohes Ansehen, weil sie nicht nur körperliche Reize und Verführungskünste geschickt einsetzen, sondern bestechen auch durch besondere Anmut und Klugheit; die höchsten Männer Griechenlands liegen ihnen zu Füßen.

In ihrem wechselvollen, von Krieg, Intrigen und Schicksal bestimmtem Leben trifft Daphne auch auf Aristides politischen Feind und Gegner, den Feldherrn Themistokles, für den sie immer tiefere Gefühle hegt - Themistokles jedoch scheint nichts von ihr wissen zu wollen. Doch als Daphne zur Gefangenen des persischen Großkönigs wird, setzt Themistokles sein Leben aufs Spiel, um die von ihm geliebte Hetäre zu erretten.

Interessante, recht unterhaltsame Geschichte aus einer turbulenten Epoche des alten Griechenlands, doch ohne allzu große Überraschungen; teilweise jedoch etwas zu sehr "überfrachtet" mit geschichtlichen Vorkommnissen; auch wäre ein Glossar mit näheren Erklärungen der vielen griechischen Begriffe sehr hilfreich gewesen.

Kritik geschrieben von Sabine R., 25.08.2003

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