London, 1872: Der ehrenwerte Gentleman
Phileas Fogg geht täglich in den Reform Club, um seiner
Lieblingsbeschäftigung, dem Kartenspiel Whist, nachzukommen. Geradezu
pedantisch verfolgt er Tag für Tag seine Gewohnheiten und ist durch
nichts und niemanden aus der Ruhe zu bringen. Durch Zufall geht er mit
den Gentlemen im Reform Club eine Wette ein: Er wettet 20.000 Pfund, das
er es schafft, die Erde in 80 Tagen zu umreisen. Er darf dabei jedes
Transportmittel benutzen.
Zur gleichen Zeit wird die Londoner Bank von einem Dieb um 55.000 Pfund
erleichtert. Der Dieb ist auf der Flucht, aber man weiß, das er wie ein
Gentleman aussieht. Agent Fix vom Londoner Scotland Yard macht sich
diesem auf die Versen und glaubt, in Phileas Fogg seinen Dieb gefunden
zu haben.
Doch Mr. Fogg tritt die große Reise mit seinem Diener Passepartout an
und läßt sich durch nichts und niemanden von seinem Ziel abhalten.
Mein Fazit: Es ist ein spannendes Buch, mit einer gehörigen
Portion Witz und Charme! Der Autor hat es verstanden, die Geschehnisse
um Mr. Fogg interessant zu gestalten. Mit kleinen Anekdoten gespickt
berichtet Jules Verne von den Gegebenheiten der Weltreise und es erweckt
sich einem der Eindruck, das es tatsächlich so gewesen sein könnte bzw.
das er selbst an den Orten war!
An der einen oder anderen Stelle werden noch Fragen aufgeworfen und es
wird auch nicht jeder Streckenabschnitt ausführlich erörtert. Aber im
großen und ganzen ist es eine tolle Geschichte, mit Mißverständnissen um
Passepartout und Agent Fix und Frau Aouda! Ich musste schon schmunzeln
und auch mal auflachen.
Ein Klassiker, den ich in jedem Falle empfehlen kann!
Reviewed von Elke H. am 30.08.08