"Der Verführer im Kilt"

Originaltitel: Devil in a Kilt

Autorin: Sue Ellen Welfonder

Verlag: Bastei Lübbe

Bewertung: 2.5

Lady Linnet MacDonell wird von ihrem lieblosen und versoffenen Vater an das feindliche Clanoberhaupt Duncan MacKenzie als Ehefrau verkauft. Duncan hat in seiner ersten Ehe sehr schlechte Erfahrungen gemacht und ist nicht an einer echten Ehe interessiert. Er holt Linnet nur zu sich, um ihre hellseherischen Fähigkeiten für sich zu nutzen und eine neue Mutter für seinen Sohn zu haben. Lady Linnet ist nach dem ersten Kennen lernen mit dieser Regelung nicht einverstanden und versucht, die Liebe ihres neuen Ehemannes zu gewinnen.

Das Buch handelt 1325 in den schottischen Highlands, es ist schon ganz nett und ich war auch immer neugierig weiter zu lesen. Allerdings war es mir doch zu voll mit Anachronismen. Vier mal wird erwähnt, dass jemand zu viele französische Liebesnovellen gelesen hat, Duncan benötigt einmal ein „Ventil" für seinen Frust und verwendet beim Essen im Saal seiner Burg Leinenservietten. In der Häufung hat es mich einfach sehr gestört.

Ich mag es gerne, wenn in Liebesromanen eine erotische Spannung zwischen den Protagonisten entsteht. Hätte man allerdings in diesem Buch den Überschuss an schmerzenden Lenden, oder ziehen zwischen den Beinen, das die Heldin sich nicht erklären kann, weg gelassen, wäre das Buch nur noch halb so dick. Das war einfach zuviel.

In diesem Buch lernt man auch Sir Marmaduke Strongbow kennen. Er ist der Held des Folgeromans „Bittersüße Qual der Liebe" auf den man doch sehr neugierig wird.

Geschrieben von Babs P. am 26.10.2006

Weitere Bücher der Autorin:

|| Zurück zu Historischen Liebesromanen || Zurück zu Buchkritiken || Zurück zu Neuerscheinungen || Zurück zur Hauptseite ||