"Bittersüße Qual der Liebe"

Originaltitel: Bride of the Beast

Autorin: Sue Ellen Welfonder

Verlag: Bastei Lübbe

Bewertung: 3.5

Die junge Lady Caterine Keith hat schon zwei Ehemänner überlebt und sieht sich jetzt von einem skrupellosen englischen Lord bedrängt, der sie und ihre Burg mit Ländereien an sich bringen will. Sie will auf keinen Fall einen dritten Ehemann, zu schlecht waren ihre bisherigen Erfahrungen mit Männern, ganz speziell mit englischen Männern. Ihre beste Freundin sieht keinen anderen Ausweg als hinter ihrem Rücken Caterines Schwester Linnet MacKenzie und ihren Mann Dunken (Der Verführer im Kilt) um Hilfe in Form eines Beschützers zu schicken.

Sir Marmaduke Strongbow ist ein vom Kamp gezeichneter englischer Ritter. Auf einer Gesichtshälfte hat er eine große Narbe und das Auge fehlt. Es ist nicht immer einfach, den einst gut aussehenden Mann dahinter zu erkennen und er leidet sehr darunter. Ansonsten hat er sein Herz am rechten Fleck und hält viel auf seine ritterliche Ehre. Nachdem er von seinen englischen Landsleuten fast getötet und ausgestoßen worden ist, hat er bei Dunken MacKenzies Vater Aufnahme gefunden und ist für Dunken wie ein Bruder. Auch Linnet hält sehr viel von ihm. Es ist daher kein Wunder, dass die beiden Sir Marmaduke zu Caterine schicken, mit dem Rat, sie zu heiraten und ihr so Schutz zu bieten. Da er sich schon länger nach einer neuen Frau und Liebe sehnt und Linnet verehrt, ist er dem Gedanken, Linnets Schwester zu heiraten, sehr zugetan.

Dieser Roman von S.-E. Welfonder hat mir deutlich besser gefallen als der Vorgänger (Der Verführer im Kilt). Sir Marmaduke ist ein Held nach meinem Herzen. Trotzdem sind mir die Zweifel der beiden Helden doch etwas zu viel. Caterine findet ihn attraktiv, liebenswert, charmant und bekommt natürlich das entsprechende Herzrasen, hält aber daran fest, dass sie nichts mit Engländern zu tun haben möchte. Marmaduke dagegen führt jeden Dämpfer auf sein Äußeres zurück, obwohl Caterine im mehrfach sagt, dass es sie nicht stört. Erfreulicher Weise war in diesem Buch, im Verglich zum Vorgänger, die erotische Spannung angemessener, wenn auch immer noch reichlich und ich konnte keine offensichtlichen Anachronismen finden.

Im Großen und Ganzen ein nettes Buch für ein paar schöne gemütliche Leseabende.

Geschrieben von Babs P. am 26.10.2006

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